Designers’ Circle: Fotografie zwischen Portrait, Lifestyle und Sports

Wie wird aus einem Designstudenten ein Werbefotograf für internationale Marken? Beim Designers’ Circle im KRUG12 gab TH-Alumnus und DESIGNVEREIN-Mitglied Leon Greiner Einblicke in seinen Werdegang und präsentierte Projekte für Adidas, Audi, BMW und Puma.

Seine Begeisterung für die Fotografie begann mit der analogen Kamera seines Vaters – zunächst noch während eines Maschinenbaustudiums in Aachen. Während seines anschließenden Designstudiums an der TH Nürnberg machte er sich als Eventfotograf selbstständig. Nach dem pandemiebedingten Einbruch der Eventbranche führten erste Produktionen für Adidas ihn schließlich zur Werbe- und Produktfotografie. Anhand verschiedener Kampagnen zeigte er die Abläufe professioneller Shootings – vom Briefing über das Locationscouting bis zur Umsetzung am Set.

Ein zentrales Thema des Abends war das Netzwerken. Viele Projekte entstehen über persönliche Kontakte zu Producer*innen, Agenturen und Unternehmen, die sich über Jahre entwickeln und immer wieder neue Möglichkeiten eröffnen. Ebenso wichtig ist für Leon die eigene Sichtbarkeit: Er empfiehlt, Wunsch-Kund*innen aktiv anzusprechen, eigene Projekte zu initiieren und Arbeiten gezielt an potenzielle Auftraggeber*innen zu senden.

Dass Vernetzung für ihn weit über die Kundenakquise hinausgeht, zeigt auch die Geschichte von KRUG12. Gemeinsam mit seiner Partnerin Rebecca entdeckte er nach dem Einzug in das Gebäude zufällig das leerstehende Fotostudio und die angrenzende Eventfläche im Erdgeschoss. Aus dieser Gelegenheit entstand dieser Ort, der heute als Fotostudio, Eventlocation und Treffpunkt für die Nürnberger Kreativszene dient. Die Räume nutzt Leon nicht nur für eigene Produktionen, sondern vermietet sie auch an andere Kreative.

Neben seinen kommerziellen Aufträgen engagiert sich Leon regelmäßig in freien Projekten, die oft non-profit oder pro bono realisiert werden. Er unterstützt Musiker:innen, begleitet Filmproduktionen als Setfotograf und dokumentiert die Arbeit anderer Gestalter:innen. Diese Projekte schaffen kreative Freiräume, stärken das Netzwerk und fördern den Austausch innerhalb der Szene. Sein Fazit: „Wenn am Set die Stimmung gut ist, dann kommen eh gute Sachen dabei raus.“

Fotos: Rebecca Weber

7. Juli 2026

The Web, Handmade: Homebrew Website Club @ Nürnberg Digital Festival

What happens when 21 people who build their own websites — by hand, for fun, and on their own terms — gather in one room? On July 1, the Faculty of Design at Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm found out, hosting a special edition of the Homebrew Website Club Nürnberg as part of the Nürnberg Digital Festival.

Homebrew Website Club (HWC) is a regular meetup of the international IndieWeb community — people who believe the web is at its best when you own your content, publish on your own domain, and treat your personal website as a creative medium rather than a profile in someone else’s platform. HWC Nürnberg usually meets in a smaller circle; for the festival edition, the room filled up quickly.

An international evening

The festival brought a international crowd to the faculty: guests from the US, Iran, Hong Kong, and many other countries joined local regulars — reason enough to switch the evening’s language to English. Among the participants were long-time IndieWeb figures such as Tantek Çelik and capjamesg, fresh from the IndieWebCamp held in Nuremberg the weekend before.

After a short introduction to the Homebrew Website Club format by host Tilman, the group did what HWC does best: a show-and-tell of personal websites. One browser tab at a time, the projector cycled through blogs, portfolios, digital gardens, and experiments — from an accessibility specialist’s practice, to a hiking club’s community site, to a coffee blog, to generative art portfolios. No two sites looked alike, which is rather the point.

A highlight came from Björn Stierand, who demoed an as-yet-unpublished feature of his website: the header image and intro text change according to his daily fitness, with data collected by his fitness wristband and pulled in via the Google Health API at build time. A website, in other words, with a pulse.

Why websites matter for designers

Personal websites are small, complete design problems: identity, typography, interaction, tone of voice, and technology, all owned by one person. The evening was a live showcase of exactly the kind of independent, idiosyncratic web practice we want our students to encounter — and, ideally, to join.

