Design Topics WiSe25/26 — Eröffnung am 22.01.2026 um 18:30
Design Topics – Semesterprojekte: Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 22.01.2026 um 18:30 Uhr in den Ausstellungsräumen der Fakultät Design.
Wieder nutzen die Studierenden aus den Modulen Typografie, Grafikdesign, Illustration, Digital Imaging und CGO die Gelegenheit, Ergebnisse aus ihren jeweiligen Semesterprojekten zu präsentieren. Die Design Topics gegen Semesterende zeigen nicht nur, was in den einzelnen Gestaltungsdisziplinen so gemacht wurde bzw. wird, sie sind gleichzeitig ein Treffpunkt für die Ausstellungsbesucherïnnen und die Designstudierenden und bieten die Chance, sich kennenzulernen und auszutauschen.
Philip Förster, Absolvent des Bachelorstudiums, wurde beim renommierten DDC Award mit Gold in der Kategorie Editorial und Text ausgezeichnet. Prämiert wurde seine Bachelorarbeit aus dem Sommersemester 2025 mit dem Titel „Erinnern — Eine Dokumentation rechten Terrors in Nürnberg“.
In seiner Abschlussarbeit setzt sich Philip Förster intensiv mit den rechtsterroristischen Mordanschlägen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Nürnberg auseinander. Das Projekt ist als dokumentarisches Archiv angelegt und verfolgt ein klares Ziel: rechte Gewalt sichtbar zu machen und dem gesellschaftlichen Vergessen entgegenzuwirken.
Die Arbeit vereint unterschiedliche dokumentarische Formate wie Essays, Transkriptionen, Interviews, Fotografien und Archivmaterialien. Betroffene, Journalist:innen, aktivistische Gruppen und Expert:innen kommen zu Wort und eröffnen vielschichtige Perspektiven auf die Taten, ihre Folgen und die Mechanismen des Erinnerns. Dadurch wird die Thematik nicht nur historisch aufgearbeitet, sondern auch in ihrer Bedeutung für die Gegenwart erfahrbar gemacht.
Herausragende gestalterische Umsetzung Der Sammelband ist als offenes dokumentarisches Archiv konzipiert: Aktenbinder und DIN-A4-Format verweisen bewusst auf bürokratische Strukturen und markieren das Nicht-Abgeschlossene des NSU-Komplexes. Materialität, Formatwechsel und typografische Setzungen übersetzen die Vielschichtigkeit der Beiträge in eine klare, analytische Gestaltung und ermöglichen einen zugänglichen Umgang mit einem komplexen Thema.
Bereits im Sommersemester 2025 wurde „Erinnern — Eine Dokumentation rechten Terrors in Nürnberg“ mit dem Preis der Fakultät Gestaltung ausgezeichnet. Die nun erfolgte Prämierung mit dem DDC Award Gold unterstreicht die gestalterische, inhaltliche und gesellschaftliche Relevanz des Projekts eindrucksvoll.
Wir gratulieren Philip Förster herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.
Der Designers’ Circle ist die Gastvortragsreihe an der Fakultät Design. Designer*innen aus unterschiedlichen Bereichen geben Impulse und zeigen Wege aus dem Studium auf. Die Reihe wird von Sebastian Freudenberger, Amelie Baumer und Tim Böhmerle vom DESIGNVEREIN ehrenamtlich und mit Unterstützung vieler DV-Mitglieder organisiert. Viermal pro Semester, immer an Dienstagen um 19:00 Uhr und an wechselnden Kreativorten in Nürnberg+.
Ein echter Academy Award zum anfassen: Oscargewinnerin Ernestine Hipper bei ihrem Vortrag im Sommersemester 2025. Foto: Giuseppe Troiano
Die Termine in der Übersicht: 28.10.2025: Ann-Christin Ahrens: BVG Audio Branding – Service Design zum Hören 25.11.2025: Viktoria Hager: Emojis zwischen Macht, Kommerz und Utopie 09.12.2025: Stephan Dybus: Vom biografischen Erleben zur visuellen Sprache 20.01.2026: Cihan Tamti: No Shortcuts: Gute Gestaltung durch Offenheit und Ausdauer.
