auch gut_ 08 Fremd

Fremd

auch gut_ Design und Denken
Ausgabe 08

Und schon wieder ein auch gut_, schon wieder eine Ausgabe des Magazins für Design und Denken, die achte diesmal. Ein neues auch gut_, ein neuer Weg in die Gedankenwelt von Designerïinnen und Medienschaffenden, ein neuer Blick auf den Berg der Themen.

Wo soll das hinführen? Diesmal in die Irre oder ab vom Weg, auf jeden Fall hin zum Fremden. Ob wir das nun eher gruselig finden oder faszinierend, macht da schon einen Unterschied. Denn diesmal geht es uns um etwas, das uns vielleicht fremd vorkommt, mit dem wir fremdeln oder das uns befremdet, das uns Bekanntes fremder macht oder Unbekanntes näher bringt.

Am Anfang steht das Kapitel „Was ist schon fremd?“

Hier stellt sich eine Autorin, eine Designerin und Künstlerin die Frage nach den Grenzen des Vertrauten und dem Einfluss des Seltsamen. Und zudem zeichnet sie verantwortlich für eine Bildstrecke namens „Alien Fashion“.

Ein Text über „Frebemdheibeit“ macht uns vertraut mit der Kommunikation mit Aliens. Aber auch mit einigen designrelevanten Begriffen, wie der Verfremdung und dem Spielen als einem Spiel mit Aufmerksamkeiten. Er erzählt von Entfremdung und der Geschichte der „Barbaren“ und von den Leichenkellern der Ethnologie, als einer der Wissenschaften vom Fremden.

Das nächste Kapitel handelt dann von der „Geschichte und Gegenwart des Fremden“.

In „Was ist das für ein Ding?“ stellt uns eine Reise durch die Geschichte Objekte und Produkte vor, die uns heute höchst befremdlich erscheinen. Weil uns der Sinn für ihren Kontext, ihre Funktion und ihren Wert abhanden gekommen ist. Andererseits ist das eine Schule der Wahrnehmung und vielleicht sogar eine Quelle für Neues.

Ein anderes Essay befasst sich mit postmigrantischem Design. Hier werden die blinden Flecken des eurozentristischen Blicks thematisiert, die Defizite in Ausbildung und Arbeit, aber auch die Wiederholung und Fortsetzung von Kolonialismus und Rassismus in Design und Medien.

Im letzten Kapitel, „Das Fremde in Liebe, Sex und Design“, erfahren wir schließlich mehr darüber, wie fremd uns selbst das Intimste ist.

Unter anderem lesen wir vom komplexen Zeichensystem der Queerness. Denn was bedeuten diese fremdartigen Symbole, wie changieren sie zwischen Geheimnis und Offenbarung, Zuweisung und Repräsentation und was haben sie mit Gestaltung zu tun?

Und schließlich geht es um Dating-Apps. Auf der Ebene ihres Designs und seiner Ziele. Aber auch recht grundsätzlich. Sollen diese Apps uns doch weniger einsam machen, in dem sie uns Fremde näher bringen und helfen, Fremdheit zu überwinden.

Und all das in einem einzigen Magazin? Klar, denn was ein„Magazin“ ist, ist uns ja selber fremd. Stammt das Wort doch aus dem Arabischen und meinte mal einen „Ort, wo etwas angehäuft, gespeichert, verwahrt wird“. Also, ein Lager vielleicht. Und von Anfang an stand es für das Sammeln von Vielfalt.

In der Frühen Neuzeit, im 16. Jahrhundert, wurde es ins Französische übernommen, und man verstand darunter einen Raum, in dem ausgerechnet Waffen und Munition gestapelt wurden. Rund zweihundert Jahre später, im 18. Jahrhundert jedoch, war das Waffenlager wieder zu einem Sammelplatz geworden. Diesmal auch für Schätze. Daraufhin kam noch eine metaphorische Übertragung hinzu. Denn von nun an war es eben auch ein Lager für Geschichten. Und zuletzt dann eine Publikation, die Bilder umfasste und nahezu alle Inhalte. Selbst die fremdesten …

Text: Max Ackermann
Fotos: Jonathan Scholz
Editorial-Design: Jonas Peer, Jonathan Scholz, Felix Weber – betreut von Philipp Dittmar

Literatur und Medien – Quellen

„XENOPHOBIE – PHILOXENIE“. Vom Umgang mit Fremden in der Antike“ lautet das Thema eines internationalen Symposions, das die Klassische Philologie der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der Vereinigung „Freunde der Antike im Saarland“ vom 23. bis 24. Mai 2002 in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums

APA: Autoren machen Radio: FM4 lud zum „Fremdgehen“ ein. Der Radiosender FM4 hat sieben Schriftstellerinnen und Schriftsteller zum „FM4 Fremdgehen“ eingeladen. Unter dem Motto „Autoren machen Radio“ haben sich die Autoren als Reporter auf Schauplätze begeben, „die ihnen auf eine gewisse Art und Weise fremd sind“. In: Der Standard v. 23. November 2007 – Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=3123797

Awerinzew, Sergei: Die fremde Sprache sei mir eine Hülle … Essays und Vorträge. Wien 2005.

Bach, Lida: Intruders. – Kinder des Schattens. „Dass du mir jetzt nicht von Monstern träumst!“ Träumt man nicht immer von Monstern, wenn die Eltern davor warnen? Als würden Worte wie die von Juans Mutter Luisa (Pilar López de Ayala) in der Anfangsszene die nächtlichen Besucher erst beschwören, die sie vertreiben sollen. Als wollten die Eltern, dass man sich fürchtet und Schutz bei ihnen sucht, weil sie selbst Angst allein im Dunkeln haben. Im Schattenreich von Intruders heißt dieses Dunkel nur in der Kindheit Nacht, später Verlassensein und Einsamkeit. Sie vereinen sich zu der dämonischen Präsenz, die zum Bindeglied der einander spiegelnden Handlungsebenen von Juan Carlos Fresnadillos psychologischem Gruselmärchen wird. Die Titelcharaktere sind jedoch andere Eindringlinge in die kindliche Fantasiewelt, nicht unheimlich fremd, sondern erschreckend vertraut. Mit ihrer Mahnung öffnet Luisa die Tür für das Monster aus dessen Einschlafgeschichte. Ein symbolischer Akt, den sie später mit dem Auflassen von Juans Zimmerfenster praktisch wiederholt. Statt der Hauskatze klettert von draußen das Grauen herein, als käme es direkt aus der Einschlafgeschichte, die der kleine Junge (Izan Corchero) seiner Mutter erzählt. Unbeendete Geschichten sind gefährlich in dem mit einer Vielzahl allegorischer Motive gespickten Horrorfilm. Dass Fresnadillos Werk selbst eine dieser unbeendeten Geschichten ist, macht es auf der einen Seite dramaturgisch unbefriedigend, verleiht ihm jedoch auf der anderen Seite den mysteriösen Reiz, den die Klassenlehrerin der jungen Mia (Ella Purnell) lobt: „Du hast uns alle gefesselt und das Ende unserer Fantasie überlassen.“ In: Kino Zeit v. 19. Januar 2012 – Quelle: http://www.kino-zeit.de/filme/intruders

Badstübner-Kizik, Camilla: „Fremde und eigene Kultur(en) hören“. Methodische Anregungen für ein (inter)kulturelles Hörtraining im DaF-/DaZ- und DaM-Unterricht. In: ide. Informationen zur Deutschdidaktik. Zeitschrift.für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule [Themenheft: Kultur des Hörens]. 1 (2008), S. 103 – 105. – Quelle: http://www.uni-klu.ac.at/ide/html/1-08.html

Bareither, Isabelle: Völkerpsychologie. Das Eigene und das Fremde erkennen. Die Erforschung der kulturellen Psyche galt lange Jahre als erledigt. Doch mit der Globalisierung der Wirtschaft kommt wieder die Frage auf, warum die „anderen“ sich nicht so benehmen, wie „wir“ es tun – und die Völkerpsychologie kehrt zurück. In: Handelsblatt v. 20.  August 2008 – Quelle: http://www.handelsblatt.com/technologie/geisteswissenschaften/das-eigene-und-das-fremde-erkennen;2025053

Barth, Volker/ Frank Halbach/ Bernd Hirsch (Hrsg.): Xenotopien. Verortungen des Fremden im 19. Jahrhundert. Berlin; Münster; London 2010 (= Kulturgeschichtliche Perspektiven; Bd. 9).

Bayer, Julia/  Andrea Engl/ Melanie Liebheit (Hrsg.): Strategien der Annäherung. Darstellungen des Fremden im deutschen Fernsehen. Tagungsband Goethe Institut. Bad Honnef 2004.

Bayerdörfer, Hans-Peter/ Bettina Dietz/ Frank Heidemann/ Paul Hempel (Hrsg.): Bilder des Fremden. Mediale Inszenierung von Alterität im 19. Jahrhundert. Münster; Hamburg 2007 (= Kulturgeschichtliche Perspektiven; Bd. 5).

Bayerdörfer, Hans-Peter/ Eckhart Hellmuth (Hrsg.): Exotica. Konsum und Inszenierung des Fremden im 19. Jahrhundert. Münster; Hamburg; Berlin; Wien; London 2003 (= Kulturgeschichtliche Perspektiven; Bd. 1).

Becker, Markus: 50 Jahre Alien-Suche. Allein im All. Jubiläum für Alien-Fahnder: Vor einem halben Jahrhundert haben Wissenschaftler die Suche nach außerirdischen Zivilisationen gestartet. Doch trotz rasanter technischer Fortschritte gibt es bisher keinen Hinweis auf Intelligenzlinge im All. Sind wir am Ende doch allein? In: SPIEGEL ONLINE v. 22. Februar 2010 — Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,679363,00.html

Biernat, Ulla: „Ich bin nicht der erste Fremde hier“. Zur deutschsprachigen Reiseliteratur nach 1945. Würzburg 2004.

Bioy Casares, Adolfo: Die fremde Dienerin (Historias fantásticas, dt.). Phantastische Erzählungen. Aus dem Spanischen von Joachim A. Frank. Frankfurt a.M. 1983 (= suhrkamp taschenbuch; Bd. 962) (Zuerst: 1972).

Boog, Julia: Innenblicke. Phantasmagorien in Yōko Tawadas „Das nackte Auge“. In: Lars Schmeink/ Hans-Harald Müller (Hrsg.): Fremde Welten. Wege und Räume der Fantastik im 21. Jahrhundert. Berlin und Boston 2012, S. 339 – 354.

Bourn, Chris: Why Talking to Strangers Is the Best Thing You Can Do for Your Mental Health. – If we can only break through the awkwardness barrier, striking up conversations at random is the cheapest form of therapy there is. In: Pocket worthy v. 9. Juni 2022 – Quelle: https://getpocket.com/explore/item/why-talking-to-strangers-is-the-best-thing-you-can-do-for-your-mental-health

Boyle, Alan: Space. 10 Strange Historical Ideas About Aliens. — Right now, the best candidates we have for finding alien life are some sort of fossilized bacteria on Mars. If we’re lucky, there might be microbes on Europa, though it won’t be easy to get to them. In centuries past, people knew a lot less about space, so they came up with significantly more elaborate possibilities about the aliens we might find there. In: Listverse v. 17. Mai 2014 — Quelle: http://listverse.com/2014/05/17/10-strange-historical-ideas-about-aliens/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+TheListUniverse+%28Listverse%29

Bremshey, Christian/ Hilde Hoffmann/ Yomb May/ Marco Ortu (Hrsg.) Den Fremden gibt es nicht. Xenologie und Erkenntnis. Münster; Hamburg; Berlin; Wien; London 2004 (= Kulturwissenschaft; Bd. 2).

Brendenal, Silvia (Hrsg.): Animation Fremder Körper. Über das Puppen-, Figuren- und Objekttheater [… Aufsatzsammlung – Kunst und Ritual: Gebrauchsformen des Puppenspiels in Geschichte und Gegenwart – Das Theater der Dinge: Puppen und Objekte in der zeitgenössischen Bühnenkunst – Spielräume : das Puppentheater im Diskurs mit der bildenden Kunst, dem Tanztheater, den neuen Medien und dem Schauspiel – Aus-Bildung: Berichte aus Stuttgart, Berlin und Charleville-Mézières …]. Berlin 2000

Brook, Pete: In Billions of Years, Aliens Will Find These Photos in a Dead Satellite. Of all the images that have ever been made, would you be able to select just 100 to represent our species and human achievement? Trevor Paglen’s Last Pictures is a project to do not only that, but also launch those images into geosynchronous orbit around Earth – all so that long after humans are gone, any space-wanderer will be able to fathom what humanity was all about. The project is based on the idea that after billions of years, all signs of human civilization will have eroded away on Earth, but its satellites will still spin around the planet, making them the best bet for an indefinite time capsule. In: Wired Magazine v. 30. Oktober 2012 — Quelle: http://www.wired.com/rawfile/2012/10/the-last-pictures/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+wired%2Findex+%28Wired%3A+Top+Stories%29&pid=3437&viewall=true

Camilla Badstübner-Kizik: Eigene und fremde Kultur(en) hören lernen? Zu einem vernachlässigten Aspekt der Ausbildung von DaF-/DaZ-Lehrenden. In: ide. Informationen zur Deutschdidaktik. Zeitschrift.für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule [Themenheft: Kultur des Hörens]. 1 (2008), S. 66 – 74. – Quelle: http://www.uni-klu.ac.at/ide/html/1-08.html

Costa, Marcella/ Bernd Müller-Jacquier (Hrsg.): Deutschland als fremde Kultur – Vermittlungsverfahren in Touristenführungen. München 2010 (= Reihe interkulturelle Kommunikation; Bd. 9).

Därmann, Iris: Fremde Monde der Vernunft. Die ethnologische Provokation der Philosophie. München 2005.

Delaney, Samuel R.: Babel-17 [… „During an interstellar war one side develops a language, Babel-17, that can be used as a weapon. Learning it turns one into an unwilling traitor as it alters perception and thought. The change is made more dangerous by the language’s seductive enhancement of other abilities. This is discovered by the beautiful star-ship captain, linguist, poet, and telepath Rydra Wong. She is recruited by her government to discover how the enemy are infiltrating and sabotaging strategic sites. Initially Babel-17 is thought to be a code used by enemy agents. Rydra realizes it is a language in and of itself, and furthermore that she has a traitor on the ship. Rydra later finds that she herself is becoming the traitor as she learns more about Babel-17. She is rescued, however, by her dedicated crew, who figure out the danger and neutralizes its effects.“ …]. Science Fiction-Roman. Aus dem Amerikanischen von von Barbara Heidkamp. Bergisch Gladbach 1982 (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch — Science Fiction Special; Bd. 24035). — Quelle: https://www.wikiwand.com/en/Babel-17

Dill, Alexander: 360.000 Erden in der Milchstraße unterwegs. Wie chinesische Astronomen die Anthropologie aufmischen. Die Suche nach extraterristischem und zugleich erdähnlichem Leben erschien bisher als eine Frage der Entschlüsselung von Codes: Könnten ferne Fremdlinge unsere Zeichen deuten? Wir jedenfalls, das steht fest, können die von ihnen möglicherweise aus der Ferne des Weltalls gesendeten Informationen garantiert nicht lesen. Sie verglühen sozusagen ungelesen in der Erdatmosphäre. Die SETI und SETA Projekte bewegten auch Telepolis-Autoren und Leser. Seitdem ist es ruhiger geworden in den beliebten Disziplinen Raumfahrt, Zeitschleusenjogging und dem Suchen nach einem regelmäßigen Signal von Andromeda & Co. In: Telepolis v. 27. April 2012 – Quelle:  http://www.heise.de/tp/artikel/36/36832/1.html

dpa/rus: Komponist Mauricio Kagel gestorben. Nichts Akustisches fremd. Der deutsch-argentinische Komponist Mauricio Kagel ist tot. Er galt als einer der wichtigsten Komponisten der Gegenwart. Das Komponieren hatte er sich selbst beigebracht. In:SZ. Süddeutsche Zeitung v. 18. September 2008 – Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/812/310740/text/

Duala-M’bedy, Munasu: Xenologie. Die Wissenschaft vom Fremden und die Verdrängung der Humanität in der Anthropologie. Freiburg i..Br.;  München 1977

Ebermann, Erwin (Hrsg.): Afrikaner in Wien. Zwischen Mystifizierung und Verteufelung. Erfahrungen und Analysen. 3. Aufl. Münster 2007 (= Afrika und ihre Diaspora; Bd. 3).

