„„Das Phantom der Oper”. (…) Es geht um eine lauernde Bedrohung, etwas Schreckliches, das man aber nicht sieht. (…) Viele Leute sagten: „Nun, jeder kennt das Musical. (…) Aber viele Leute kamen, um sich das Stück anzusehen, und waren ziemlich erstaunt darüber, was wir daraus gemacht hatten.” (Alan Clarke, Theaterdirektor und Schauspieler)
„Aber letztendlich kann auch einfach aus ganz normalen, alltäglichen Situationen der Thrill oder der Horror entstehen. Durch Menschen, die sich seltsam verhalten. Durch
Abweichungen von dem, was du in deinem Alltag normalerweise hast. Wo du denkst: „Okay, irgendwas stimmt hier nicht.” Und das kann genauso gruselig sein, finde ich.” (Annika Strauß, Autorin und Schauspielerin)„… es war nicht diese, diese unendlich adrenalin-gefüllte Angst, sondern das war so dieses „Irgendwie ist da was, was mir Angst macht. Aber ich will auch wissen, was es ist. Und ich will es irgendwie aucherforschen” (…) Es war (…) intriguing. Es war irgendwas, worüber ich auch manchmal nachgedacht habe, so beim Einschlafen. Warum macht mir das dann Angst?” (Maria Gädke, Filmemacherin)
„(…) ich hatte nie das Monster unter meinem Bett. Aber ich hatte immer Angst, dass jemand in mein Zimmer kommt. Whoever that may be. (…) Dass jemand in mein Zimmer kommt und mich umbringt. Oder kidnappt oder sonst irgendwas. Und ja, wir haben dann ganz oft im Gang (…) das Licht angelassen, die Tür ein bisschen angelehnt. (…) Es hat geholfen. Aber Dunkelheit ist da: Ich habe auch sehr viel Panik bekommen, wenn es (…) stockdunkel war in der Nacht (…), weil ich nicht wusste, wo ich war. Da war ich sehr orientierungslos.” (Marc Schröder, Schauspieler)
„Es ist einfach eine Welt, die nicht nach dem Prinzip funktioniert, dass alles immer fair und gut ist, sondern eine brutale Welt. (…) Und in diesem Sinne hielt ich es auch für gerechtfertigt, dass solche Dinge dort passieren können. Schließlich passieren solche Dinge auch in unserer realen Welt. Ständig, sogar in diesem Moment. Es gibt Menschen, die mitten in einem Krieg unter wirklich schwierigen Bedingungen leben und irgendwie über die Runden kommen müssen. Und niemand ist (…) da, um ihnen zu helfen. Und Gerechtigkeit wird für sie vielleicht nie erreicht werden.” (Emmi Itäranta, Autorin, u.a. von „Memory of Water”)
Hemmetter, Julia/ Jake Meyer/Leila Söllheim/ Sam Schugk: Dunkelheit in Fiktion. Düstere Welten erschaffen. Ein Audio-Feature. Nach Interviews mit Alan Clarke, Theaterdirektor, Produzent und Schauspieler, Maria Gädcke, Filmemacherin, Emmi Itäranta, Autorin u.a. von „Memory of Water”, Marc Schröder, Schauspieler, und Annika Strauß, Autorin und Schauspielerin. Gesprochen von Nils Weber. Wintersemester 2025/26 v. 20. Februar 2026 (= „Tell me about that …“ Creativity, Design and Media, Language and Writing. Verbale Kommunikation in der Praxis. Ein Podcast-Projekt; Nr. 095). – Dauer: 15:00 Min. – Quelle: https://d.th-nuernberg.de/vk/portfolio/dunkelheit-in-fiktion-du%cc%88stere-welten-erschaffen/