Steine. Sie waren schon vor uns da und werden es auch nach uns sein. Sie sind stumm, schwer und reagieren nicht auf uns. Sie sind überall um uns herum, aber eigentlich wissen wir kaum etwas über sie.
Obwohl wir ständig auf Steinen laufen oder in Häusern aus Stein wohnen, bleibt ihr Wesen geheimnisvoll. In der Ausstellung NOTHING BUT STONE reißen wir sie aus diesem Zustand heraus. Plötzlich stehen sie uns gegenüber wie unbekannte Wesen oder fremde Planeten.
Dieses Setting bildet den Rahmen für den Magazin-Launch unseres Fakultätsmagazins:
auch gut_ 08 – zum Thema FREMD
Das Magazin ist das Ergebnis eines großen, interdisziplinären Projekts. Über mehrere Semester hinweg entstanden Texte und Bilder in den Modulen VERBALE, ILLU, Digital Imaging, CGI und Grafikdesign, die von unserem Editorial Design-Team in Form gebracht wurden.
Das Spektrum reicht von der Bildstrecke „Alien Fashion“ über Texte wie „Was ist das für ein Ding?“, die heute höchst befremdlich wirkende Objekte vorstellen, bis hin zu „Das Fremde in Liebe, Sex und Design“, einem Beitrag darüber wie fremd uns selbst das Intimste ist. Darüber hinaus geht es um das komplexe Zeichensystem von Queerness, um Dating-Apps und vieles mehr. Die Ausgabe umfasst unterschiedlichste Blickwinkel – selbst die fremdesten.
Das dritte Semester Raum- und Eventdesign hat den Launch als Erlebnis geplant. Hier wird das Magazin lebendig: Wir wollen Fremdheit nicht nur lesen, sondern im Raum begreifen. Mal wirken die Steine wie Möbel, mal wie seltsame Kunstwerke. Die Perspektive wird gewechselt und dabei vielleicht entdeckt, dass das Fremde direkt vor unseren Füßen liegt. Aber was ist schon fremd?
Herzliche Einladung zum auch gut_ 08 – FREMD Magazin-Launch.
Wo? KRUG 12, Krugstraße 12, 90419 Nürnberg
Wann? 15. Januar 2026, 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Komm vorbei, damit wir uns nicht mehr fremd bleiben!
Beim letzten Designers’ Circle berichtete Stephan Dybus über seine Arbeit und seinen Weg als Visual Artist. Nach einem offenen Grafikstudium in Halle arbeitete er zunächst nicht im Kreativbereich, sondern als Store Manager bei Breuninger. Mit der Zeit merkte er, dass der auf Perfektion und Umsatz ausgerichtete Arbeitsalltag für ihn immer deprimierender wurde. Die Frage, wie er kreativ weiterarbeiten möchte, wurde für ihn zentral.
Er begann daher, jeden Tag eine Illustration zu erstellen, immer mit derselben reduzierten Fünffarbpalette. Diese Routine half ihm, dranzubleiben und neben dem Job einen eigenen Ausdruck zu entwickeln. Parallel entdeckte er 3D-Art und Animation für sich. Zunächst kombinierte er analoge Aquarellhintergründe mit digitalen Elementen und entwickelte daraus nach und nach einen szenischen Stil. Seine Bilder beschreibt er als kleine Bühnen.
Ein Beispiel seiner Arbeitsweise ist das Projekt „Steve the Painter“. In einer Ausstellung wurden scheinbar analoge Leinwandbilder gezeigt, die sich per QR-Code als Teil eines animierten 3D-Projekts entpuppten. Damit wollte Dybus zeigen, wie leicht Erwartungen entstehen und wie sie sich verschieben lassen.
Seine Figuren sind bewusst reduziert gestaltet, sollen aber trotzdem Gefühle transportieren. In den letzten Jahren hat sich sein Stil verändert: Die Arbeiten sind farbenreicher geworden, während er früher hauptsächlich mit der festen Palette gearbeitet hat. Diese Offenheit empfindet er heute als passender zu seiner Art zu arbeiten.