After the presentations, drinks were opened and the room dissolved into lively conversations that lasted well into the evening.

Homebrew Website Club Nürnberg meets regularly, every second Wednesday of the month — the next session is already next week, and everyone curious about the IndieWeb is welcome. Details and upcoming dates: https://homebrew-website.club

Event documentation: indieweb.org/events/2026-07-01-hwc-nuremberg

So many websites …
2. Juli 2026

Design Topics 7/26 – Semesterprojekte

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 02.07.2026 um 18:30 Uhr in den Ausstellungsräumen der Fakultät Design.

Wieder nutzen die Studierenden aus den Modulen Typografie, Grafikdesign, Illustration, Digital Imaging, Digital Experience und CGO die Gelegenheit, Ergebnisse aus ihren jeweiligen Semesterprojekten zu präsentieren. Die Design Topics gegen Semesterende zeigen nicht nur, was in den einzelnen Gestaltungsdisziplinen so gemacht wurde bzw. wird, sie sind gleichzeitig ein Treffpunkt für die Ausstellungsbesucherïnnen und die Designstudierenden und bieten die Chance, sich kennenzulernen und auszutauschen.

26. Juni 2026

Kein Algorithmus. Nur Menschen, die Websites bauen.

Der Homebrew Website Club ist eine weltweite Bewegung: Überall treffen sich Leute, die ihr eigenes Stück Web bauen – persönlich, handgemacht, unabhängig von den großen Plattformen. Auch in Nürnberg gibt es einen Homebrew Website Club, zum Nürnberg Digital Festival mit einer Sonderausgabe an der Fakultät Design.

Ob erste eigene Seite oder jahrelanges Bastelprojekt: Komm vorbei, zeig, woran du arbeitest, und hol dir Feedback. Muss nicht perfekt sein, nur echt.

Mi, 1. Juli 2026 · 18–20 Uhr · Fakultät Design, Wassertorstraße 10, Nürnberg

→ Anmeldung auf der Festival-Website

Du fehlst noch!

23. Juni 2026

Pro-Noris-Preis 2026: Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement und kreative Teilhabe

Wie wissenschaftliche und kreative Projekte gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können, zeigen die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger des Pro-Noris-Preises 2026. Mit ihren Abschlussarbeiten haben vier Studierende der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) beeindruckende Beispiele dafür geliefert, wie innovative Ideen gesellschaftliche Teilhabe fördern und konkrete Veränderungen anstoßen können. Für dieses Engagement wurden sie von der Bürgerstiftung Nürnberg ausgezeichnet.

Die Bürgerstiftung Nürnberg vergibt den Pro-Noris-Preis jährlich, um gemeinwohlorientierte Studierendenprojekte in der Region zu fördern. Insgesamt stehen Preisgelder von bis zu 5.000 Euro zur Verfügung. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschule, Stadtgesellschaft und Wirtschaft. Ihr gehören Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Ohm-Präsident Prof. Dr. Niels Oberbeck, Ingrid Hofmann, geschäftsführende Gesellschafterin der I.K. Hofmann GmbH, der Vorsitzende des Studierendenparlaments der Ohm, Amin Ouled, sowie Theophil Graband, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Nürnberg, an.

„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie gesellschaftliche Wirkung entstehen kann, wenn Studierende ihr Wissen auf reale Herausforderungen anwenden“, betont Theophil Graband. Die prämierten Projekte verdeutlichen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und kreative Ansätze dazu beitragen können, gesellschaftliche Herausforderungen aufzugreifen und neue Lösungswege zu entwickeln.

Auch Ohm-Präsident Prof. Dr. Niels Oberbeck unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements: „Hochschulen tragen Verantwortung für die Gesellschaft – nicht nur durch Forschung und Lehre, sondern auch durch aktives Mitgestalten. Unsere Studierenden zeigen mit ihren Projekten, wie innovative Ideen und gesellschaftlicher Mehrwert zusammenkommen können.“