Einzmann, Simone: Gerüchteküche manipuliert Sehsystem. Klatsch verändert, wie man jemanden wahrnimmt. Wir fühlen uns von Klatsch und Tratsch magisch angezogen und spitzen unauffällig unsere Ohren, wenn in der Kaffeepause wieder die neusten Gerüchte die Runde machen. Wie der Sozialpsychologe Eric Anderson von der Northeastern University in Boston nun in einem raffinierten Experiment zeigen konnte, fesselt Klatsch aber nicht nur unsere Ohren: Auch unser Sehsystem lässt sich von der Gerüchteküche beeinflussen. Demnach schenken wir den Gesichtern von fremden Personen sehr viel mehr Aufmerksamkeit, wenn wir zuvor etwas Negatives über sie gehört haben. „Gerüchte beeinflussen nicht nur, was wir bezüglich einer Person denken oder fühlen, sondern auch, inwieweit wir sie überhaupt erst wahrnehmen“, fasst Anderson seine Ergebnisse zusammen. In: bild der wissenschaft online v. 19. Mai 2011 – Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313550.html

Eisenberg, Peter: Das Fremdwort im Deutschen. Berlin 2011.

Ellrich, Lutz: Verschriebene Fremdheit. Die Ethnographie kultureller Brüche bei Clifford Geertz und Stephen Greenblatt [… „Gesellschaften entwerfen kollektive Selbstbilder, in denen sie sich gleichzeitig offenbaren und verbergen. Sie können deshalb das, was sie dem eigenen Verständnis nach charakterisiert, nur gebrochen zum Ausdruck bringen. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Ansätze zweier berühmter Autoren: Clifford Geertz und Stephen Greenblatt. Beide legen den paradoxen Charakter weltbildender Sinnsysteme frei und erlauben es, die Ambivalenz kollektiver Identitätsmuster nicht nur im Blick auf die fremde, sondern auch auf die eigene Kultur zu erkennen. Die Leistungsfähigkeit des Konzepts wird in einem Vergleich mit der Systemtheorie von Niklas Luhmann, der Dekonstruktion von Jacques Derrida und der Diskursanalyse von Michel Foucault demonstriert.“ …]. Frankfurt a.M.; New York 1999 (= Campus Forschung; Bd. 784) (Vorher: Habil, Univ. Frankfurt, Oder 1998).

Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Design/ Irmgard Sonnen (Hrsg.): Dieter Fuder – Der Funke der Semantik. Designtheorie als Erkenntnismethodik [… Ein „Mann ohne Eigenschaften“ war er gewiss nicht. Auch wenn er Robert Musils Roman zum Thema seiner Dissertation gemacht hatte. Doch wer war Dieter Fuder? Gleich nach seinem Tod im Jahre 2011 fasste seine Kollegin, die Kommunikationsdesignerin und Professorin Irmgard Sonnen, den Plan, all das zu versammeln, was von ihm zu finden war und was von ihm inspiriert wurde. Neben etlichen Texten aus seiner eigenen Hand gehören dazu vor allem Arbeiten seiner Studenten sowie Beiträge von Freunden. – … Dieter Fuder (Was sichtbar ist, kann auch gedacht werden. Gilles Deleuze) Dies ist ein Diskurs – Dieter Fuder – Wer hat Angst vor Designtheorie? – Dieter Fuder – Gedankenstreuner. Aphorismen – Maja Hoffmann – Ordnung ist das halbe Leben, Sprache das ganze – Dieter Fuder – Twenty Years ago. Medientheorie im Kontext der „Nächsten Gesellschaft“ – Stefan Asmus – Medienästhetik, Medienmythologie, Kommunikation im Wandel – Dieter Fuder – Neurose, Psychose, Derealisierung. Zur historischen Psychopathologie neuer Medien – Jochen Hörisch – Überfrachten – Dieter Fuder – Brechung – Dieter Fuder – Fuder, Deleuze und das Zeitbild – Seine Filmseminare – Marcel Kolvenbach – Ästhetik der Atmosphäre. Atmosphäre im Film – Heide Sousa – Fast – Natascha Tümpel – Ereignisse der Linie – Ludmila Rusch- Dialog Loci – Justyna Krzyznaowska – Der innere Gast – Xymena Weiß-Gendera – Persona – Ruth Kutschheit – Zeitfindling – Maja Hoffmann – Ästhetik aus dem Geist der Geometrie – Stefan Kalscheid – in Bewegung. Tanz als Erfahrung – Zerrin Aydin-Herwegh – Die Krankheit Tod – Colette Georgi – Spuren – Ailke Schnabel – Unterbrechung – Marcel Kolvenbach – Der Streik der Ereignisse – Nicole Demes/Claudia Thomas – Tausche Sinn – Konstantin Sieveneck – Money makes the World go round – Gudrun Wichelhaus – Passagen – Pamela Fröhlich – Trichophilie – Carolin Barisch – Fe/tissue – Stephanie Passul – Letzte Dinge – Carolin Tegeler – Punctum. Dies da. zum Plakat von Uwe Loesch – Dieter Fuder – Es gibt. Hier. Dort. Plakate von Heribert Birnbach – Dieter Fuder – Denkbilder, Plakate von Fons Hickmann – Dieter Fuder – KunstPlakatKunst oder die Kunst und ihr Double – Dieter Fuder – Michael Engelmann. Signalwirkungen – Dieter Fuder – Hans-Georg Lenzen – Ein Bild vom Ganzen der Erfahrbarkeit – Dieter Fuder – Ich. Ein Nachwort in Helmut Schmidt-Rhen: die Ich-Zettel – Dieter Fuder – Bilder des Gesichts, Ansichten über das Ungleiche aus ästhetischer Sicht – Dieter Fuder – Mondgeschehen – Eine Rückseitenentfaltung – Dieter Fuder – Die Lust am Buch. Kleine Anschnitte und Verbindungen – Dieter Fuder – Die Kunst der Linie, Zum Werk vom Leo Erb – Dieter Fuder – Orte des geborgenen Abenteuers – Dieter Fuder – Fremdes – Zur Utopie abdukter Gesinnung – Dieter Fuder – Die Angst vor dem Allerneuesten oder für eine Architektur des Ereignisses – Dieter Fuder – Zur Dialektik von ästhetischer und technologischer Rationalität – Dieter Fuder – Am Maßstab der Sprache – Dieter Fuder – Vita und Bibliographie – Semesterapparate: Zeitzeichen – In einem Bild, Bildtheorie – Fotodiskurse, Cezanne, Margritte – Fudradek – Wilfried Korfmacher – Blinder Seher – Kathrin Tillmanns – Jeder Satz braucht seine Zeit – Konstantin Sieveneck – Unterbrechung – Marcel Kolvenbach – Die Idee einer Theorie ebenbürtigen Realität – Heribert Birnbach – Frei flottierendes, semantisches Fragezeichen – Niels Schräder – Zwei Bilder für Dieter. Widmung – Gerhard Vormwald – Allusionen zum Tod von Dieter Fuder – Matthias A. Poos – Freiheit ist – Reiner Nachtwey – Feinschmecker der Gestaltung nisten sich überall ein – Irmgard Sonnen – 17.30 Uhr auf der Rheinterrasse eines Cafes in Düsseldorf – Thomas Goldstrasz – Die Verknüpfung der Dinge – Maja Hoffmann – Im Fuder Raum – Gunnar Friel – Rqm, Rqr: a.a.O. – Brigitte Aust – Von Dingen und Worten und nebenbei Büchern – Lorenz Löbermann – Meine erste Begegnung mit Dieter Fuder – Wolfgang Meisenheimer – Dr. Dieter Fuder, der Kollege – Dieter, der Freund – Helfried Hagenberg – Gedenken an Dieter Fuder – Jochen Hörisch – Doppelleben im Kopf. Lesen – Irmgard Sonnen]. Aufsatzsammlung. Bramsche 2013.

Felixberger, Peter/ Michael Gleich: Culture Counts. Jeder ist ein anderer. Vom Umgang mit dem Fremden. Interviews mit dem Journalisten Gerd Ruge, dem Schriftsteller Ilja Trojanow, dem Autor Reinhard Sprenger, dem Philosophen Julian Nida-Rümelin, der Rechtsanwältin Seyran Ates und dem Zirkus-Manager André Sarrasan [Die Gespräche fanden am 11. Mai 2007 im Rahmen eines 24-stündigen „Culture Counts-Interviewmarathons“ in Berlin statt.]. Bayerischer Rundfunk 2007 (= Transkript einer Sendung v. 23. Oktober 2007, Bayern2Radio (= Nachtstudio; o.Nr.)).

Fischer, Matthias/ Hans-Dieter Gondek/ Burkhard Liebsch (Hrsg.): Vernunft im Zeichen des Fremden. Zur Philosophie von Bernhard Waldenfels. Frankfurt a.M. 2001.

Fischer, Sabine: Kulturelle Fremdheit und sexuelle Differenz in Prosatexten von Yoko Tawada. Tübingen 2004 (Vorher: Univ. Diss. Sheffield 2001).

George, Ryan: The First Guy To Ever Play Tag. Tag is weird. It’s a weird game [Comedy Sketch … Wenn man die Regeln einfachster Spiele erklärt, kann das sehr fremdartig wirken … etwa „Fangenspielen“ oder „Verstecken“ … „love this „first guy“ series. And I agree: those children‘s games do sound creepy when presented that way….“]. Video. In: YouTube v. 7. Juli 2020 – Quelle:  https://www.youtube.com/watch?v=_vaf-VhhT4k

Gess, Nicola (Hrsg.): Staunen als Grenzphänomen [… Der Auftaktband der neuen Reihe „Poetik und Ästhetik“ des Staunens beschäftigt sich mit dem Staunen als einem Moment der Grenzerfahrung und Grenzziehung, der Neugier und Überwältigung, der Erkenntnis und Blindheit, aber auch als Anfang von Denken, Erkennen, Sehen und Dichten. Staunen indiziert eine (noch) nicht kategorisierbare Fremdheit und konstituiert damit eine Grenze des Verstehens und Wissens. Damit wird es zum Ausdruck einer semantischen Leere vor dem Fremden. Als Moment der verunsichernden Reflexion kann es so zum Stimulus eines Begehrens nach Grenzüberschreitung werden. Andererseits kann es Ausdruck eines Zustands sein, in dem sich ein radikal anderes, nicht mehr an Körper und Verstand gebundenes Wissen ereignet. In den interdisziplinären Beiträgen des Bandes wird Staunen, historisch und diskursiv je unterschiedlich akzentuiert, als Phänomen der Grenze reflektiert, das dann im Kunstdiskurs, von der Antike bis heute, zu einem Moment des lustvollen Verharrens auf den Grenzen der Wahrnehmung, des Wissens und der Erfahrung werden kann. – Mit Beiträgen von Udo Friedrich, Jan Niklas Howe, Reinhard Möller, Anna Laura Puliafito, Stefan Matuschek, u.a. …]. Paderborn 2017 (= Poetik und Ästhetik des Staunens; Bd. 1).

Gestrich, Andreas/ Lutz Raphael (Hrsg.): Inklusion/Exklusion. Studien zu Fremdheit und Armut von der Antike bis zur Gegenwart. Bern; Berlin; Brüssel; Frankfurt a.M.; New York; Oxford; Wien 2004.

Gladwell, Malcolm: Die Kunst, nicht aneinander vorbeizureden (Talking to strangers, dt.) [… Malcolm Gladwell beschreibt in seinem neuen Buch dramatische Fälle des Aneinandervorbeiredens und erklärt, warum unsere Zusammentreffen mit Fremden so oft scheitern. Für Gladwell ist klar: Erst Vertrauen schafft gelungene Kommunikation. – Neville Chamberlain redet mit Adolf Hitler – und versteht doch nicht, was der vorhat. Amanda Knox beteuert ihre Unschuld, von den italienischen Richtern wird sie dennoch wegen Mordes verurteilt. Und die Verständigung über Sex klappt, nicht nur unter Alkoholeinfluss, schon gleich gar nicht mehr. Unsere Instrumente und Strategien, mit denen wir andere Menschen verstehen wollen, funktionieren nicht, schreibt Bestseller-Autor Malcolm Gladwell. Und weil wir nicht wissen, wie wir mit Fremden reden sollen, kommt es immer wieder zu Missverständnissen, zu Krisen und Konflikten. Anleger fallen auf Betrüger wie Bernie Maddox rein und die CIA lässt sich von Castros Spionen täuschen, und immer wieder deuten wir die Worte der anderen einfach falsch. Gladwell beschreibt diese dramatischen Fälle des Aneinandervorbeiredens und zeigt, warum unsere Zusammentreffen mit denen, die wir nicht kennen und die uns fremd sind, so oft scheitern. Wir reden an dem anderen vorbei, weil wir mit seinen Erwartungen und Empfindungen nicht vertraut sind. Gladwell gibt unserer Kommunikation einen Rahmen: Sein Buch ist eine kluge Analyse der psychologischen und kulturellen Faktoren, die unser Reden und Verhalten bestimmen. Und es ist ein Ratgeber in Zeiten, in denen überall Missverständnisse lauern, weil wir uns heute mehr denn je mit Menschen verständigen müssen, die uns nicht vertraut sind. … – Einleitung „Steigen Sie aus dem Wagen!“ – TEIL I: Spione und Diplomaten: zwei Rätsel – I Fidel Castros Rache – 2 Begegnungen mit dem Führer – TEIL 2: Im Wahrheitsmodus – 3 Die Königin von Kuba – 4 Der heilige Narr – 5 Fallstudie: Der Junge in der Dusche – TEIL 3: Durchschaubarkeit – 6 Die Friends-Falle 1- 7 Der Fall Amanda Knox – 8 Fallstudie: Die Verbindungsparty – TEIL 4: Lektionen  9 Wenn der Fremde ein Terrorist ist –  TEIL 5: Verknüpfung – 10 Sylvia Plath – 11 Fallstudie: Die Experimente von Kansas City – 12 Sandra Bland –]. Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Hamburg 2019. – …-  Rowohlt; 384 S., 22,– €

Gräbner, Matthias: Wer unsicher ist, fürchtet fremde Meinungen. Es gibt im Prinzip nur zwei Sorten von Fakten: die einen bestätigen die Meinung des Informations-Konsumenten, die anderen widersprechen ihr. Welche sind uns lieber? Selektive Wahrnehmung ist ein bekanntes Phänomen. Wer sich einmal eine Meinung gebildet hat, lässt sich – abhängig von seiner Persönlichkeitsstruktur – oft nur schwer vom Gegenteil überzeugen. Immerhin hat man in der Regel einen gewissen Aufwand in die Meinungsbildung gesteckt, der vom Anschauen bunter BILDer bis zum Lesen ganzer Absätze, ja ganzer Artikel reichen kann. In: Telepolis v. 1. Juli 2009 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30638/1.html

Greenblatt, Stephen: Wunderbare Besitztümer (Marvelous Possessions, dt.). Die Erfindung des Fremden: Reisende und Entdecker. Aus dem Englischen von Robin Cackett. Berlin 1998 (Zuerst: 1991).

Grewe, Cordula (Hrsg.): Die Schau des Fremden. Ausstellungskonzepte zwischen Kunst, Kommerz und Wissenschaft. Stuttgart 2006 (= Transatlantische historische Studien; Bd. 26).

Hamann, Christof/ Alexander Honold (Hrsg.): Ins Fremde schreiben. Gegenwartsliteratur auf den Spuren historischer und fantastischer Entdeckungsreisen. Göttingen 2009.

