Pro-Noris-Preis 2026: Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement und kreative Teilhabe

Wie wissenschaftliche und kreative Projekte gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können, zeigen die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger des Pro-Noris-Preises 2026. Mit ihren Abschlussarbeiten haben vier Studierende der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) beeindruckende Beispiele dafür geliefert, wie innovative Ideen gesellschaftliche Teilhabe fördern und konkrete Veränderungen anstoßen können. Für dieses Engagement wurden sie von der Bürgerstiftung Nürnberg ausgezeichnet.

Die Bürgerstiftung Nürnberg vergibt den Pro-Noris-Preis jährlich, um gemeinwohlorientierte Studierendenprojekte in der Region zu fördern. Insgesamt stehen Preisgelder von bis zu 5.000 Euro zur Verfügung. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschule, Stadtgesellschaft und Wirtschaft. Ihr gehören Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Ohm-Präsident Prof. Dr. Niels Oberbeck, Ingrid Hofmann, geschäftsführende Gesellschafterin der I.K. Hofmann GmbH, der Vorsitzende des Studierendenparlaments der Ohm, Amin Ouled, sowie Theophil Graband, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Nürnberg, an.

„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie gesellschaftliche Wirkung entstehen kann, wenn Studierende ihr Wissen auf reale Herausforderungen anwenden“, betont Theophil Graband. Die prämierten Projekte verdeutlichen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und kreative Ansätze dazu beitragen können, gesellschaftliche Herausforderungen aufzugreifen und neue Lösungswege zu entwickeln.

Auch Ohm-Präsident Prof. Dr. Niels Oberbeck unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements: „Hochschulen tragen Verantwortung für die Gesellschaft – nicht nur durch Forschung und Lehre, sondern auch durch aktives Mitgestalten. Unsere Studierenden zeigen mit ihren Projekten, wie innovative Ideen und gesellschaftlicher Mehrwert zusammenkommen können.“

Design, das Teilhabe sichtbar macht

Zu den ausgezeichneten Projekten gehört die Arbeit von Johanna Schütze und Alissa Herzog aus der Fakultät Design. In Kooperation mit dem BUNI Kultur- und Freizeittreff Nürnberg entwickelte Johanna Schütze eine Corporate Identity im 4. Semester Grafikdesign, die den Gedanken der Teilhabe konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Besonders innovativ ist die eigens entwickelte Typografie, die aus handgeschriebenen Buchstaben von Besucherinnen und Besuchern des BUNI entstanden ist. Damit wird die Gemeinschaft selbst zum Teil des visuellen Erscheinungsbildes. Die Menschen, die den Treffpunkt nutzen und mitgestalten, prägen zugleich dessen Identität.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Design gesellschaftliche Prozesse unterstützen und sichtbar machen kann. Statt lediglich ein neues Erscheinungsbild zu schaffen, entstand eine visuelle Sprache, die die Vielfalt, Offenheit und Gemeinschaft des BUNI authentisch widerspiegelt. Die Arbeit verbindet gestalterische Qualität mit sozialem Engagement und macht deutlich, wie kreative Lösungen dazu beitragen können, Teilhabe zu fördern und Gemeinschaft zu stärken.

Preisträgerinnen: Johanna Schütze und Alissa Herzog
Fakultät: Design
Betreuende Lehrperson: Prof. Markus Lange
Praxispartner: BUNI Kultur- und Freizeittreff

19. Juni 2026