Ausgezeichnet: Team Neuropose gewinnt beim bidt-Demoday in München

Neuropose erkennt die Körperhaltung beim Musizieren in Echtzeit. Rechts: Das Team Neuropose bei der Preisverleihung in München.

KI-Feedback für gesundes Musizieren: Ein studentisches Team aus dem Digitalisierungskolleg DisC – mit Designstudentin Daria Karkhu – holt beim 3. Demoday des bidt den Preis für die beste interdisziplinäre Projektarbeit in der Kategorie Human Machine Co-Creativity.

Wer ein Instrument spielt, kennt das Problem: Nach Stunden des Übens leidet die Körperhaltung – und auf Dauer der Körper. Die KI-gestützte Anwendung Neuropose setzt hier an: Sie beobachtet Musizierende mit einer neuromorphen Kamera, die nicht ganze Bilder, sondern nur Bewegungen registriert – und damit besonders schnell und datensparsam arbeitet. Die Haltung wird in Echtzeit analysiert, das System antwortet mit visuellem und haptischem Feedback: sehen, spüren, korrigieren, weiterspielen.

Für diesen Prototyp wurde das Team am 21. Mai 2026 beim 3. Demoday des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) im Münchner Gasteig HP8 ausgezeichnet: Daria Karkhu aus dem Bachelorstudiengang Design der Fakultät, Borbála Babai von der Hochschule für Musik Nürnberg sowie Alexander Lorenz und Tobias Mack aus der Informatik der TH Nürnberg. Eine Jury aus Wissenschaft und Transfer kürte die besten Studierendenprojekte aus 13 bayerischen Digitalisierungskollegs – Neuropose gewann in der Kategorie Human Machine Co-Creativity.

Entstanden ist das Projekt im Digitalisierungskolleg „Disruption in Creativity“ (DisC), einer Kooperation der Hochschule für Musik Nürnberg mit den Fakultäten Design und Informatik der TH Nürnberg. In hochschulübergreifenden Semesterprojekten erforschen Studierende aus Musik, Design und Informatik, wie disruptive Technologien die Kultur- und Kreativwirtschaft – und den Kreativprozess selbst – verändern. Designstudierende nehmen im 6. Semester über das Modul Digital Experience teil – so wie Daria Karkhu, die im Team die Gestaltung der Nutzererfahrung verantwortete.

Wer sehen will, was in den DisC-Projekten dieses Semesters entstanden ist: Am 2. Juli 2026, 18 Uhr zeigt die Semesterabschluss-Ausstellung DisClosure Installationen und Prototypen in der Fakultät Design, Wassertorstraße 10.

11. Juni 2026