Han, Byung-Chul: Hyperkulturalität. Kultur und Globalisierung [Die Veränderungen, die der kulturelle Globalisierungsprozess bewirkt, erfordern einen neuen Kulturbegriff. Zunehmend lösen sich die kulturellen Ausdrucksformen von ihrem ursprünglichen Ort und zirkulieren in einem globalen Hyperraum der Kultur. Die Kultur wird zu einer Hyperkultur ent-ortet und entgrenzt. Hyperkulturalität reflektiert die Verfassung des heutigen In-der-Weltseins. Anhand einer Analyse von Phänomenen wie Ort, Weg, Schwelle, Fremdheit, Vernetzung, Aneignung und Identität wird gezeigt, inwiefern ein ganz anderes Sich-Orientieren in der Welt notwendig und möglich ist. – Themen:Tourist im Hawaiihemd – Kultur als Heimat Hypertext und Hyperkultur – Eros der Vernetzung – Fusion Food – Hybridkultur – Hyphenisierung der Kultur – Zeitalter der Vergleichung – Entauratisierung der Kultur – Pilger und Tourist – Windows und Monaden – Odradek – Hyperkulturelle Identität – Inter-, Multi- und Transkulturalität – Aneignung – Zum langen Frieden – Kultur der Freundlichkeit – Hyperlog – Wanderer – Schwelle]. Berlin 2005 (= Internationaler Merve-Diskurs; Bd. 278).

Harms, Wolfgang (Hrsg.): Fremdes wahrnehmen – fremdes Wahrnehmen. Studien zur Geschichte der Wahrnehmung und zur Begegnung von Kulturen in Mittelalter und früher Neuzeit. Stuttgart u.a. 1997.

Heinlein, Robert A.: Fremder in einer fremden Welt (Stranger in a strange land, dt.). Roman. Mit einem Vorwort von John Scalzi. Aus dem Englischen von Rosemarie Hundertmarck. Überarb. und ergänzt von Rainer Schumacher. E-Book. Kindle Edition. München 2009 (= Meisterwerke der Science-Fiction; o.Bd.).

Henze, Gunnar: Vorurteile besiegen den Instinkt. Rassisten zeigen nur begrenzt menschliche Anteilnahme. Vorurteile siegen selbst über tief verwurzelte, instinktive Verhaltensmuster. Das haben Forscher aus Italien nun erstmals bewiesen. In einer Studie mit hellhäutigen italienischen Landsleuten und afrikanischen Immigranten dunkler Hautfarbe untersuchten sie, wie Personen mit fremdenfeindlicher Gesinnung reagieren, wenn sie fremde Menschen leiden sehen. Das Ergebnis: Die Intensität des Mitgefühls war bei gleicher Hautfarbe sehr viel intensiver als bei andersfarbigem Teint. Bei nicht eindeutig erkennbarer Hautfarbe, etwa durch eine violette Tönung, obsiegte allerdings die instinktive Anteilnahme am Leid Unbekannter, berichten Alessio Avenanti von der Università di Bologna und seine Kollegen. In: bild der wissenschaft v. 28. Mai 2010 – Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311193

Höltgen, Stefan: Verfügen Aliens über gesunden Menschenverstand? Eine Astronomen-Familie schlägt Veränderungen für die Suche des SETI-Projektes vor. Seit 50 Jahren suchen Menschen mit Radioteleskopen den Himmel nach Signalen ab, die ein Zeichen für die Existenz außerirdischen Lebens sein könnten. Die Suche – koordiniert im SETI-Projekt (1) in Mountain View (Kalifornien) – hat unsere Vorstellung davon, dass wir im Universum nicht allein sind, beflügelt. In: Telepolis v. 31. Juli 2010 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33028/1.html

Honold, Alexander/ Klaus R. Scherpe (Hrsg.): Mit Deutschland um die Welt. Eine Kulturgeschichte des Fremden in der Kolonialzeit. Stuttgart; Weimar 2004.

Hoock, Maja: Cool wie Heino. Für Japaner ist Heino exotisch, obskur und wahnsinnig cool – wie fast alles, was aus Deutschland kommt. Deutschland gilt in Japan als angesagt– Bloß ist damit nicht Deutschland gemeint. Der Begriff „German Angst“ begegnet einem im Ausland besonders, wenn Deutsche sich vom Landsmann zu Hause abgrenzen wollen: „Dass die so überängstlich sind sieht man schon daran, dass es in der ganzen Welt einen Begriff dafür gibt“, heißt es da und meint: „Seht her, ich bin Kosmopolit und kein zaudernder Panikmacher.“ Heimische Wörter in fremden Sprachkulturen verraten viel über unsere Außenwirkung. (Jemand „is fressinglike a swine“, wenn er keine Tischmanieren kennt.) Im „kulturkampf“ konkurrieren mehrere Kultur-Muster, etwa das Bild des langweiligen, depressiven „weltschmerz“- Deutschen mit dem des interessanten, rätselhaften Denkers, das in Japan gar einen neuen Modetrend inspiriert hat. In: Kulturen. Das Online-Magazin der KulturjournalistInnen an der UdK Berlin v. 28. August 2012 – Quelle:  http://194.95.94.164/wordpress/2012/08/cool-wie-heino/

Janich, Nina/ Albrecht Greule: … da weiß man, was man hat? Verfremdung zum Neuen im Wortschatz der Werbung. In einer thematischen Einführung wird knapp die Ausgangsthese skizziert, nämlich dass Sprachwandel, insbesondere lexikalischer Wandel, der Intention von Werbetextern und -gestaltern zuwiderläuft, mit Hilfe möglichst origineller und auffälliger (hier: sprachlicher) Gestaltung eine Werbung zu kreieren, die in der Masse trotzdem noch Aufmerksamkeit erregt. Was Werbetexter an Sprachmaterial nutzen, ist also im Prinzip nicht für den alltagssprachlichen Gebrauch gedacht, weil sich dann kein Neuheits- und damit Überraschungseffekt mehr einstellen kann. Ziel von Werbern muss es also sein, entweder Neues zu kreieren oder Altes und Bekanntes so zu verfremden, dass es neu wirkt. Um dies zu belegen, wird im Vortrag in zweifacher Weise vorgegangen: Zuerst wird aus der Perspektive funktionaler Werbebausteine am Beispiel des Markennamens aufgezeigt, welche Möglichkeiten der Namenbildung existieren und in welcher Weise beim Markennamen die Tendenz zur Verfremdung zum Neuen sichtbar wird. Dann wechselt die Perspektive von einer primär kommunikativ-funktionalen zu einer primär sprachsystematischen: In einem zweiten Teil werden die Ausgangsthesen ausgehend von sprachlichen Mitteln und ihrem Niederschlag in Elementen von Anzeigen und Werbetexten überprüft. Fokussiert wird dabei exemplarisch auf fremdsprachiges sowie fach- und jugendsprachliches Wortmaterial. In: „Neues und Fremdes im deutschen Wortschatz – Aktueller lexikalischer Wandel“. 36. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache. 14. – 16. März 2000, Stadthaus N 1, Mannheim. In: Institut für Deutsche Sprache  – Stand: 9. Oktober 2011 – Quelle: http://www.ids-mannheim.de/org/tagungen/jt2000/greule.html

Kieserling, Andre: Selbstbeschreibung und Fremdbeschreibung. Beiträge zu einer Soziologie soziologischen Wissens. Frankfurt a.M. 2004.

Klatt, Thomas: Antisemitismus wird über muslimische Medien verbreitet, der Islam war aber dieser ursprünglich fremd und gelangte erst aus Europa in die arabischen Länder. In: Telepolis v. 24. Mai 2007 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25350/1.html

Kling, Bernd: Die Grammatik der Aliens. Die Sprache von Außerirdischen beschäftigt einen britischen Forscher. Er will sie per Software entziffern. John Elliott von der Leeds Metropolitan University hat im Rahmen der SETI-Forschung ein Programm entwickelt, um zumindest die Struktur der Sprache zu entziffern, mit der Außerirdische versuchen könnten, mit uns zu kommunizieren. Dieses Grammatik-Werkzeug soll der erste Schritt sein, um zu verstehen, was sie uns eigentlich sagen wollen, wenn ihre Signale auf der Erde eintreffen. In: Telepolis v. 21. Oktober 2008 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28964/1.html

Klingbacher, Barbara: Expedition ins Grossraumbüro. Ethnologen erforschen nicht nur fremde Kulturen, sondern zunehmend auch die ­seltsamen Sitten und Bräuche in Teppichetagen und Teamsitzungen. Wenn Susanne Spülbeck aufbricht, um fremde Völker zu erkunden, hat sie sich genau überlegt, was sie dabei anzieht. Nicht auffallen, nicht stören, lautet die Regel der ethnologischen Feldforschung, und so kann es sein, dass Spülbeck morgens in den Overall der Müllmänner steigt oder sich einen Spitalkittel überzieht. Meist aber wählt sie eines ihrer Businesskostüme und tarnt sich so für den Lebensraum Grossbank, Autokonzern oder Krankenkasse. In: NZZ Folio. 12 (2010) [Thema: Rituale] v. 6. Dezember 2010 – Quelle: http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/564c70b1-7f0a-4e62-8177-9d05a2df408b.aspx

Kohl, K.-H.: Ethnologie. Die Wissenschaft vom kulturell Fremden. München 1993.

Kristeva, Julia: Fremde sind wir uns selbst. Frankfurt a.M. 1988.

Lehnen-Beyel, Ilka: Warum für Europäer alle Asiaten so ähnlich aussehen. Der Mensch nimmt Gesichter von Mitgliedern fremder Gruppen ungenauer wahr. Amerikanische Wissenschaftler haben entdeckt, warum Menschen mit einer anderen Hautfarbe so schwer auseinanderzuhalten sind: Dahinter steckt eine grundsätzliche Neigung, die Mitmenschen unbewusst in zwei verschiedene Kategorien einzuteilen – „eigen“ und „fremd“. In: bild der wissenschaft online v. 16. August 2007 – Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/281703

Lem, Stanisław: Solaris [… Kommunikation mit einem ganzen Planeten? Und: Wieviel Projektion steckt in unseren Kommunikationsversuchen etc. etc. – Der Planet Solaris ist fast vollständig von einer Art Ozean bedeckt, der ständig bizarre und vielfarbige Ausformungen an seiner Oberfläche hervorbringt. Indizien deuten darauf hin, dass der Ozean ein intelligentes Wesen ist, doch auch nach rund hundert Jahren intensiver Forschung ist die Menschheit dessen Verständnis kaum nähergekommen. In dieser Situation trifft der Psychologe Kris Kelvin auf der Solaris-Forschungsstation ein und findet eine psychisch labile Mannschaft vor, zudem hat einer der drei Forscher vor kurzem Suizid begangen. Anscheinend sind zudem weitere, fremde Personen auf der Station anwesend. …]. Roman. Aus dem Polnischen von Irmtraud Zimmermann-Göllheim. 11. Aufl. Berlin 2020 (= List; Bd. 60611) (Zuerst: 1961).

Manz, Margit  (Hrsg.): Das Fremde im Auge des Fremden [Reise in Texten und Fotografien durch China]. Literaturhaus Basel. Parallelt. in chines. Sprache. – Teilw. in chines. Schr. Aus dem Chinesischen von  Raffael Keller u.a.  Basel 2003.

Mörth, Ingo: Fremdheit, wohldosiert. Tourismus als Kultur der kontrollierten Begegnung mit dem Fremden. In: Trans. Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften. April (2004) 15 – Quelle: http://www.inst.at/trans/15Nr/09_1/moerth15.htm

Müller-Lissner, Adelheid: Sprachentwicklung. Schon Säuglinge lernen Grammatik. Reife Leistung für unreife Hirne: Bereits mit vier Monaten entwickelt der Mensch ein Gespür für grammatische Zusammenhänge in der Sprache, selbst wenn sie ihm fremd ist. In: Die Zeit online v. 24. März 2011  – Quelle: http://www.zeit.de/wissen/2011-03/lernen-kleinkinder-grammatik

Müller, Burkhard: Das verlorene Drachenkind. – Die Gedichte und Essays der deutsch-japanischen Autorin Yoko Tawada bestechen durch Frische und federnde Leichtigkeit – Sprache nützt sich ab in ihrem alltäglichen Gebrauch und sollte darum von Zeit zu Zeit erfrischt werden. Zum Glück gibt es immer auch Menschen, für die sie nicht Mutter-, sondern Fremd- oder Zweitsprache ist. Ihnen fallen Dinge auf, an die ein Muttersprachler nie im Leben denken würde. Yoko Tawada lebt und schreibt seit mehr als dreißig Jahren in Deutschland, aber sie staunt immer noch über Sachen, die den Eingesessenen selbstverständlich vorkommen. Man nehme etwa das Wort „Seepferdchen“, das im Deutschen Assoziationen eines Huftiers hervorruft: Sieht der Kopf nicht wirklich aus wie bei einem Pferd? Auf Japanisch heißt es „tatsu-no-otoshigo“, „das verlorene Kind des Drachens“, lässt also mehr an ein legendäres Reptil als einen realen Großsäuger denken. Und nicht nur niedlich ist es, sondern weckt den Beschützerinstinkt: Man möchte es gleich in den Arm nehmen und seiner Mama zurückerstatten. In: SZ. Süddeutsche Zeitung v. 23. Juni 2017, S. 12.

Nassehi. Armin: Der Fremde als Vertrauter. Soziologische Beobachtungen zur Konstruktion von Identitäten und Differenzen. In: Andrea Wolf (Hrsg.): Neue Grenzen. Rassismus am Ende des 20. Jahrhunderts. Wien 1997.

Neiman, Susan: Fremde sehen anders. Zur Lage der Bundesrepublik. Ausländische Stimmen zur Wahl. Aus dem Amerikanischen von Christina Goldmann. Frankfurt a.M. 2005.

Neuenschwander, Thomas: Gendefekt unterdrückt rassistische Vorurteile. Kindern mit dem Williams-Syndrom fehlt nicht nur die Ängstlichkeit gegenüber Fremden – sie beurteilen auch Menschen anderer Hautfarbe unvoreingenommen. Erstmals ist bei einer speziellen Gruppe von Menschen die völlige Abwesenheit von rassistischen Vorurteilen festgestellt worden: Es sind Kinder, die an dem sogenannten Williams-Syndrom leiden. Ein Nebeneffekt dieser Erbkrankheit ist die Offenheit und Kontaktfreudigkeit der betroffenen Kinder, denen sogar gegenüber Fremden Misstrauen und Abneigung oft völlig fehlen. Die Experimente deutscher Forscher zeigen nun, dass sie auch gegenüber Menschen anderer Hautfarbe vollständig vorurteilslos sind, wohingegen normalerweise Kinder „fremdeln“. Die Ergebnisse sind in ihrer Deutlichkeit erstaunlich, zumal die Williams-Syndrom-Patienten andere klischeehafte Wertungen wie geschlechtsspezifische Rollenverteilungen durchaus nachvollzogen. In: bild der wissenschaft online v. 13. April 2010 – Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/310744

Ohnacker, Elke: Die spätantike und frühmittelalterliche Entwicklung des Begriffs barbarus. Ein interdisziplinärer Versuch der Beschreibung distinktiver und integrativer gesellschaftlicher Konzepte. Hamburg; Münster; London 2003 (= Soziologie; Bd. 41).

