Das erste Risotopia Festival im Neuen Museum Nürnberg brachte am 31. Oktober Menschen, Ideen und Printkultur zusammen.
Von ausgebuchten Workshop-Tischen über inspirierende Gespräche bis hin zu einer lebendigen Podiumsdiskussion: Ein Tag, der zeigte, wie viel Kraft im gemeinsamen Gestalten steckt. Noch bevor sich um 10 Uhr die Türen des Neuen Museums öffneten, warteten bereits zahlreiche Besucher auf den Festivalbeginn. Und kaum hatte das Programm gestartet, wurde gedruckt, experimentiert, ausprobiert und diskutiert. In den Workshops konnten Besucher jeden Alters die Möglichkeiten der Risografie entdecken, eigene Ideen umsetzen und ganz ohne Vorkenntnisse in die Welt des analogen Druckens eintauchen.
Im Zentrum des Tages standen die zahlreichen Workshops, in denen die Besucher unterschiedliche Druckprodukte selbst gestalten und drucken konnten. Mit dabei waren The Happy Club aus München, Complex Pleasures aus Nürnberg, Lars Kampf, Studierende der TH Nürnberg (PrintLAB), Marius Deichmann, Alexander Branchyk von drucken3000 aus Berlin, Zinezitta aus Nürnberg sowie das Kollektiv SCHLOSS aus Nürnberg. Sie alle eröffneten vielfältige Zugänge zur Risografie und experimentellen Druckkultur und machten das gemeinsame Gestalten, Ausprobieren und Drucken zum Herzstück des Festivals.
Um 14 Uhr gab Sascha Wellm vom Münchner Risografie-Studio Herr und Frau Rio in seinem Vortrag Einblicke in die Arbeit des Studios und die Möglichkeiten des Risodrucks. Ein spannender Blick auf die Verbindung von technischer Präzision, gestalterischem Anspruch und unternehmerischer Praxis. Nach einer Stärkung durch das leckere Catering von AS Catering, einem Getränk bei Ort für Wort und einem Besuch des Designmarkts ging es mit dem nächsten Workshop-Slot weiter. Auch die Papiermuster von Metapaper luden dazu ein, Materialien zu entdecken und neue Ideen für eigene Druckprojekte zu entwickeln. Überall entstanden tolle Ergebnisse, intensive Gespräche und neue Verbindungen. Was den Tag besonders machte, war neben der Begeisterung für die Technik vor allem der offene, gemeinschaftliche Spirit.
Um 17 Uhr folgte die vom DESIGNVEREIN präsentierte PANEL DISCUSSION. Alexander Branchyk von drucken3000 aus Berlin, Lars Kampf aus Nürnberg, Philipp Dittmar von Complex Pleasures aus Nürnberg und Michi Huml von The Happy Club aus München teilten ihre Erfahrungen, Haltungen und Perspektiven auf zeitgenössische Druckkultur. Im Mittelpunkt standen Fragen, die weit über die Technik hinausreichen: Wie wird der Risograf zum Möglichmacher? Wie wird aus dem Experiment ein Ergebnis? Wem gehört die Druckkultur? Wie entsteht aus individuellen Projekten eine Community? Und was bedeutet Drucken als Haltung? Die unterschiedlichen Einblicke machten deutlich, dass Printkultur nicht allein durch Maschinen, Farben und Papier entsteht. Sie lebt von Menschen, die Wissen teilen, sich gegenseitig inspirieren und gemeinsam neue Wege erproben.
Den Abschluss bildeten weitere Gespräche und Begegnungen bei der Aftershow in der Blok Bar, bei denen der Tag in entspannter Atmosphäre ausklang.
Was bleibt, sind zahlreiche Eindrücke, beeindruckende Druckergebnisse, inspirierende Workshops und viele neue Begegnungen. Vor allem aber bleibt das Gefühl, dass Risotopia mehr war als ein Festival für Risografie: Es war ein offener Ort für Austausch, Kreativität und Gemeinschaft. Ein Veranstaltungsformat, das Menschen zusammenbringt.
Ein großes Dankeschön an alle Workshopgeber:innen, Speaker:innen, Partner:innen,
Unterstützer:innen und Besucher:innen, die Risotopia mit ihrer Energie, ihren Ideen und
ihrer Begeisterung möglich gemacht haben.
Organisiert wurde das erste Risotopia Festival von Studierenden der TH Nürnberg, Fakultät Design. Ein besonderer Dank gilt dem Neuen Museum Nürnberg als Gastgeber sowie dem DESIGNVEREIN, LEONARDO, Metapaper, Drucken3000, Riso Deutschland und der Sparkasse Mittelfranken-Süd für ihre Unterstützung.