Design, das Teilhabe sichtbar macht

Zu den ausgezeichneten Projekten gehört die Arbeit von Johanna Schütze und Alissa Herzog aus der Fakultät Design. In Kooperation mit dem BUNI Kultur- und Freizeittreff Nürnberg entwickelte Johanna Schütze eine Corporate Identity im 4. Semester Grafikdesign, die den Gedanken der Teilhabe konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Besonders innovativ ist die eigens entwickelte Typografie, die aus handgeschriebenen Buchstaben von Besucherinnen und Besuchern des BUNI entstanden ist. Damit wird die Gemeinschaft selbst zum Teil des visuellen Erscheinungsbildes. Die Menschen, die den Treffpunkt nutzen und mitgestalten, prägen zugleich dessen Identität.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Design gesellschaftliche Prozesse unterstützen und sichtbar machen kann. Statt lediglich ein neues Erscheinungsbild zu schaffen, entstand eine visuelle Sprache, die die Vielfalt, Offenheit und Gemeinschaft des BUNI authentisch widerspiegelt. Die Arbeit verbindet gestalterische Qualität mit sozialem Engagement und macht deutlich, wie kreative Lösungen dazu beitragen können, Teilhabe zu fördern und Gemeinschaft zu stärken.

Preisträgerinnen: Johanna Schütze und Alissa Herzog
Fakultät: Design
Betreuende Lehrperson: Prof. Markus Lange
Praxispartner: BUNI Kultur- und Freizeittreff

19. Juni 2026

Designers’ Circle: Kunst als Werkzeug gesellschaftlicher Aushandlung

Das Amt für Ideen am Maffeiplatz, das zum Projekt Quartier der Ideen gehört, bot einen passenden Rahmen für den Vortrag von Anna Ulmer. In der Nürnberger Südstadt, die von sozialer Vielfalt und urbanen Herausforderungen geprägt ist, wurde schnell klar, wie relevant das Thema ist. Wem gehört die Stadt – und wer wird in ihr sichtbar?

Anna arbeitet an der Schnittstelle von Gestaltung, Nachbarschaft und sozialer Praxis. Ihre Projekte entstehen nicht am Reißbrett, sondern aus konkreten Situationen heraus. Gestaltung ist dabei oft nur ein Teil eines längeren Prozesses. Im Mittelpunkt steht der öffentliche Raum, den sie als umkämpft beschreibt. Das Bild eines offenen Ortes für Begegnung gerät zunehmend unter Druck – durch Privatisierung, Kontrolle und Design des öffentlichen Raumes, das bestimmte Nutzungen einschränken soll.

Ein Beispiel ist das Projekt am Hamburger Hansaplatz. Ein konfliktbehafteter Ort und Treffpunkt von sogenannten Randgruppen. Und ein Ort, an dem immer mehr versucht wird, Kontrolle auszuüben und nicht erwünschte Nutzungen zu verhindern. So wird der Platz von Kameras überwacht, die biometrische Daten erfassen und mit KI auswerten. Mülleimer wurden mit speziellen Deckeln ausgestattet, die es Menschen erschweren, Flaschen zu sammeln und bei Pollern wurden mit den, von Anwohner:innen bezeichneten, „PoKugeln“ Metallkugeln aufgeschraubt, damit man sie nicht als Sitzgelegenheit nutzen kann. Defensive Stadtgestaltung by design eben. Anna entwickelte dort gemeinsam mit Anwohner:innen temporäre Sitzmöbel, die bei Aktionen auf den Platz getragen wurden. Diese Eingriffe sollten den Ort nicht dauerhaft verändern, sondern aufzeigen, was fehlt: Orte zum Verweilen, zum Austausch und zum Miteinander – oder auch einfach zum Nebeneinander.

Auch im Projekt mit dem Werkhaus Münzviertel geht es um Sichtbarkeit. Ein mobiler Kiosk diente als offenes Werkzeug, mit dem junge wohnungslose Menschen eigene Inhalte in den Stadtraum tragen konnten. Entscheidend war weniger das Objekt als die Möglichkeit, sich zu zeigen – zu eigenen Bedingungen.

Anna Ulmer versteht Design nicht als alleinige Lösung für komplexe soziale Probleme. „Social Design ist für mich kein Heilsbringer in der Not.“ Es geht vielmehr darum, Räume zu öffnen, in denen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und verhandelt werden können. Für die Designausbildung ist dies ein wichtiger Impuls: Gestaltung nicht nur als Ergebnis, sondern als Prozess zu sehen, der Verantwortung mit sich bringt – und der immer auch die Frage aufwirft, auf wessen Seite man arbeitet.

Und wer Ideen hat, wie die Stadt gestaltet sein könnte, kann das Programm des Quartiers der Ideen am Maffeiplatz noch bis Ende Juni nutzen. Danach zieht das Amt für Ideen an einen anderen Ort in der Nürnberger Südstadt!