Pany, Thomas: Erdbewohner und Aliens. Sozialpsychologie: Nicht Konflikte mit anderen, sondern der Wunsch nach Vertrauen und Sicherheit schaffen Zusammengehörigkeitsgefühle. In: Telepolis v. 23. August 2007 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25986/1.html

Pany, Thomas: Lasst die Außerirdischen in Ruhe! Stephen Hawking hält die Versuche zur Kontaktaufnahme mit außerirdischen Lebensformen „a little too risky”. Der Physiker Stephen Hawking bleibt pessimistisch, was den Kontakt zu Außerirdischen angeht (vgl. dazu Es ist bereits zu spät!): Zwar rechnet Hawking vor, dass für seinen „mathematischen Kopf” angesichts 100 Milliarden Galaxien mit Hunderten Millionen Sternen das Nachdenken über Aliens vollkommen rational begründet sei, aber er befürchtet, dass der Versuch, mit Außerirdischen Kontakt aufzunehmen, „etwas zu riskant” sei. In: Telepolis. Weblog v. 26. April 2010 – Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/3/147510

Petsch, Barbara: Christoph Ransmayr: „Reisen kann höllisch schmerzhaft sein!“ Der Schriftsteller spricht über sein neues Stück „Odysseus – Verbrecher“, das 2010 uraufgeführt wird. Das Fremde sei nicht nur in der Ferne zu finden, sondern auch vor der eigenen Haustür. In: Die Presse v. 3. Mai 2009 – Quelle: http://diepresse.com/home/kultur/literatur/475805/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/literatur/index.do

Pröll, Stefan: Abstraktion der Ferne. Örtlicher, zeitlicher oder sozialer Abstand wirken im Gehirn gleich. Für das Gehirn sind räumliche und zeitliche Entfernungen das Gleiche: Je größer der Abstand zu einem Ort oder einem Ereignis ist, desto abstrakter ist das geistige Konzept, mit dem das Gehirn arbeitet. Das schließen Psychologen aus einer Auswertung verschiedener Studien zur Wahrnehmung von räumlichen Distanzen, Zeiträumen, Eigen- und Fremdempfindungen sowie wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen Ereignissen. Demnach hängen die Empfindungen für die Entfernung von Orten, Zeitpunkten und Ereignissen eindeutig zusammen, berichten Nira Liberman von der Universität in Tel Aviv und Yaacov Trope von der New York University. In: bild der wissenschaft online v. 21. November 2008 – Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/297600

Raphael, Lutz/ Herbert Uerlings (Hrsg.): Zwischen Ausschluss und Solidarität. Modi der Inklusion/Exklusion von Fremden und Armen in Europa seit der Spätantike, Frankfurt a.M. 2008 (= Inklusion/Exklusion. Studien zu Fremdheit und Armut von der Antike bis zur Gegenwart; Bd. 6).

Rhodes, Margaret: How Arrival’s Designers Crafted a Mesmerizing Alien Alphabet. — Arrival is, to be sure, an alien flick. But under that sci-fi veneer is a film about communication, and the effort required to understand someone (or, in this case, something) who looks and speaks differently than you do. — In the film, this patient work falls to linguist Louise Banks (Amy Adams), who is summoned to Montana, by the US Military, to communicate with an alien race known as the „heptapods.“ … The aliens write with „logograms,“ circular glyphs that resemble coffee stains. The symbols are simultaneously mesmerizing and utterly foreign. In: Wired v. 16. November 2016 — Quelle: https://www.wired.com/2016/11/arrivals-designers-crafted-mesmerizing-alien-alphabet/

Rosa, Hartmut: Unverfügbarkeit [… Ein Plädoyer für eine Gesellschaft, die der Verfügbarkeit der Welt Grenzen setzt. – Das zentrale Bestreben der Moderne gilt der Vergrößerung der eigenen Reichweite, des Zugriffs auf die Welt: Diese verfügbare Welt ist jedoch, so Hartmut Rosas brisante These, eine verstummte, mit ihr gibt es keinen Dialog mehr. Gegen diese fortschreitende Entfremdung zwischen Mensch und Welt setzt Rosa die „Resonanz“, als klingende, unberechenbare Beziehung mit einer nicht-verfügbaren Welt. Zur Resonanz kommt es, wenn wir uns auf Fremdes, Irritierendes einlassen, auf all das, was sich außerhalb unserer kontrollierenden Reichweite befindet. Das Ergebnis dieses Prozesses lässt sich nicht vorhersagen oder planen, daher eignet dem Ereignis der Resonanz immer auch ein Moment der Unverfügbarkeit. …]. 7. Aufl. Wien; Salzburg 2022 (= Unruhe bewahren; o.Bd.) (zuerst: 2018).

Rötzer, Florian: Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt zu. Mehr als ein Drittel der Deutschen meint, ein Deutschland ohne Islam wäre besser. Kein Wunder nach all der emotionalen Aufstachelung und Wiederholungen von Stereotypen, die nur einen kleineren Teil der Muslime charakterisieren, ist es, dass die Islamfeindlichkeit in Deutschland zunimmt. Man kann derzeit bei der Entstehung einer von Brandstiftern geschürten Meinung zusehen, die sich wie beim Faschismus ihre Sündenböcke in einer Zeit aussucht, die nach ganz anderen Problemlösungen verlangt als der Bildung einer homogenen Gesellschaft durch Fremdenfeindlichkeit oder der Ablehnung einer Minderheit. Die Erregungspolitik verweigert sich konkreten Verbesserungen und Veränderungen, sie denkt im Prinzip, dass das vermeintliche Problem, der beschworene Untergang des Abendlandes oder Deutschlands, durch Elimination der „Schädlinge“ gelöst werden muss. In: Telepolis. Weblog  v. 12. Oktober 2010 – Quelle:  http://www.heise.de/tp/blogs/8/148547

Rötzer, Florian: Kommission für Umgang mit Aliens in Denver gefordert. Das Bürgerbegehren war erfolgreich, jetzt müssen die Denver bei der nächsten Wahl abstimmen, ob sie sich auf Begegnungen mit Außerirdischen vorbereiten wollen. In: Telepolis. Weblog v. 3. Dezember 2009 – Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/6/146670

Rötzer, Florian: Science Fiction für das US-Heimatschutzministerium. Um die Nation besser gegen mögliche Terroranschläge zu schützen und neue Sicherheitstechniken zu entwickeln, hat das Heimatschutzministerium Science Fiction-Autoren eingeladen, die für verrückte Ideen sorgen sollen. In: Telepolis v. 31. Mai 2007 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25404/1.html

Saunders, Doug: Mythos Überfremdung. Eine Abrechnung. Von Finnland bis Italien verändert derzeit ein Hirngespinst die politische Landschaft Europas: der Mythos der Überfremdung. Dem Weltbild paranoider Extremisten wie Anders Breivik oder der Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle, dem Thesen-Anschlag eines Thilo Sarrazin und den Programmen skandinavischer „Heimat“-Parteien ist dabei eines gemein – ihre fremdenfeindliche Rhetorik bedient sich vermeintlich stichhaltiger wissenschaftlicher Argumente. Mit den zu Fakten verbrämten Vorurteilen räumt Doug Saunders in seinem neuen Buch Punkt für Punkt auf.  Aus dem Englischen von Werner Roller. München 2012.

Schetsche, Michael: Der Blick ins Nichts? Vor 25 Jahren wurde die Exo-Soziologie begründet – Vorschläge für eine neue Programmatik. Im November des Jahres 1983 erschien in der Zeitschrift „Free Inquiry in Creative Sociology“ ein kurzer programmatischer Aufsatz des an der Universität von Hawaii lehrenden Soziologen Jan H. Mejer: „Towards an Exo-Sociogy: Constructs of the Alien“. Ziel des Autors war es, ein neues Teilgebiet der Soziologie zu etablieren, die sich primär mit der Frage beschäftigen sollte, wie Fremdheit gesellschaftlich konstruiert wurde und wird – und was sich daraus zukünftig für unser Verständnis des außerirdischen Fremden ableiten ließe. Eine zentrale Rolle wies Mejer dabei der Untersuchung kultureller Wissensbestände über Mensch-Alien-Kontakte zu, wie man sie etwa in der Science Fiction findet. Er fragte außerdem, wie die irdische Wissenschaft, namentlich die Soziologie, etwas über die Verfasstheit außerirdischer Gesellschaften in Erfahrung bringen könne, falls diese tatsächlich eines Tages entdeckt werden sollten. Von solchen Fragen versprach Mejer sich bereits vor dem Eintreten jenes „Falls der Fälle“ Impulse für eine Erneuerung des sozial- und kulturwissenschaflichen Denkens.In: Telepolis v. 18. August 2008  – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28489/1.html

Schetsche, Michael/ Martin Engelbrecht (Hrsg.): Von Menschen und Außerirdischen.- Transterrestrische Begegnungen im Spiegel der Kulturwissenschaft. Bielefeld 2008.

Sennewald, Nadja: Alien Gender. Die Inszenierung von Geschlecht in der Science Fiction. Bielefeld 2007.

Sladek, John: Fremdes Territorium (Alien Territory, dt. – 1969). In: Joachim Körber (Hrsg.): Neue Welten. Eine Anthologie moderner spekulativer Literatur. Hrsg. und aus dem Englischen von Joachim Körber. Basel 1983 (= Sphinx Edition; Bd. 23).

Stein, Gerd (Hrsg.): Exoten durchschauen Europa. Der Blick des Fremden als ein Stilmittel abendländischer Kulturkritik; von den Persischen Briefen im 18. bis zu den Papalagi-Reden des Südseehäuptlings Tuiavii im 20. Jahrhundert. Frankfurt a. M. 1984 (= Ethnoliterarische Lesebücher; Bd. 2) (= Fischer-Taschenbücher; Bd. 3072).

Stoll, Laura: Expedition in die Dunkelheit. Im Dialogmuseum im Ostend können Besucher jetzt fremde Länder riechen, hören und fühlen. In: FAZ. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21. August 2006, S. 41.

Truschner, Peter: Der verbrauchte Raum. Über Bilder, Bände und Sites (= Fotolot; o.Nr.) – Beate Gütschow fotografiert Landschaften, Städte und Innenräume und schafft es, ihnen durch künstlerische Verfahren – etwa das digitale Sampling analoger Aufnahmen – eine neue Fremdheit zu geben. Ihre Werkkomplexe „LS, S, I, Z“ werden in einem neuen Band dokumentiert. – Es gibt Werke, die etwas von einem Stein haben: abgeschlossen, kompakt, total. Als Bestandteile einer übergreifenden Serie besteht ihr innerer Zusammenhang zumeist darin, dass sie Ausdruck einer Schaffensperiode sind und Zeugnis darüber ablegen, was KünstlerInnen zum Zeitpunkt x formal und inhaltlich wichtig war, und was nicht. Ihr Bestand lässt sich meist mit einer einfachen Addition bestimmen. Die im Buch LS, S, I, Z zu einem Werkkomplex zusammen gefassten Arbeiten Beate Gütschows umspannen einen Zeitraum von 17 Jahren. Die ersten Fotografien der Serie LS (Landschaft) stammen aus dem Jahr 1999, die letzten aus der Serie Z (Zellengefängnis Lehrter Straße) aus dem Jahr 2016. In: Perlentaucher v. 17. Mai 2017 – Quelle: https://www.perlentaucher.de/fotolot/die-fotografien-beate-guetschow-und-ihr-werkkomplex-ls-s-i-z.html [vgl. https://vimeo.com/199811275 – https://www.kehrerverlag.com/de/beate-guetschow-z-i-s-ls-978-3-86828-747-9] 

Unger, Thorsten/ Brigitte Schultze/ Horst Turk (Hrsg.): Differente Lachkulturen? Fremde Lachkulturen und ihre Übersetzung. Tübingen 1995 (= Forum Modernes Theater; Bd. 18).

Venton, Danielle: To Talk With Aliens, Learn to Speak With Dolphins. The Kepler Space Telescope announced a new bonanza of distant planets this month, reconfirming that solar systems, some possibly hosting life, are common in the universe. So if humanity someday arrives at an extraterrestrial cocktail party, will we be ready to mingle? At the Wild Dolphin Project in Jupiter, Florida, researchers train for contact by trying to talk with dolphins. Behavioral biologist Denise Herzing started studying free-ranging spotted dolphins in the Bahamas more than two decades ago. Over the years, she noticed some dolphins seeking human company, seemingly out of curiosity. In: Wired Magazine v. 15. Februar 2011 — Quelle: http://www.wired.com/wiredscience/2011/02/seti-dolphins/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+wired%2Findex+%28Wired%3A+Index+3+%28Top+Stories+2%29%29

Vieweg, Martin: Früh hingehört. Schon vor der Geburt lernen Babys Grundzüge ihrer Muttersprache. Wenn ein Mensch das Licht der Welt erblickt, ist er noch wie ein unbeschriebenes Blatt Papier, heißt es. Doch Experimente US-amerikanischer und schwedischer Forscher belegen nun, dass wir entgegen dieser Annahme sogar schon mit rudimentären Sprachkenntnissen auf die Welt kommen: Neugeborene können schon zwischen Fremd- und Muttersprache unterscheiden, berichten Patricia Kuhl von der University of Washington in Seattle und ihre Kollegen. In: bild der wissenschaft online v. 4. Januar 2013 – Quelle:  http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/316597.html

Waldenfels, Bernhard: Grundmotive einer Phänomenologie des Fremden. Frankfurt a.M. 2006.

Weber, Ingrid: Unendliche Weiten. Die Science-Fiction-Serie Star Trek als Entwurf von Kontakten mit dem Fremden. Frankfurt a.M. 1997 (Vorher: Diss., Univ. Saarbrücken 1996).

Wierlacher, Alois/ Corinna Albrecht u.a. (Hrsg.): Kulturthema Fremdheit. Leitbegriffe und Problemfelder kulturwissenschaftlicher Fremdheitsforschung. Mit einer Forschungsbibliographie – erstellt von Corinna Albrecht [… Ein Gemeinschaftshandeln der verschiedenen fremdheitskundlichen Disziplinen ist in Deutschland bisher nur in Ansätzen erkennbar. Die dringende Aufgabe, kulturelle Andersheiten in Perspektivik und Gegenstandskonstitution zu erkennen, anzuerkennen und sie im Forschungs- und Lehrgespräch produktiv zu Wort kommen zu lassen, wird von den Geistes- und Sozialwissenschaften noch immer viel zu sehr vernachlässigt. Doch keineswegs nur aus wissenschaftlichen Gründen sind Aufbau und Institutionalisierung interdisziplinärer Fremdheitsforschung mehr als überfällig. Absicht des vorliegenden Bandes ist es, die Zusammenarbeit der entsprechenden Disziplinen durch die Grundlegung einer aus der Hermeneutik zu entwickelnden Fremdheitsforschung („Xenologie“) zu befördern – wobei nicht an ein eigenes Fach dieses Namens gedacht wird, sondern an eine Art Schnittmenge verschiedener akademischer Disziplinen. Der Band enthält eine ausführliche und grundlegende Einführung in die heutigen Bemühungen um eine moderne Xenologie aus der Feder des Herausgebers. In seinem zweiten Teil versammelt er die für die Drucklegung überarbeiteten Beiträge zu einem Symposium über die Fremdheitsbegriffe verschiedener Wissenschaften. Ferner enthalten ist eine Auswahlbibliographie zum Thema, die wohl die erste xenologische Forschungsbibliographie überhaupt darstellt. Knapp dokumentiert wird außerdem die Gründung des „Instituts für internationale Kommunikation und auswärtige Kulturarbeit (IIK Bayreuth)“. „Was für eine Fülle an Einsichten, Vorschlägen und Konzepten die Wissenschaft für unser heutiges Bild vom Fremden erarbeitet hat, kann beispielhaft der von Alois Wierlacher herausgegebene Band zeigen.“ (Hans Jürgen Heinrichs, „Deutschlandfunk“)“… bietet der Sammelband … manche Arbeitsanregung vor allem für den Textwissenschaftler. Der Gebrauch wird durch ein differenziertes Register erleichtert …“ (Volker Wiemann, „Zielsprache Deutsch“) … – Wierlacher, Alois: Kulturwissenschaftliche Xenologie. Ausgangslage, Leitbegriffe und Problemfelder – Mishima, Kenichi: Fremdheitsphilosophie im Zeitalter der Internationalisierung – Weinrich, Harald: Fremdsprachen als fremde Sprachen – Liang, Yong: Zur Fremdheitsproblematik in der interkulturellen Fachkommunikation – Turk, Horst: Alienität und Alterität als Schlüsselbegriffe einer Kultursemantik. Zum Fremdheitsbegriff der Übersetzungsforschung – Hinderer, Walter: Das Phantom des Herrn Kannitverstan. Methodische Überlegungen zu einer interkulturellen Literaturwissenschaft als Fremdheitswissenschaft – Bargatzky, Thomas: Die Ethnologie und der Begriff der kulturellen Fremde – Jeggle, Utz: Das Fremde im Eigenen. Ansichten der Volkskunde – Gewecke, Frauke: Perspektiven einer Lateinamerikanistik als Fremdkulturwissenschaft – Thomas, Alexander: Fremdheitskonzepte in der Psychologie als Grundlage der Austauschforschung und der interkulturellen Managerausbildung – Albrecht, Corinna: Fremdheit und Freiheit oder: Die Schule der Frauen. Xenologische Perspektiven der Flüchtlingsforschung – Barloewen, Constantin von: Fremdheit und interkulturelle Identität. Überlegungen aus der Sicht der vergleichenden Kulturforschung – Oberender, Peter: Fremdheit und Initiative: Zur Innovation als einem zentralen Fremdheitsproblem der Wirtschaftswissenschaften – Bleicher, Thomas: Interkulturelle Mediation: Zur Kooperation zwischen Komparatistik und interkultureller Germanistik bei der Entwicklung einer interdisziplinären Fremdheitsforschung – Hogrebe, Wolfram: Die epistemische Bedeutung des Fremden – Horstmann, Axel: Das Fremde und das Eigene – „Assimilation“ als hermeneutischer Begriff – Zingerle, Arnold: Fremdheit und Verfremdung: Grenzgänge zwischen Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften – Krusche, Dietrich: Erinnern, Verstehen und die Rezeption kulturell distanter Texte – Witte, Barthold C.: Fremdheitswissen als Basis auswärtiger Kulturpolitik – Orlowski, Hubert: Die Ideologie des West-Ost-Gefälles und das Fremdheitssyndrom – Bohnen, Klaus: Die ,fremde Heimat` der Deutschen: Der ,Mythos vom Norden` in deutscher Kulturtradition – Spinner, Helmut F.: Naturen, Kulturen, Techniken: Über Freund/Feind/Fremdverhältnisse im außerpolitischen Sinne – Albrecht, C./Bauer, U./Krolzig, S./Schiller, D.: Auswahlbibliographie zur Grundlegung einer kulturwissenschaftlichen Fremdheitsforschung …]. München 2001 (= Kulturthemen,; Bd. 1) (Zuerst: 1993).