Inzwischen ist Dybus als Visual Artist etabliert und bewegt sich zwischen Illustration, 3D und Animation. Trotz der Veränderungen in Technik und Stil bleibt die klare, humorvolle Haltung ein wiederkehrendes Element seiner Arbeiten.
Die Eignungsprüfung für das Sommersemester 2026 findet in den Räumen der Fakultät Design statt.
Wenn Sie sich im Dezember 2025 für einen Designstudienplatz bei uns beworben haben und die von Ihnen eingereichten Arbeitsproben mit Erfolg bewertet wurden (Sie werden rechtzeitig benachrichtigt), ist der nächste Schritt auf dem Weg zum Studienplatz die Teilnahme an der Eignungsprüfung an der Fakultät Design. Merken Sie deshalb bereits jetzt den Termin vor.
An den beiden Tagen – Montag und Dienstag jeweils von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr – arbeiten die Bewerberïnnen für einen Studienplatz im Bachelorstudiengang Design an verschiedenen kreativen Aufgaben. Die Eignungsprüfung beginnt am Montag mit einem kurzen theoretischen Test, anschließend folgt eine Aufgabe aus dem Bereich Layout/Typografie/Komposition. Am Nachmittag steht die Erstellung eines Storyboards auf dem Programm.
Am Dienstag folgt eine Aufgabenstellung wahlweise aus Illustration oder Fotografie oder Film (Technik zur Digitalisierung erforderlich). Abschließend gibt es Einzelgespräche (kein Prüfungsteil) mit Kollegïnnen aus dem Professorïnnenkollegium.
In der aktuellen Ausgabe des Designers’ Circle widmete sich die Kommunikationsdesignerin Viktoria Hager einer Bildsprache, die wir täglich nutzen, aber selten hinterfragen: Emojis. In ihrem Forschungsprojekt „Iconic Type” untersuchte sie, wie diese Symbole entstehen und welche Machtverhältnisse sie prägen.
Wie viel wissen wir eigentlich über die Werkzeuge, die unsere digitale Kommunikation bestimmen? Emojis wirken universell, unterscheiden sich jedoch je nach Gerät und tragen kulturelle Bedeutungen in sich. Dabei steckt hinter jedem neuen Emoji ein klar definierter, bürokratischer Prozess beim Unicode-Konsortium. In diesem Gremium dominieren große Tech-Konzerne wie Apple, Google oder Meta – und damit westlich geprägte Perspektiven.
Anhand prominenter Beispiele zeigte Viktoria Hager, wie Communities dennoch Einfluss nehmen können. Ein Beispiel ist das von Rayouf Almuhedi initiierte Hijab-Emoji, ein anderes das Sauna-Emoji, das auf ein finnisches Vorschlag zurückgeht. Gleichzeitig werden gesellschaftlich relevante Themen wie ein explizites Perioden-Emoji seit Jahren nicht umgesetzt. Stattdessen wurde lediglich ein allgemeiner Blutstropfen aufgenommen – ein Kompromiss, der laut Hager die Frage nach Repräsentation offenlässt, denn: „Fakt ist Emojis reproduzieren Vorurteile und Vorannahmen die wir von der Gesellschaft haben“
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf der vermeintlichen Neutralität der gelben Emoji-Gesichter. Hager machte deutlich, dass auch dieses Design historische und kulturelle Entscheidungen widerspiegelt. Die spätere Einführung variabler Hauttöne war zwar ein wichtiger Schritt, zeigt aber zugleich, wie sehr Emojis gesellschaftliche Normen, Vorannahmen und Ausschlüsse reproduzieren.
Zum Abschluss lud Hager dazu ein, Emojis als gestaltbare und nicht als gegebene Systeme zu begreifen und Designtheorie als zusätzliches Werkzeug im Design-Werkzeugkoffer einzusetzen, um Kommunikationsmittel kritisch zu betrachten und neue, inklusivere Bildsprachen zu entwerfen.