Text & Fotos: Sebastian Freudenberger

17. Juni 2026

Ausgezeichnet: Team Neuropose gewinnt beim bidt-Demoday in München

Neuropose erkennt die Körperhaltung beim Musizieren in Echtzeit. Rechts: Das Team Neuropose bei der Preisverleihung in München.

KI-Feedback für gesundes Musizieren: Ein studentisches Team aus dem Digitalisierungskolleg DisC – mit Designstudentin Daria Karkhu – holt beim 3. Demoday des bidt den Preis für die beste interdisziplinäre Projektarbeit in der Kategorie Human Machine Co-Creativity.

Wer ein Instrument spielt, kennt das Problem: Nach Stunden des Übens leidet die Körperhaltung – und auf Dauer der Körper. Die KI-gestützte Anwendung Neuropose setzt hier an: Sie beobachtet Musizierende mit einer neuromorphen Kamera, die nicht ganze Bilder, sondern nur Bewegungen registriert – und damit besonders schnell und datensparsam arbeitet. Die Haltung wird in Echtzeit analysiert, das System antwortet mit visuellem und haptischem Feedback: sehen, spüren, korrigieren, weiterspielen.

Für diesen Prototyp wurde das Team am 21. Mai 2026 beim 3. Demoday des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) im Münchner Gasteig HP8 ausgezeichnet: Daria Karkhu aus dem Bachelorstudiengang Design der Fakultät, Borbála Babai von der Hochschule für Musik Nürnberg sowie Alexander Lorenz und Tobias Mack aus der Informatik der TH Nürnberg. Eine Jury aus Wissenschaft und Transfer kürte die besten Studierendenprojekte aus 13 bayerischen Digitalisierungskollegs – Neuropose gewann in der Kategorie Human Machine Co-Creativity.

Entstanden ist das Projekt im Digitalisierungskolleg „Disruption in Creativity“ (DisC), einer Kooperation der Hochschule für Musik Nürnberg mit den Fakultäten Design und Informatik der TH Nürnberg. In hochschulübergreifenden Semesterprojekten erforschen Studierende aus Musik, Design und Informatik, wie disruptive Technologien die Kultur- und Kreativwirtschaft – und den Kreativprozess selbst – verändern. Designstudierende nehmen im 6. Semester über das Modul Digital Experience teil – so wie Daria Karkhu, die im Team die Gestaltung der Nutzererfahrung verantwortete.

Wer sehen will, was in den DisC-Projekten dieses Semesters entstanden ist: Am 2. Juli 2026, 18 Uhr zeigt die Semesterabschluss-Ausstellung DisClosure Installationen und Prototypen in der Fakultät Design, Wassertorstraße 10.

11. Juni 2026

Designers’ Circle: Gastvorträge an der Fakultät Design im Sommersemester 2026

Der Designers’ Circle ist die Gastvortragsreihe an der Fakultät Design. Designer*innen aus unterschiedlichen Bereichen geben Impulse und zeigen Wege aus dem Studium auf. Die Reihe wird von Sebastian Freudenberger, Amelie Baumer und Tim Böhmerle vom DESIGNVEREIN ehrenamtlich und mit Unterstützung vieler DV-Mitglieder organisiert. Viermal pro Semester, immer an Dienstagen um 19:00 Uhr und an wechselnden Kreativorten in Nürnberg+.

Cihan Tamti bei seinem Vortrag im Dezember 2025. Foto: Rebecca Weber

Im Wintersemester 2024/2025 an vier Orten: Fakultät Design, DESIGNVEREIN, Amt für Ideen und KRUG12 mit folgenden Vortragenden:

10. Juni 2026

Designers‘ Night 19

Am Dienstag, den 9. Juni, lädt die Fakultät Design der ohm (TH Nürnberg) zur Designers‘ Night 19 ein!

Ein Event, eine Design‑Ausstellung – wilde Perspektiven, Preise und Einblicke in kreatives Arbeiten.

Unter dem Motto „Work in Progress“ werden die Ausstellungsräume in eine kreative Baustelle mit vielfältigen Designprojekten verwandelt.

Under construction: Ob Semesterarbeiten, freie Projekte oder wilde Experimente, von Fotografien über Illustrationen, Gemälde, Poster, Websites, Games, Installationen und Filme bis hin zu Objekten ist alles dabei!

Also kommt vorbei und genießt einen inspirierenden Abend mit Bar und Musik.

Vernissage am 09.06.2026, 19-23 Uhr

Ausstellung …
10.06., 12-18 Uhr
11.06., 12-18 Uhr
12.06., 12-18 Uhr

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3. Juni 2026