Wilden, Andrea: Die Konstruktion von Fremdheit – eine interaktionistisch-konstruktivistische Perspektive. Münster 2013.

Zaun, Harald: Alien-Jagd im 19. Jahrhundert. Ein Kaleidoskop der ungewöhnlichsten Ideen unserer Vorväter, die einst den Kontakt zu außerirdischen Zivilisationen suchten. Das 19. Jahrhundert steht für jene Epoche, in der über außerirdische Intelligenzen viel geschrieben, diskutiert und spekuliert wurde. Es war die Ära der mehrheitlich naiven Ideen und vollmundig angekündigten großen Pläne, um mit Bewohnern auf dem Mond, auf dem Mars oder der Venus zu kommunizieren. In: Telepolis v. 21. Januar 2011 — Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33787/1.html

Zaun, Harald: First Contact. Spurensuche nach kosmischer Intelligenz und die Gefahren [Abseits der von der Wissenschaft gänzlich ignorierten kontroversen UFO-Problematik und jenseits aller abenteuerlichen Hypothesen Erich von Dänikens existiert seit 53 Jahren eine wissenschaftliche Teildisziplin innerhalb der Bioastronomie oder Exobiologie, die sich voll und ganz außerirdischen Intelligenzen verschrieben hat. Anfangs noch als unseriös abqualifiziert, hat sich der aus der Radioastronomie hervorgegangene Zweig mit dem Kürzel SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence = Suche nach außerirdischer Intelligenz) in der Science Community derweil etabliert.]. E-Book. Hannover 2013.

Zaun, Harald: Könnten sie nicht gute Gründe haben, zu schweigen? Interstellare Büchse der Pandora? Wie gefährlich ist ein Kontakt via Licht- und Radiowellen? — Teil 3. Der renommierte Science-Fiction-Autor David Brin, einer der entschiedensten Gegner der Active-SETI-Methode, warnt explizit vor den Folgen einer zu freizügigen Entsendung irdischer Informationen ins kosmische Blaue hinein, weil eine theoretische, wenngleich ausgesprochen geringe Gefahr besteht, dass im Zuge einer maßlosen und einseitigen datenreichen Sendung außerirdische Geister heraufbeschworen werden könnten. Denn wer kann uns glaubhaft garantieren, dass unter den vielleicht Millionen intelligenten Kulturen, die in der Milchstraße ihren Platz an ihrer Sonne gefunden haben, ausnahmslos friedliche Arten einladende Antwortschreiben aufsetzen? In: Telepolis v. 7. März 2011 — Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34263/1.html

Achilles, Patrick: Strickliesel. Anleitung und Ideen für die Strickliesel. Handarbeit für Groß und Klein. In: Chip. Verbrauerportal v. 12. September 2019 – Quelle: https://www.chip.de/artikel/strickliesel-anleitung-und-ideen-fuer-die-stirickliesl_120678

Albrecht, Roland: Das Museum der unerhörten Dinge. 2. Aufl. Berlin 2005 (= Salto; Bd. 128) (Zuerst: 2004).

Anonymus: A history of the world in 100 objects. A new BBC radio series shows how the things that man made can be even more compelling witnesses to the past than the events he witnessed. In: The Economist v. 30. Dezember 2009  – Quelle: http://www.economist.com/books/displaystory.cfm?story_id=15172496&fsrc=rss

Anonymus: About Objects Through Time (Australian migration timeline.). Objects through Time takes you on an online journey. Objects speak to us about our past. Explore important chapters, places and events in Australian migration history and discover the people who have shaped New South Wales’ culture and society. In: Migration Heritage Center – Stand: 15. September 2010  – Quelle: http://www.migrationheritage.nsw.gov.au/objects-through-time/documenting/about-objects-through-time/

Anonymus: Das EV-Delphin-Auto von Aptera: hypereffizient und genau richtig. In: All Car News v. 31. Januar 2023 – Quelle: https://all-car-news.com/de/das-ev-delphin-auto-von-aptera-hypereffizient-und-genau-richtig/

Anonymus: ENCYCLOTHEK. Ausgewählte Objekte aus der Sammlung Fukurô  [Die Ausstellung ENCYCLOTHEK – AUSGEWÄHLTE OBJEKTE AUS DER SAMMLUNG FUKURÔ ist die bisher größte öffentliche Präsentation von Kunst- und Kulturgegenständen aus dem Nachlass des (fiktiven) japanischen Sammlers Yasha Fukurô. Anhand einer Auswahl von Filmen und von Objekten, bei denen es sich auf den ersten Blick um so unterschiedliche Gegenstände wie archaische Waffen, historische Architekturmodelle oder Teile ausrangierter Maschinen handeln könnte, versuchen die Initiatoren des Projekts, Fukurôs persönlichen, unverwandt-faszinierten Blick auf diese vermeintlichen Zeugnisse menschlichen Strebens nach Größe und Macht zu (re)konstruieren.] – von Matthias Böhler, Sebastian Hein, Christian Orendt – mit Felix Burger, Benjamin Greber, Stefan Eichhorn, Robert Clausen, Allan Nicolaisen, Steffen Jørgensen. Ausstellung vom 19.Januar – 18.März 2012 im KUNSTHAUS im KunstKulturQuartier Nürnberg. In: Kunsthaus Nürnberg – Stand: 5. März 2012 – Quelle:  http://www.kunsthaus-nuernberg.de/index.php?id=5

Anonymus: Geschichte des Strickens. – Dass das Stricken über eine lange Tradition verfügt, ist in diesen Tagen nicht mehr zu bestreiten. Doch glaubt man manchen Darstellungen, so konnten bereits die Menschen in der Antike ihre eigene Kleidung stricken. Genauere Nachforschungen machen allerdings deutlich, dass diese Textilien meist nur nadelgebunden waren. Wir wollen deshalb der Geschichte des Strickens in diesem Artikel genauer auf die Spur kommen. Bis heute handelt es sich schließlich um eine zentrale, wenn nicht um die zentralste Technik der Herstellung moderner Mode. In: stricken-online.com. STRICKEN, STRICKMUSTER, STRICKANLEITUNGEN – STRICKEN UND HÄKELN LERNEN – Stand: 18. Februar 2023 –  Quelle: https://stricken-online.com/2021/07/29/geschichte-stricken/

Anonymus: Second Life. Remixing the ordinary. The Museum of Arts and Design inaugurated its new home at Columbus Circle with Second Lives: Remixing the Ordinary [27. September 2008 – 19. April 2009], a special thematic exhibition featuring 51 contemporary artists from 17 countries who transform discarded, commonplace, or valueless objects into extraordinary works of art. In: core77. Design Magazine & Resource – Stand: 12. März 2009 – Quelle: http://www.core77.com/gallery/photos_search.asp?context_id=1&album_id=84 [vgl. http://collections.madmuseum.org/code/emuseum.asp?style=browse&currentrecord=1&page=search&profile=exhibitions&searchdesc=Current%20Exhibitions&searchstring=Current/,/greater%20than/,/0/,/false/,/true&action=advsearch&style=single&currentrecord=1]

Anonymus: Wozu verwendeten die Römer ihre Pentagon-Dodekaeder? Es gibt archäologische Objekte, von denen die Forschung bis heute nicht weiß, wozu sie gut waren. Dazu gehören die sogenannten Pentagon-Dodekaeder aus der Römerzeit. – Pentagon-Dodekaeder sind etwa faustgroße, hohle Bronzeobjekte mit zwölf fünfeckigen Außenflächen, die jeweils ein unterschiedlich großes, kreisförmiges Loch in der Mitte haben und Knubbel an ihren Ecken. Mehr als hundert solcher Artefakte aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus fanden Archäologen in den ehemaligen Römergebieten Europas. In: P.M. v. 22. Oktober 2022  – Quelle: https://www.pm-wissen.com/geschichte/a/wozu-verwendeten-die-roemer-ihre-pentagon-dodekaeder/7202/

Asendorf, Christoph: Batterien der Lebenskraft. Zur Geschichte der Dinge und ihrer Wahrnehmung im 19. Jahrhundert. Gießen 1984 (= Werkbund-Archiv; Bd. 13).

Bosch, Aida: Konsum und Exklusion. Eine Kultursoziologie der Dinge. Bielefeld 2010.

Campbell-Dollaghan, Kelsey: Rational Or Ridiculous? A Book Of 100 Brilliantly Absurd Inventions. Dominic Wilcox is back with a book of inventions that will either leave you scratching your head or hitting yourself over the head for not coming up with them first. Dominic Wilcox is a serial maker. The London designer has invented hundreds of objects, ranging from GPS wingtips that guide you home to a strap-on nose stylus for hands-free smartphone use. Some of his ideas have been prototyped, but many others haven’t. Now, Wilcox has collected over 100 of his best concepts in a book titled Variations on Normal. Calling these objects inventions is a bit of a misnomer. They’re more like little visual jokes, or riddles that give us a seed of insight into the world around us. A cubicle folds neatly into a coffin for when its worker finally trundles off this mortal coil. A crystal wine glass attaches directly to the stem of a wine bottle, making it a little classier to drink straight from the bottle. “Wilcox’s drawings aren’t just witty and beautifully drawn,” says U.K. architect Thomas Heatherwick. “They are serious challenges to the real world to keep looking at itself with innocent eyes, wondering what else is possible.” In: Fast Company v. 4. Januar 2013 – Quelle: http://www.fastcodesign.com/1671552/rational-or-ridiculous-a-book-of-100-brilliantly-absurd-inventions#-8 [vgl. http://www.dominicwilcox.com/ – http://shop.variationsonnormal.com/product/variations-on-normal-book – http://www.youtube.com/watch?v=CmdBJ3-npkU – http://variationsonnormal.com/] 

Carstensen, Jan (Hrsg.): Die Dinge umgehen? Sammeln und Forschen in kulturhistorischen Museen. Münster; New York; München 2003 (= Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold; Bd. 23).

Ceballos Betancur, Karin: Trennungsmuseum in Zagreb. „Die Axt mag ich besonders“. Ein Museum in Zagreb sammelt Dinge, die übrig bleiben, wenn Paare sich trennen. DIE ZEIT: Herr Grubišić, Sie haben im Oktober 2010 in Zagreb das „Museum of Broken Relationships“ eröffnet – wie ist die Idee entstanden? Dražen Grubišić: Ich leite das Museum zusammen mit Olinka Vištica. Wir sind beide Künstler und waren vier Jahre lang ein Paar. Als wir uns 2004 trennten, mussten wir natürlich die gemeinsamen Sachen aufteilen. Bei Dingen wie der Stereoanlage oder Büchern ist das ja nicht weiter schwierig, aber was macht man mit all den kleinen Liebesbeweisen, die an sich keinen Nutzen haben, die aber dennoch emotional sehr aufgeladen sind? Ist es okay, sie einfach wegzuwerfen, wie es Zeitschriften oft nahelegen? Oder gibt es einen Weg, sie aufzubewahren? Olinka sagte: Wäre es nicht toll, wenn es für so was ein Museum gäbe? In: Die Zeit online v. 14. Februar 2011 – Quelle: http://www.zeit.de/2011/07/Museum-Zagreb

Ebay Kleinanzeigen: Piccolo Electro AS Vintage Küchenmaschine, Staubsauger, Aufsätze, Zubehör.50iger. In: Ebay – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.ebay.de/itm/175316892503?chn=ps&norover=1&mkevt=1&mkrid=707-134425-41852-0&mkcid=2&mkscid=101&itemid=175316892503&targetid=1403035015187&device=c&mktype=pla&googleloc=9060719&poi=&campaignid=17935704717&mkgroupid=139162549385&rlsatarget=pla-1403035015187&abcId=9301059&merchantid=115623731&gclid=Cj0KCQiAiJSeBhCCARIsAHnAzT8QaWZLA7bes5z4FYNMih-VbzlhXEDljtM4nw_HKNdgpZS_KVKA2k8aAt2sEALw_wcB

Eder, Thomas: Neuerscheinungen 2012 | Salon Littéraire | Lisa Spalt – “Dings” ist eine Liebeserklärung an den Gegenstand in der Literatur. Was macht er dort? Nun, natürlich: Er bedeutet, er symbolisiert. So ist dieses Stück Erzählen auch eine Liebeserklärung an das Bild und unsere Fähigkeit, den Dingen des Lebens einen Sinn zu geben, indem wir Geschichten erfinden. “Dings” erzählt von zerbrochenen Beziehungen, von Gegenständen, die nie lange genug benutzt werden, um eine Beziehung zu ihnen zu entwickeln, und ist dabei gleichzeitig ein Stück Fiktion. Wie in Zeitlupe zerfällt die in „Dings“ erfundene Welt in nichtssagende Gegenstände, in nicht entschlüsselbare Du-Partikel. Eine literarische Collage aus Müll, die Dinge zueinander bringt, die eigentlich nie zusammengehört haben, gefunden in den Straßen von Wien, Paris und Los Angeles. “Dings” recycelt mit poetischen Mitteln, was scheinbar keine Bedeutung (mehr) tragen kann. Dings. In: in|ad|ae|qu|at v. 28. September 2012 – Quelle: http://www.zintzen.org/2012/09/28/neuerscheinungen-2012-salon-litteraire-lisa-spalt-dings/ [vgl. http://www.czernin-verlag.com/buch/dings?PHPSESSID=7hnv065nmps4hri8d14lj9mub5/] 

Fohler, Susanne: Techniktheorien. Der Platz der Dinge in der Welt des Menschen. München 2003.

Freund, Nicolas: Römische Geschichte. Das Rätsel um die Dodekaeder. Bis heute kann die Wissenschaft nicht erklären, wozu die Menschen in der Antike dieses seltsame, aus zwölf Fünfecken bestehende Metallgehäuse benutzt haben. Doch vor einigen Jahren kam eine Theorie auf, die plausibler ist als alle anderen. In: SZ. Süddeutsche Zeitung v. 4. Mai 2018 – Quelle:  https://www.sueddeutsche.de/stil/dem-geheimnis-auf-der-spur-viele-loecher-viele-fragen-1.3965301

Fuhrmann-Koch, Marietta: Die Macht der Dinge in kulturellen Prozessen. Gegenstände wie Kunstwerke oder Luxusobjekte spielen über kulturelle Grenzen hinweg eine zentrale Rolle. Dabei verändern sie ihre Bedeutung und gewinnen manchmal sogar an Einfluss, wenn sie sich zu Konzepten und Vorstellungen wandeln. Zu diesem Schluss kommt die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma in einer neuen Publikation, die die Wissenschaftlerin zusammen mit Anja Eisenbeiß vorgelegt hat: Der Band „The Power of Things and the Flow of Cultural Transformations“ präsentiert zehn Beiträge einer Vortragsreihe, die am Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg stattgefunden hat. In: idw online. Informationsdienst Wissenschaft – Überblick vom 11. März 2011- Quelle: http://idw-online.de/de/news412424

Geier, Manfred: Die kleinen Dinge der großen Philosophen. Hamburg 2001.