Special Guests 2025: Studierende der TH Nürnberg I Fakultät Design
Als Teil von …
FrischesDesign POP UP! Christkindlesmarkt 28.11. – 24.12.2025 Hauptmarkt, Sternlasweg Stand 108
Zum Angebot der Studierenden gehören unter anderem:
hand-gegossene Kerzen und eigens entwickelte Kerzenständer
vielfältiger Baumschmuck
hochwertige Karten und Druckerzeugnisse
Kinderbücher, die im Rahmen studentischer Projekte entstanden sind
„Mit der Teilnahme am Christkindlesmarkt erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ein reales Verkaufs- und Präsentationsumfeld zu erleben – vom Produktdesign über die Preisgestaltung bis hin zur direkten Interaktion mit Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig unterstützt der PopUp-Stand junge Gestalterinnen und Gestalter dabei, ihre Arbeiten sichtbar zu machen und wertvolle Erfahrungen im Bereich der kreativen Selbstständigkeit zu sammeln.”
Zum Hintergrund: … Hier präsentieren und verkaufen Designer* und angewandte Künstler*innen aus Nürnberg und darüber hinaus im Wechsel von ein bis drei Tagen ihre Unikate und Kleinserien in einem speziell dafür entwickelten Stand auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt.
An den letzten beiden Markttagen präsentiert das Team von FrischesDesigndann „The Best Of The Best” und verkauft noch eine Auswahl der zuvor präsentierten Produkte.
Den Designers‘ Kalender (d.i. der Überblick darüber, wer wann was verkauft) gibt es als PDF zum Download hier!
Eröffnung Fr, 28.11. 10-22 Uhr Und dann täglich 10-21 Uhr Mi, 24.12. 10-14 Uhr
Am 18. November 2025 feiert die Fakultät Design der Ohm die dritte Ausgabe der OHMshorts – dem Festival der bewegten Bilder.
In den Kinosälen 1 und Kino 2 des CINECITTA präsentieren Studierende der Module CAST, CGI und Film & Animation, ihre neuesten filmischen Arbeiten vor knapp 900 Gästen – insgesamt 120 Film-Minuten junges Kino.
Die OHMshorts stehen für Offenheit, Experimentierfreude und die Lust, Geschichten neu zu denken. Das diesjährige Programm reicht von animierten Dokumentationen über fiktionale Kurzfilme bis hin zu Musikvideos und Social Spots. … ZWISCHENZEIT erzählt die Geschichten von Anh und Mai – zwei vietnamesischen Vertragsarbeiterinnen in der DDR. KA-CHING zeigt, dass Zusammenhalt der wahre Jackpot ist. THIS PLACE IS GOING UNDER entfaltet ein surreales Musikvideo voller Traum und Rausch. KATZE TOT widmet sich mit feinem schwarzem Humor zwei Schwestern auf einem eskalierenden Roadtrip. SIDE BY SIDE dokumentiert ein sechstägiges Offroad-Abenteuer in der Wüste.
Termin & Tickets:
OHMshorts 2025 18. November 2025 – 19:00 Uhr Einlass ab 18:30 CINECITTA Nürnberg, Kino 1 & 2
Der Vorverkauf läuft bereits seit dem 11. November 2025 über das CINECITTA.
Kleiner Nachtrag: Bitte checken Sie bis zum Tag der Veranstaltung die Verfügbarkeit der Tickets. Es werden immer wieder Tickets zurückgegeben, nicht abgerufen etc. Doch derzeit sind wir leider ausverkauft.
Kindergeschichten, auch solche mit einem Schuss Horror? Drehbücher, auch solche, aus denen schon ein Film wurde?
Merkwürdige Charaktere, Autos, Nonnen, Sportskanonen, Zweifelnde und Spielsüchtige, Hacker und Kriminelle. Ein merkwürdiges Jahresende. Und was bitte ist ein „Dwadabatz” und warum kann er bellen?
Sprache, Geschichten, Literatur vom ersten Semester, über Bachelorarbeiten bis zu Absolventinnen und Absolventen und Ehemaligen unserer Fakultät und des Moduls Verbale Kommunikation.
Lesungen in der Nürnberger Zentralbibliothek, genauer: im Zeitungscafé. Abendeingang über die Peter-Vischer-Straße – 90403 Nürnberg – Montag, 17.11.2025, 19:30 Uhr