Gerber, Lothar: Slash. „Der Zylinder sollte nie mein Markenzeichen sein.“ In: Metal Hammer v. 25. Februar 2022  – Quelle: https://www.metal-hammer.de/slash-der-zylinder-sollte-nie-mein-markenzeichen-sein-1912853/

Golombek, Nina: Kopfverletzungen im Reitsport. „Traditionen sind kein Argument dafür, am Zylinder festzuhalten“. – Im Reitsport wird die Helmpflicht bei Turnieren verschärft. Einige Dressurreiter wehrten sich dagegen – mit fragwürdigen Argumenten. Fachärztin Julia Schmidt über Risiken des Sports und die Vorbildfunktion von Topathleten. Ein Interview. In: SPIEGEL v. 9. Dezember 2020, – Quelle: https://www.spiegel.de/sport/helmpflicht-in-der-dressur-fachaerztin-julia-schmidt-ueber-kopfverletzungen-im-reitsport-interview-a-26077cf1-c479-445a-be7e-5c78e4294024

Greiner, Bernhard A.: Römische Dodekaeder. Untersuchungen zur Typologie, Herstellung, Verbreitung und Funktion. In: Carnuntum Jahrbuch 1995 (1996), S. 9–44.

Guertler, Detlef: unshopping. “Angeblich besitzt jeder westliche Mensch 10.000 Dinge”, schreibt Meike Winnemuth. “Auf ein paar davon zu verzichten sollte also kein Problem sein. Dieses Jahr wird jeden Tag ein Ding mein Leben verlassen, es wird verschenkt, verscherbelt oder weggeworfen.” In: taz. Die Tageszeitung. Weblog v. 14. Dezember 2009, Wortistik – Quelle: http://blogs.taz.de/wortistik/2009/12/12/unshopping/

Hackenschmidt, Sebastian/ Klaus Engelhorn (Hrsg.): Möbel als Medien. Beiträge zu einer Kulturgeschichte der Dinge [… Der Medialität der Dinge wird spätestens seit dem Erscheinen von Marshall McLuhans „Understanding Media“ Mitte der 1960er Jahre eine gesteigerte Aufmerksamkeit zuteil. Möbel allerdings sind bislang eher selten in ihrer Rolle als Medien und als Teil der materiellen Kultur verhandelt worden. …]. Bielefeld 2011.

Holm, Christiane: Souvenirs – kleine Dinge von Welt. Kulturwissenschaftliche Überlegungen zu einer autobiographischen Erinnerungsform. In: parapluie. Elektronische Zeitschrift für Kulturen, Künste, Literaturen [Thema: wildwüchsige autobiographien]. Winter (2007/ 2008) 24 – Quelle: http://parapluie.de/archiv/autobiographien/souv enirs/

Holm, Christiane/ Günter Oesterle (Hrsg.): Schläft ein Lied in allen Dingen? Romantische Dingpoetik. Würzburg 2011 (= Stiftung für Romantikforschung, Bd. 54).

Horn, Adrian: A History of the Future in 100 Objects. About this project – Let’s imagine it’s 2100… What are the 100 objects that future historians will use to sum up our century? ‚Smart drugs‘ that change the way we think? A fragment from suitcase nuke detonated in Shanghai? A wedding ring between a human and an AI? The world’s most expensive glass of water, returned from a private mission to an asteroid? I want to write a weblog that will explore all of these ideas, with 100 posts for 100 objects. Along the way I’ll produce a newspaper and a podcast, and when it’s finished, I’ll publish it as a book. And while it’ll be fun and accessible, you can be sure it’ll all be rooted in science fact.. In: Kickstarter – Stand: 9. Februar 2011  – Quelle: http://www.kickstarter.com/projects/adrian/a-history-of-the-future-in-100-objects  [vgl. Dhttp://mssv.net/about/]

Hüsing, Alexander: 5 Dinge, die zeigen, wie rückschrittlich Deutschland ist. – Deutsche Unternehmen nutzen lieber das Fax als Facebook und Co. Menschen mit „bunten Haaren“ sind in deutschen Unternehmen nicht gerne gesehen. Start-ups haben bei deutschen Lehrern keinen guten Ruf. In: deutsche-startups.de – News zu Startups, Venture Capital und digitalen Jobs v. 10. Mai 2016 – Quelle: http://www.deutsche-startups.de/2016/05/10/5-dinge-die-zeigen-wie-rueckschrittlich-deutschland-ist/?xing_share=news

HutHaus Komminoth: Geschichte und zeitgenössische Verwendung des Zylinders. – Der Zylinder gilt als vornehmer Hut, der nur zu sehr feierlichen Anlässen getragen wird. Bei Hochzeiten wird der hohe Hut ebenso gerne getragen, wie an Pferderennen. Die Geschichte des Zylinders ist bewegt und zeitweise galt der hohe Hut gar als Zeichen des Bürgertums. Der Legende nach, soll das Tragen eines Seidenzylinders zu Beginn sogar als Erregung öffentlichen Ärgernisses gegolten haben. Neben seiner Rolle als Tageshut an festlichen Anlässen hat der Zylinder auch eine lange Geschichte als Teil der Berufskleidung von Kaminfegern und Kutschern. Auch beim Dressurreiten wird nur ungern auf den zylinderförmigen Hut verzichtet. In: HutHaus Komminoth v. 13. September 2013 – Quelle: https://huthaus.ch/blog/geschichte-verwendung-des-zylinders/

Kallinich, Joachim/ Bastian Bretthauer (Hrsg.): Botschaft der Dinge [… Blanke Springerstiefel oder abgetragene Turnschuhe, schäbige Wartestühle oder edle Designersessel: Ungefragt verraten die Dinge, wer wir sind. 25 Autoren aus so unterschiedlichen Bereichen wie Volkskunde, Design, Psychologie oder Modetheorie erkunden die Bedeutung der Dinge als Symbole unserer Kultur. Zentrale Themen des Buches sind Magie, Macht, Protest, Liebe, Identität und Tod. Die Dinge sind dabei so brisant oder banal, so eindeutig oder ambivalent wie die menschliche Existenz an sich. Die Botschaft der Dinge ist eine Botschaft über den Menschen. …]. Frankfurt a.M. 2003.

Kleinknecht, Olivia: Das Gedächtnis von Gegenständen oder Die Macht der Dinge [… Warum spüren Sie eine bestimmte Stimmung in einer Wohnung, in einer Stadt? Warum wollen manche von Ihnen unbedingt ein Taschentuch des Papstes oder einen Handschuh von Lady Gaga in ihren Besitz bringen? Warum erhoffen einige von Ihnen sich Heilung von heiligen Orten? Wie kann Leonardos Mona Lisa eine magische Macht entfalten? Wieso vertrauen manche darauf, daß ein Markenartikel sie zu einem neuen Menschen macht? Hatten Newton und Descartes noch das Leben aus der materiellen Welt entfernt, so erscheinen nicht nur in Modellen der modernen Physik und der modernen Gehirn- und Bewußtseinsforschung Dinge quasi lebendig, haben der Stuhl, auf dem Sie sitzen oder Ihre Armbanduhr ein Gedächtnis, das sogar Wirkungen zeitigen kann. Alles um uns herum scheint gesättigt mit Informationen, Bildern, Tönen, Lauten, Gerüchen, Gefühlen. Auch ein Gedanke, ist, wenn er einmal gedacht ist, nicht einfach fort, meint der Physiker David Bohm. Ihre Kaffeetasse könnte ihn gespeichert haben. Sogar Unsterblichkeit wird hier eine Option. Wie läßt sich nun dieses Gedächtnis der Dinge nachweisen, und wo könnte es sich befinden, ist hier die Frage. …]. Würzburg 2012.

Kohl, Karl-Heinz: Die Macht der Dinge. Geschichte und Theorie sakraler Objekte [… „In unserem Alltag sind wir von einer Vielzahl von Gegenständen umgeben. Belanglose Dinge erinnern uns an vergangene Lieben. Exotische Dinge stehen für die Sehnsucht nach der Ferne, alte Dinge verkörpern eine idealisierte Vergangenheit. Von anderen Dingen glauben wir unser Schicksal abhängig. Karl-Heinz Kohl erklärt anhand zahlreicher Beispiele, welche Bedeutung das Verhältnis des Menschen zu seinen Dingen aus der Sicht der Ethnologie und Religionsgeschichte hat. Dabei zeigt sich, daß uns der Objektkult archaischer und außereuropäischer Kulturen vertrauter ist, als wir uns dies selbst eingestehen wollen. Bei ihren Entdeckungsreisen nach Westafrika waren portugiesische Seefahrer auf einen merkwürdigen Kult gestoßen: Er galt scheinbar beliebigen Dingen, denen die Einheimischen eine geheimnisvolle Macht zuschrieben. Die Portugiesen bezeichneten die Kultobjekte der Afrikaner als „Fetische“, und der „Fetischismus“ schlug das europäische Denken bald in seinen Bann. Die Kirche verurteilte ihn als Teufelswerk, während er für die Philosophen der Aufklärung die Unvernunft jeder Religion bewies. Die Faszination aber blieb: Ob Hegel oder Comte, Marx oder Freud, jeder von ihnen versuchte auf seine Weise, das Rätsel des Fetischismus zu lösen. Der Fetischismus ist auch Ausgangspunkt der brillanten Studie von Karl-Heinz Kohl, die nichts weniger bietet als die seit langem umfassendste Theorie des sakralen Objekts. Das breite Themenspektrum reicht vom Steinkult des Alten Israel über das Bilderverbot der Bibel bis zum Reliquienkult des Mittelalters. Die Heiligen Bündel nordamerikanischer Indianer werden ebenso analysiert wie die Zauberfiguren der BaKongo und die Idole der alten Griechen. Indem der Autor das Schicksal der antiken Kultbilder seit ihrer Wiederentdeckung in der Renaissance verfolgt, gelangt er zu einem überraschenden Schluß: In den säkularisierten Gesellschaften des Westens scheint der Museumskult das Erbe des archaischen Fetischismus angetreten zu haben.“ …]. München 2003.

Kramper, Gernot:E-Mobilität. Aptera – das Solarauto, das nie aufgeladen werden muss. Klein wie ein Kabinenroller, aber vollkommen autark. Aptera verkauft ein Mini-Auto, das niemals an die Steckdose muss. In: stern v. 8. Dezember 2020 – Quelle: https://www.stern.de/auto/fahrberichte/aptera—das-solarauto–das-nie-aufgeladen-werden-muss-9522232.html

Laukötter, Anja: Vom Alltags- zum Wissensobjekt. Zur Transformation von Gegenständen in Völkerkundemuseen im beginnenden 20. Jahrhundert. In: Themenportal Europäische Geschichte (2008). – Stand: 24. April 2008 – Quelle: http://www.europa.clio-online.de/site/lang__de/ItemID__290/mid__11428/40208214/default.aspx

Levy, Steven:  Browse the Artifacts of Geek History in Jay Walker’s Library. Nothing quite prepares you for the culture shock of Jay Walker’s library. You exit the austere parlor of his New England home and pass through a hallway into the bibliographic equivalent of a Disney ride. Stuffed with landmark tomes and eye-grabbing historical objects—on the walls, on tables, standing on the floor—the room occupies about 3,600 square feet on three mazelike levels. Is that a Sputnik? (Yes.) Hey, those books appear to be bound in rubies. (They are.) That edition of Chaucer … is it a Kelmscott? (Natch.) Gee, that chandelier looks like the one in the James Bond flick Die Another Day. (Because it is.) In: Wired Magazine v. 10. Oktober 2008 – Quelle: http://www.wired.com/techbiz/people/magazine/16-10/ff_walker

McGirk, James: Thing Writing. Our brains are filled with the whispering of objects, the shrieking presence of things we lust after or despise or simply want to ignore but can’t for all the noise. It seems impossible to write fiction without addressing it but so little does. Part of this is the nature of the medium. The contemporary novel or short story is a ghostly place, a necropolis where memories are dissected and pinned to the page. In: 3 QUARKS DAILY v. 28. November 2011 – Quelle: http://www.3quarksdaily.com/3quarksdaily/2011/11/coaxing-fiction-from-detritus.html

Miller, Daniel: Der Trost der Dinge [… „Über die moderne Welt sind viele diagnostische Mythen im Umlauf: Sie sei homogenisiert, individualisiert, und die isolierten Individuen gäben sich hemmungslos dem Konsum hin. Der englische Anthropologe Daniel Miller hat diese Mythen hinterfragt – genauer: Er hat die Bewohner einer Londoner Straße befragt. Und da die Menschen nun einmal nicht gerne über ihr Leben Auskunft geben, hat er mit ihnen über die Dinge in ihren Wohnungen gesprochen: über Simons 15000 Schallplatten, die für ihn alle emotionalen Schattierungen zum Ausdruck bringen; über den Laptop, auf dem Malcolm Unmengen von Briefen und Fotos speichert, um die Erinnerungskultur seiner Aborigines-Vorfahren aufrechtzuerhalten; über die billigen Spielfiguren aus dem Fast-food-Restaurant, mit denen Marina ihren Kindern ihre Liebe zeigt.“ …]. Aus dem Englischen von Frank Jakubzik. Berlin 2010.

Minssen, Mins: Hinter der Dornenhecke. Spröde Liebschaften mit Dingen und Materialien [… „Um unscheinbare Dinge und alltägliche Stoffe geht es. Die können Erinnerungen und Erkenntnisse wecken, Atmosphären entfalten, Stimmungen prägen, zu Hintergedanken provozieren, beunruhigen und trösten. Oft aber wird die frische Wahrnehmung des Offensichtlichen durch eine Dornenhecke aus abstraktem angelernten Wissen verstellt und verdunkelt. Ist dieses Hindernis überwunden, beginnen die Dinge und Materialien zu reden, über sich und über sich hinaus. – Aus dem Inhalt: Über das Paradies; Tröstlicher Sand, verwirrende Zeichen; Das Ding als Taugenichts; Das Gold von Peru; Über mutwillig versuchte Natur auf der Bühne und im tatsächlichen Leben und die Kunst des Blinzelns; Larsson – Nutzlose Ansichten täglich frisch; Windharfen, Äolsharfen, Wetterharfen, Geisterharfen – Der Wind als Saitenspieler; Von Elfen, Naturschutz, Denkmalschutz und Wirtschaftswachstum; Über Wahrnehmung und Spuk. – Der Autor, Mins Minssen, geboren 1940, arbeitete an der Universität von Wisconsin, USA und am IPN, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel. Vor allem beschäftigen ihn die Grenzgebiete zwischen wissenschaftlichen und ästhetischen Erfahrungen mit Naturphänomenen, Dingen und Stoffen.“ …]. Zug 2004.

mjdolorico: Yet Another 10 Artistic Uses of Ordinary Things [Coffee – Chicken Wire – Rice Crops – Typewriters – A4 Paper – Balloons – Smoke – X-Rays – Electricity – Food]. Art satisfies the soul. It makes us appreciate things we normally take for granted. Feast your eyes and soul on these ten amazing artworks, made from otherwise ordinary objects, proof of how art can make us see the world differently. Feel free to add your own in the comments. In: Listverse v. 17. August 2010 – Quelle: http://listverse.com/2010/08/17/yet-another-10-artistic-uses-of-ordinary-things/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+TheListUniverse+%28The+List+Universe%29

Moorstedt, Michael: Nachrichten aus dem Netz – Schöner als die Wirklichkeit. – Architektur, Kleidung und sogar Influencer: Immer mehr reale Dinge werden durch rein virtuelle Gegenstücke ersetzt. – Die Tagesdecke auf dem übergroßen Bett ist genau im richtigen Maße aufgewühlt. Ein paar schicke Vasen stehen herum, es gibt Akzente in Gold. Hinter den raumhohen Panoramascheiben wartet eine Waldlandschaft im Nebel. Zugegeben, die frei stehende Badewanne ist schon fast zu viel des Guten, aber alles in allem würde man sich hier gerne einrichten. – Das Ensemble hat nur einen Nachteil: Es ist nicht echt. Sondern eine Kreation des spanischen Designers Iago Adamian, erschaffen mit einer 3-D-Software. Unter dem Hashtag „Renderporn“ finden sich auf Instagram Zehntausende sagenhafte Loungelandschaften, auf weißen Klippen thronende mediterrane Villen oder edle Wohnzimmer im aufgefrischten Midcentury-Stil. Längst ist ein eigenes Genre entstanden, irgendwo zwischen Zen-Garten und Architectural Digest. In: SZ. Süddeutsche Zeitung v. 30. Mai 2021- Quelle: https://www.sueddeutsche.de/kultur/instagram-iago-adamian-architektur-

Nagel, Oliver: Piloten-Check 4+5: Giggelnde Gläser mit sarkastischen Untertiteln. Wenn Tiere sprechen können, warum nicht auch Gegenstände? “Things Talk” heißt der Sitcom-Pilot (18.3., BBC3) von Stefan Golaszewski, und genau darum geht’s: Sprechende Haushaltsgegenstände. Fernseher zu Fernbedienung: “Ich war bis drei Uhr auf, um ‘24Åå zu gucken!” Fernbedienung zu Fernseher: “Ich beginne mich zu fragen, was ich je in dir gesehen habe.” In: Britische Sitcoms. Weblog v. 20. März 2009 – Quelle: http://www.britcoms.de/2009/03/20/piloten-check-45-giggelnde-glaser-mit-sarkastischen-untertiteln/

Necker, Christiane: Nacht der Dinge. Die 5. Berlin Biennale veranstaltete in Kooperation mit Werkbundarchiv – Museum der Dinge einen Vortrag von Dieter Roelstraete mit dem Titel „Dingtheorien. Über Dingheit und/im Kunstwerk.“ Vortrag im Museum der Dinge Moderiert wurde der Abend von der Kuratorin des Museums, Renate Flagmeier. In: Sammlungsdinge. Weblog v. 7. Mai 2008 – Quelle: http://blog.sammlungsdinge.de/im-museum/nacht-der-dinge

Ruisinger, Marion: Bourdalou – Zu den hübschesten Objekten des Deutschen Medizinhistorischen Museums gehört sicherlich dieses zierliche, an eine Saucière erinnernde Porzellangefäß. Über dem Griff sitzt eine Kohlmeise auf einem Obstbaumzweig, Streublümchen sind locker über die Wandung verteilt, das Ganze macht einen fröhlichen, verspielten Eindruck. Auf der Unterseite prangen gekreuzte Schwerter, die uns verraten, dass das liebenswerte Objekt aus bestem Hause stammt: Es wurde um 1740 in Europas erster Porzellanmanufaktur in Meißen angefertigt, die 1710 von August dem Starken als „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur” gegründet wurde, nachdem es dem Alchemisten Johann Friedrich Böttger geglückt war, zwar kein Gold, aber Porzellan herzustellen. In: Deutschen Medizinhistorisches Museum – Stand: 18. Februar 2023   – Quelle: https://www.dmm-ingolstadt.de/dmmi-digital/objektgeschichten/bourdalou.html

Schama, Simon: What objects say about our times. A 24th-century digital archaeologist peers back through the murk of time to the early 21st, seeking, amid the welter of sounds, images, objects, the perfectly emblematic object or personification of that remote and fevered time. Such a symbol, she assumes, must be an image or an artefact, for no one except antiquarians could imagine that ancient screeds of print could have anything to say about the epoch now known as DigiOne. In: Financial Times v. 22. Januar 2010 – Quelle: http://www.ft.com/cms/s/2/54efdff6-06df-11df-b058-00144feabdc0.html

Selle, Gert: Siebensachen. Ein Buch über die Dinge [… „Überall und jederzeit sind wir von Dingen umgeben, so daß wir uns ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen können. Vom Rasenmäher bis zur Büroklammer haben wir uns an all die selbstverständlichen Dinge gewöhnt, die wir gebrauchen und benutzen, die wir unbedingt haben wollen und die wir irgendwann auf den Sperrmüll werfen. Wir nehmen sie kaum noch bewußt wahr, weil sie ein Teil unseres Alltags geworden sind. Sie sind uns so vertraut wie die Handgriffe, die sie uns im täglichen Gebrauch abverlangen. Doch Dinge sind nicht nur Werkzeuge, nützlich, brauchbar: Warum hängen wir die Babyschuhe an den Rückspiegel, legen die am Meer gesammelten Muscheln in die Vitrine und bringen es nicht übers Herz, den alten Teddy zu verschenken? Wer zum ersten Mal eine fremde Wohnung betritt, erfährt mehr über die Bewohner, als ihnen manchmal lieb sein kann. Wie im Museum eine Pfeilspitze aus der Steinzeit Auskunft über den Werkzeuggebrauch unserer Vorfahren gibt, so geben die Dinge, mit denen wir uns umgeben, Auskunft über unsere Kultur, unsere Gesellschaft und uns selbst. Im Dickicht der Dingwelt spürt Gert Selle unseren vielfältigen Verwicklungen mit den Dingen nach eine kulturelle Positionsbestimmung in einer Zeit, in der viel vom »Verschwinden der Dinge« und virtuellen Realitäten die Rede ist. In essayistisch lockerer Form verführt Gert Selle den Leser zum Nachdenken über die eigene Erfahrung mit den Dingen.“ …]. Mit 30 Abb. Frankfurt a.M. 1997.

Wagner, Peter: Der Friedhof der verschwundenen Dinge. Der Flipper, der Kaugummiautomat, das Petting: Alles irgendwie aus unseren Leben entwischt. Zwei Radiomoderatoren haben deshalb „Das Lexikon der verschwundenen Dinge“ verfasst. Ein Gespräch über VergangenesIn: jetzt.de v. 12. Mai 2009 – Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/475213

WELT Nachrichtensender: TIERISCHE INNOVATION: Diese Roboter könnten echte Delfine bald in Aquarien ablösen [… „Diese Delfine sind extrem nahbar, pflegeleicht und unterscheiden sich in einem ganz zentralen Aspekt von anderen Artgenossen. – Die Design- und Ingenieursfirma Edge Innovations spezialisiert sich auf Unterwassertiere und baut Delfin-Roboter. Diese Roboter können für Wasserparks und Aquarien, aber viel mehr für die Tiere von Vorteil sein, denn es müssten keine echten Meerestiere mehr in Gefangenschaft leben.“ …]. Video. In: YouTube v. 15. Oktober 2020 – Quelle:  https://www.youtube.com/watch?v=fx2I0VcKvq8

Wikipedia: Bourdalou. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023  – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bourdalou

Wikipedia: Römisches Dodekaeder. Archäologische Fundstücke aus römischer Zeit. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023  – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Römisches_Dodekaeder

Wichtige Quellen für diesen Text waren eigene Interviews. Und sonst …

AbiFarès, Huda Smitshuijzen: Arabic typography. A revised and concise sourcebook. Second digital and revised edition. Amsterdam 2021.

AbiFarès, Huda Smitshuijzen: The design brief – To create legible Arabic fonts that can accommodate the design needs of contemporary design in the Arab world. In: Khatt Foundation. Center for Arabic Typography – Stand: 30. Juli 2023 – Quelle: https://www.khtt.net/en/page/1714/the-design-brief

AbiFarès, Huda Smitshuijzen: The Typographic Matchmaking 01 project – Building cultural bridges with typeface design. In: Khatt Foundation. Center for Arabic Typography – Stand: 30. Juli 2023 – Quelle: https://www.khtt.net/en/page/368/the-typographic-matchmaking-01-project

Anonymus: Das Eigene und das Fremde – Transkulturelles Design. Vierte Jahrestagung der GfDg. Gesellschaft für Designgeschichte am 6. und 7. Mai 2011, Bauhaus-Universität Weimar  In: Gesellschaft für Designgeschichte – Stand: 30. April 2011 – Quelle: http://www.gfdg.org/tagung-2011/programm/?PHPSESSID=d60bd9797a9f8125329ff575aec75c4f [vgl. http://www.gfdg.org/img/pdf/abstract-2011.pdf?PHPSESSID=d60bd9797a9f8125329ff575aec75c4f]Dark, Joan Zahra: “Comic-Hating”. White Man Gets Nominated for Eisner Awards. In: WomenWriteAboutComics v. 24. Mai 2023  – Quelle: https://womenwriteaboutcomics.com/2023/05/comic-hating-white-man-gets-nominated-for-eisner-awards/

Anonymus: Design for Migration – Migration is one of the most urgent topics in our society. It is a phenomenon of our human condition, which, in Italy and Europe, will be present into the next decades: moreover, migration is significantly influencing the current Western world political agenda, as well our perception of the “others” and “diversity”. In recent years some important projects demonstrate how design deals with the migration issues by supporting the opening of debates, facilitating the social integration among communities, contrasting the misinformation and letting alternative narratives emerge. Such projects are important and, in current circumstances, are urgent, to raise awareness, to offer a more approachable way to complex issues, to reduce fear and tension by exposure to others, and to the cultural notion of diversity. Design for Migration is a blog platform that aims to collect exemplary projects in a single place, to make them available to a wider concerned audience, and to support and connect the work of other creative people working in the same domain. This platform is open to evaluate any contribution that addresses migration issues through a design perspective. In: Design for Migration – Stand: 31. Juli 2023 – Quelle: https://designformigration.com/design-for-migration/

Baureithel, Ulrike: Sorgensprösslinge. Yoko Tawada und ihr dystopischer Roman „Sendbo(o)te“. – Europa ist, wenn alle Milch trinken, ohne zu erbrechen, hat Yoko Tawada einmal erklärt. In diesem Bild der 1960 in Tokio geborenen und seit über drei Jahrzehnten in Deutschland lebenden Lyrikerin und Prosaistin zeigt sich nicht nur ihre Obsession für Nahrung und Essen. Fremdheit hervorzuheben gehört zu den hervorstechendsten Fähigkeiten der auf Deutsch und Japanisch schreibenden Autorin. Die deutschen Buchstaben und Silben, sagt sie, begegneten ihr so frisch und inspirierend, dass ihr die Fremdsprache ihre Texte näherbrächte als die Muttersprache. In: Tagesspiegel v. 6. Januar 2019, S. 25.

Bayerdörfer, Hans-Peter/ Eckhart Hellmuth (Hrsg.): Exotica. Konsum und Inszenierung des Fremden im 19. Jahrhundert. Münster; Hamburg; Berlin; Wien; London 2003 (=  Kulturgeschichtliche Perspektiven; Bd. 1).

Berger, Jens: Die Verrohung der Mittelschicht. Kann sich Geschichte wiederholen? Die Krise hat Deutschland getroffen und das Bürgertum setzt seine hässlichste Fratze auf: Sozialdarwinismus, Fremdenfeindlichkeit und die Ablehnung der Demokratie. In: Telepolis v. 23. Dezember 2010 – Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33857/1.html

Binder, Pat/ Gerhard Haupt: Khatt Foundation. Arabische & nahöstliche visuelle Kultur und Design. Interview mit Huda Smitshuijzen AbiFarès. In: Universes in Universe v.  November 2008 – Quelle: https://universes.art/de/nafas/articles/2008/khatt-foundation

Bremshey, Christian/ Hilde Hoffmann/ Yomb May/ Marco Ortu (Hrsg.): Den Fremden gibt es nicht. Xenologie und Erkenntnis. Münster; Hamburg; Berlin; Wien; London 2004 (= Kulturwissenschaft; Bd. 2).

De Martin, Paola: Give Us a Break! Arbeitermilieu und Designszene im Aufbruch [… „Gegenstand von Paola De Martins ebenso weitgespannter wie detailscharfer Untersuchung sind die Zusammenhänge von ­sozialer Herkunft und Kreativwirtschaft im Kontext von Designausbildung und beruflicher Praxis. Schauplatz ihrer soziologisch versierten und durch die eigene Erfahrung untermauerten Schilderung ist Zürich zwischen 1970 und 2020. Erklärtes Ziel ihrer Studie ist es, das Wechselverhältnis zwischen ästhetischen Kriterien und sozialer Klasse auszuleuchten.“]. Mit einem Vorwort von Jovita dos Santos Pinto. Mit einem Nachwort von Simon Dickel. Zürich 2022. – Quelle: https://www.diaphanes.net/titel/give-us-a-break-7068

Gast ArbeiterIn: Der Orientalismus – Formen des Othering (II) [… „Der “Orient” ist meist ein übergreifender Begriff für vorder-und mittelasiatische, reicht in einigen Definitionen, aber auch bis in ostasiatische Länder. Der Begriff ist dabei problematisch, weil er viele Regionen und Kulturen homogenisiert. Komplexitäten und Unterschiede verschwimmen damit aus eurozentrischer Sicht. Edward Said diskutierte den Begriff “Orientalismus” 1978 erstmals in seinem gleichnamigen Buch. Nach Said wird das Konzept des Orientalismus’ bewusst zur Hierarchisierung zwischen dem “Westen” und dem „Orient“ instrumentalisiert.“]. In: renk. Magazin v. 16. Mai 2022 – Quelle: https://renk-magazin.de/der-orientalismus/

Gast ArbeiterIn: Orientalismus in der Kunst – Über den Künstler Jean-Léon Gérôme [… „Jean-Léon Gérôme (1824-1904) war ein französischer Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts und einer der bekanntesten Vertreter des Orientalismus in der Kunst. Er studierte an der École des Beaux-Arts in Paris und gewann später mehrere Preise für seine Werke. – Gérôme ist bekannt für seine realistischen Darstellungen des Lebens in der SWANA-Region und seine exotischen Szenen, die oft von Vorurteilen und Stereotypen geprägt sind. Seine Gemälde zeigen oft Themen wie Harems, Sklaverei, Jagd und Militär …“]. In: renk. Magazin v. 3. Mai 2023 – Quelle: https://renk-magazin.de/orientalismus-der-kunst/

Gast ArbeiterIn: Rassistische Werbung – Das „Orient“-Branding von Produkten [… „Diese Darstellung konzentriert sich oft auf Stereotypen und Vorurteile und unterscheidet sich daher von einer realistischen, wissenschaftlichen oder kulturell angemessenen Beschreibung von Menschen und Kulturen aus dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Nordafrika. In der Literatur und Kunst kann Orientalismus als ein Stil oder eine Ästhetik beschrieben werden, die sich auf „exotische“ Darstellungen des „Orients“ konzentriert und oft eine imperialistische oder koloniale Agenda fördert.“ …]. In: renk. Magazin v. 2. Mai 2023 – Quelle: https://renk-magazin.de/rassistische-werbung-orientalismus/

Gradwohl, Noëmi: Soziale Herkunft und Design – Paola De Martins Recherche. In: SRF Schweizer Radio und Fernsehen v. 2. März 2023 – Quelle: https://www.srf.ch/audio/kuenste-im-gespraech/soziale-herkunft-und-design-paola-de-martins-recherche?partId=12341680#autoplay

Heller, Steven: The Daily Heller. Thomas Woodruff Conjures the Life Force of a Feral Child. In: PRINT v. 14. November 2022 – Quelle: https://www.printmag.com/daily-heller/the-daily-heller-thomas-woodruff/

Henke, Silvia/ Alexandra D’Incau: Kunstunterricht in der postmigrantischen Gesellschaft [… Ob Stillleben, Selbstporträt oder räumliches Zeichnen: Sobald man den Anspruch an kulturelle Bildung ernst nimmt, werden Kernaufgaben des Kunstunterrichts zu komplexen und äusserst produktiven Fragen von Identität, Differenz, Zugehörigkeit und Symbolik. Sie führen damit immer auch zu aktuellen transkulturellen Bedeutungen. – Der vorliegende Reader bietet einen diskursiven Rahmen und konkrete Unterrichtsbeispiele für theoretische, subjektive und alltagsspezifische Artikulationen von Kultur, in dem er verschiedene Stimmen und Perspektiven zusammenführt. Nachvollziehbar wird damit das Wechselspiel von individuellen und gesellschaftlichen Bedeutungen von Transkultur im konkreten künstlerisch-gestalterischen Prozess. …]. BoD. Norderstedt 2017.

Hepp, Andreas/ Cigdem Bozdag/ Laura Sünal: „Migrantische Jugendkulturen“? (Pop-)Musik und die kommunikative Vernetzung der Diaspora. In: Jürgen Lauffer/ Renate Röllecke (Hrsg.): Dieter-Baacke Preis – Handbuch 5. Jugend – Medien – Kultur. Medienpädagogische Konzepte und Projekte. München 2010, S. 40 – 46.

Khandwala, Anoushka: What Does It Mean to Decolonize Design? – Dismantling design history 101. In: AIGA Eye on Design v. 5. Juni 2019 – Quelle: https://eyeondesign.aiga.org/what-does-it-mean-to-decolonize-design/

Lee, Jihee/ So Jin Park: “I AM ANGRY” [… „’I AM ANGRY!‘ is a semester project by Jihee Lee and So Jin Park by communication design at Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle in Germany. Supervision by Gesine Grotrian, Carla Streckwall. This project is supported by the Federal Ministry of Education and Research (Bundesministerium für Bildung und Forschung) of Germany.“] – I AM ANGRY – Stand: 30. Juli 2023 – Quelle: http://iamangry.de/

Lintfert, Marita: Migrantenbiographien. Kultur und Migration als Inhalte in der Deutsch als  Fremdsprache-Ausbildung. Frankfurt a.M.; Berlin; Bern 1998 (= Werkstattreihe Deutsch als Fremdsprache; Bd. 64).

Lorbeer, Marie/ Beate Wild (Hrsg.): Menschenfresser – Negerküsse. Das Bild vom Fremden im deutschen Alltag. Berlin 1993.

Maas, Marie-Charlotte: Entwurzelte Kinder. „Die Deutschen tun nicht so cool“. Neue Schule, neue Freunde, neue Sprache: Tausende Einwanderer kommen jedes Jahr nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Wie erleben ihre Kinder den Neustart in der Fremde? Drei kleine Nomaden verraten, warum sie zornig sind auf ihre Eltern und was sie vermissen. In: SPIEGEL ONLINE v. 11. März 2011 – Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,749524,00.html#ref=rss

Pana, Laura M.: about. why migrationlab. In: Migrationlab – Stand: 1. August 2023 – Quelle: https://www.migrationlab.org/why

Parkin, J.K.: Thomas Woodruff withdraws his work from Eisner consideration. ‘Francis Rothbart! The Tale of a Fastidious Feral’ and the creator himself received widespread criticism since the nominations were announced. In: Smash Pages. The Comics Super-Blog v. 27. Mai 2023 – Quelle: https://smashpages.net/2023/05/27/thomas-woodruff-withdraws-his-work-from-eisner-consideration/

Represent Network [… “While the reality of German society is very diverse, graphic design still fails to reflect this. As designers we shape the space around us and are responsible for the messages and images that inform and influence society. Therefore it is vital that different perspectives are represented in order to avoid reproducing stereotypes or only addressing the white majority. – Represent Network highlights the work of BPOC and/or (post)migrant visual communicators living and working in Germany. The aim is to heighten their visibility – to facilitate connecting and establishing networks and to provide representation and role models for young creatives. … This is part of the diploma project of Jasmina Begović in communication design at Stuttgart State Academy of Art and Design 2021.” …] – Stand: 1. August 2023 – Quelle: https://represent.network/about

Said, Edward W.: Culture & imperialism. London u.a. 2008.

Said, Edward W.: Orientalismus (Orientalism, dt.). Aus dem Englischen von Hans Günter Holl. Frankfurt a.M. 2009 (Zuerst: 1978).

Schnepel, Burkhard/ Gunnar Brands/ Hanne Schönig (Hrsg.): Orient – Orientalistik – Orientalismus. Geschichte und Aktualität einer Debatte [… „Dass der Orient eher ein Konstrukt des Westens als eine eigenständige geographische Einheit darstellt, ist seit den Debatten, die Edward Saids wirkmächtiges Buch „Orientalismus“ ausgelöst hat, bekannt. – Dieser interdisziplinäre Band untersucht die gegenseitigen Beeinflussungen und dialektischen, auch imaginativen Austauschbeziehungen zwischen „Orient“ und „Okzident“ im geschichtlichen Rückblick. In den Fokus der Beobachtungen und Analysen geraten dabei zugleich die gegenwärtigen Prozesse der „Orientalisierung“ – aber auch der „Auto-Orientalisierung“ und „Okzidentalisierung“ – in einer sich stets weiter globalisierenden, postkolonialen Welt. – Mit Beiträgen u.a. von Édouard Conte, Anton Escher, Karl-Heinz Kohl, Fritz W. Kramer und Birgit Schäbler.“ …]. Bielefeld 2011 (= Postcolonial Studies; o.Bd.).

Sphere Radio: Projektvorstellung mit So Jin Park & Jihee Lee: I am angry. [… BEGLEITENDE VERANSTALTUNGSREIHE ZUR AUSSTELLUNG „CULTURAL AFFAIRS. KUNST OHNE GRENZEN“. Eine Kooperation des Grassi Museum für angewandte Kunst, der Bundeszentrale für Politische Bildung & Sphere Radio e.V. Format #3 – „Postmigrantische Schriften“ (4. September 2021): In welcher Weise konstruieren Sprache und Schrift unsere Realität? – Wie können Stereotype aufgedeckt werden, um Grenzen einzureißen? – Jihee Lee ist freiberufliche Grafikdesignerin in Hamburg und arbeitet im kulturellen Bereich. Sie beschäftigt sich mit Projekten zur Migration, Aktivismus und Feminismus. Im Gespräch mit Angelika Kim über das gemeinsame Projekt von ihr und So Jin Park „I am angry“. …]. In: Sphere Radio – Quelle: https://sphere-radio.net/projekte/cultural-affairs/postmigrantische-schriften/projektvorstellung-mit-so-jin-park-jihee-lee-i-am-angry/

Studierende des Studiengangs Kulturpädagogik der Hochschule Niederrhein: Praxis politischer Kultur – machtkritische und postmigrantische Perspektiven. Im Sommersemester 2021 laden das Forum „Postmigrantische Perspektiven“ und das Forum „Politik, Kultur & Bildung“ gemeinsam zu einer Veranstaltungsreihe ein. Drei Referent*innen sprechen über aktuelle Herausforderungen unserer Zeit, widerständige Praktiken gegen hegemoniale Verhältnisse und über Möglichkeiten, Gesellschaft neu zu denken: Bassam Ghazi, Kerstin Plüm und Erol Yildiz besuchen uns digital in Mönchengladbach und geben Einblicke in ihre spannenden Arbeiten. In Kooperation mit der Stadt Mönchengladbach, der Arbeitsstelle für interkulturelle Bildung und Integration Mönchengladbach (ABI) und der AWO Mittelrhein e.V lädt der Fachbereich Sozialwesen auch im Sommersemester 2021 wieder zum Forum “Postmigrantische Perspektiven” ein. In: Kultur Manifest – Stand: 22. Juli 2023 – Quelle: https://kultur-manifest.de/postmigrantisches-forum/

TPTQ Arabic: Fedra Sans Arabic is a text type family ranging between Light and Bold. The Latin Fedra Sans Display was designed in 2005 by Peter Biľak and Pieter van Rosmalen. Fedra Arabic Display has been designed originally by Khajag Apelian, based on the drawings of Peter Biľak, and finalised by Bahman Eslami under the direction of Kristyan Sarkis. [… Zur Visualisierung eines Fonts aus dem Projekt „Typographic Matchmaking“ …]. In: TPTQ Arabic – Stand: 30. Juli 2023 – Quelle: https://tptq-arabic.com/fonts/fedra_arabic_display/about

Ulatowski, Rachel: Former Students Call Out Author of Racist Comic “Opera” After He Racks Up Multiple Eisner Noms. In: The Mary Sue v. 31. Mai 2023 – Quelle: https://www.themarysue.com/thomas-woodruffs-former-students-speak-out-after-multiple-eisner-nominations-for-racist-graphic-novel/

Anonymus: Interaktion und abweichendes Verhalten. Eine Präsentation an der Universität Augsburg. GK_Di_PP. In: Web Archive – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle:  https://web.archive.org/web/20130718004626/http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/soziologie/sozio1/medienverzeichnis/Bosancic_WS_07_08/GK_Di_PP_symb_interaktionismus.pdf

BBC: Polari. The language gay man used to survive. Polari was spoken to skirt the UK’s strict anti-homosexuality laws. Though largely forgotten, some of its words can be found in dictionaries today. In: BBC – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.bbc.com/culture/article/20180212-polari-the-code-language-gay-men-used-to-survive

Braun Anastasia/ Sophie Gabler: „Weil es zur Mode geworden ist, sich divers zu zeigen“. CSD äußert sich zum „Regenbogenkapitalismus“, zu echter Unterstützung und üblen Produkten – Ein Interview. Noch unveröffentlicht. Entstanden im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem DESIGNVEREIN zu „Social Design“. – Stand:

Ehbauer, Jasmin: „Don’t say gay“-Gesetze in den USA. Konservative kämpfen gegen Queerness in US-Schulen. Der Kampf konservativer Politiker*innen in Texas oder Florida gegen LGBTI-Themen nimmt immer mehr zu. Die Arena ihrer Wahl: Bildungs- und Jugendeinrichtungen. In: Der Tagesspiegel v. 12. Februar 2022 – Quelle:  https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/konservative-kampfen-gegen-queerness-in-us-schulen-4307608.html

Ehbauer, Jasmin: LGBTIQ-Community auf TikTok: Die eigene Blase bunter machen. TikTok-Trends prägen das Leben junger Menschen – und Queerness ist gerade angesagt. Doch das hat nicht nur Vorteile. Drei queere TikToker*innen berichten. In: Der Tagesspiegel v. 18. März 2022 – Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/die-eigene-blase-bunter-machen-4317283.html

Hoke, Casey/ Baylee Woodley u.a.: Queer Art History is a visual history and educational resource for queer art and culture. This resource is intended to educate and empower LGBTQIA2S+ folks and allies through sharing our rich histories that extend before and beyond modern Queer Rights movements. In: Queer Art History. – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle:  https://www.queerarthistory.com/

itlmedia: The Gay Betsy Ross. Gilbert Baker is truly an unsung hero of the LGBT movement. In 1978, he created the universally recognized Rainbow Flag, a rallying symbol, which became a bold declaration of pride for our community.  In this inspiring piece, the tireless Mr. Baker manages to put down his needle and thread for a moment to share how he came to create this emblem of our movement. Video. In: YouTube v. 29. Mai 2009 – Quelle:  https://www.youtube.com/watch?v=chVZ1InGmDs

King Bandana: HANKY CODE. FARBEN BEDEUTUNG & GESCHICHTE. Der Hanky Code ist eine langjährige Tradition es ist ein so gesagter semiotischer Code und Kommunikationsmittel innerhalb der LGBT+ Gemeinschaft. Es ist auch bekannt als der Flaggen oder Schal Code. – Der Hanky Code ist ein Farbkodierungssystem, bei dem eine Person ein Bandana (normalerweise ein farbiges Kopftuch) einer bestimmten Farbe in ihrer Hintertasche (ihren Gesäßtaschen) trägt, um andere über ihre Interessen, Wünsche und Geschlechterrollen zu informieren. In: King Bandana. Die Bandana Referenz v 20. November 2020 – Quelle: https://king-bandana.de/blogs/bandana-tuch/hanky-code

Leopoldina: Eizellspende, Embryonenspende, Leihmutterschaft. iverse Aspekte moderner Fortpflanzungsmedizin sind in Deutschland verboten oder unzureichend geregelt. Dies führt unter anderem zu Ungleichbehandlungen von Männern und Frauen. Zudem reisen viele Paare ins Ausland, um in Deutschland verbotene Behandlungsmethoden in Anspruch zu nehmen, was zu rechtlichen Unsicherheiten führt und Nachteile für die Kinder mit sich bringt. In: Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.leopoldina.org/themen/fortpflanzungsmedizin/fortpflanzungsmedizin-eizellspende/

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) e.V.: Leihmutterschaft – Rechtslage in Deutschland. Anerkennung von Elternschaft bei ausländischen Leihmutterschaften – Lesben- und Schwulenverband (LSVD) e.V. – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.lsvd.de/de/ct/1442-Leihmutterschaft-Rechtslage-in-Deutschland

Mann, Corinna: Regenbogenfamilie. Weg zum Wunschkind. Regenbogenfamilien sind bunt und vielschichtig. Wie werden lesbische oder schwule Paare zu Regenbogeneltern? Wie viele solcher Familien gibt es in Deutschland und wie leben sie? Wir werfen einen Blick auf häufige Fragen und erklären, wie der Traum vom eigenen Kind wahr werden kann. In: Die Kinderwunschärztin – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://kinderwunschaerztin.de/regenbogenfamilie/

Niedermayer, Joe/ Ariane Pakisch: Wozu gibt es den Grazer Tuntenball? In: Tuntenball. Celebrate Diversity Veranstaltungsmanagement – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.tuntenball.at

Quinion, Michael: How bona to vada your eek! Back in the dim days of my youth, the BBC had a succession of hugely successful radio comedy programmes which have never been matched since. The BBC itself has a strong tendency to be nostalgic about them, calling them the Golden Age of Radio Comedy, though these days the gold mainly ends up in the till, now it has discovered how many other people have fond memories of the shows and are prepared to pay to hear them again on CD or cassette. The best known is almost certainly the Goon Show, attested by its Usenet newsgroup and its fan clubs in North America, Britain and elsewhere. Others included Take It from Here, Hancock’s Half Hour and Round The Horne. […] One element of the show, which was stereotypical in its layout, always featured a pair of screamingly camp young men: “Hello, I’m Julian and this is my friend Sandy”, overplayed by Williams and Paddick to an extent which robbed it of much of its latent homophobia (particularly as both were known to be gay), though I cannot imagine a similar duo being allowed anywhere near a BBC microphone in this supposedly more permissive but also infinitely more sensitive age. These two spoke in a slangy language which was virtually incomprehensible to anyone hearing it for the first time, though by repetition week by week a mental glossary could be constructed. “How bona to vada your eek!” was a recurring expression; there were references to “butch omis” and to “omipalones”; they always “trolled” everywhere, though their “lallies” weren’t up to much of that; things were “naph”, “bona” or sometimes “fantabulosa”. In: world wide words. Investigating the English Language across the globe v. 9. März 1996 – Quelle: http://www.worldwidewords.org/articles/polari.htm [vgl. https://blog.yorksj.ac.uk/englishlit/a-queer-code-polari-the-secret-language-you-need-to-know/ …] 

Ruocco, Caroline: Mashable Publishes an Up-to-date Compilation of LGBT Flags and Symbols. During LGBT Pride Month, many people across the country partake in parades and marches, both to celebrate the LGBT community and to further the movement towards equal rights. A lot of times, these people will be holding up signs, flags, banners, and posters with illustrations that represent the different LGBTQ subsets. – To help clear any confusion and to refresh the memories of those who already know, Mashable has compiled a very useful list of iconic LGBT flags and symbols, along with what they mean and some of the notable people who identify with them. We agree that remembering and differentiating between all of these symbols can be difficult, so we’re going to cover them as well. In: GLAAD v. 16. June 2014 – Quelle: https://www.glaad.org/blog/mashable-publishes-date-compilation-lgbt-flags-and-symbols [vgl. https://mashable.com/archive/lgbt-pride-symbols …] 

UK Parliament: Sexual Offences Act von 1967 – After several attempts to introduce homosexual reform, Lord Arran introduced the Bill in the House of Lords in May 1966 after the general election. As soon as the Bill passed, Leo Abse MP introduced it into the House of Commons under a ten minute rule procedure, with the support of the Home Secretary, Roy Jenkins. A standing committee was set up to consider amendments and after an intense night of debates, at the third reading, the Bill was passed 101 votes to 16. After passing all stages in both houses, the bill received Royal Assent on the 21st July 1967. In: UK Parliament – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.parliament.uk/about/living-heritage/transformingsociety/private-lives/relationships/collections1/sexual-offences-act-1967/sexual-offences-act-1967/ [… Parliamentary Archives, HL/PO/PU/1/1967/c60 …]

Wikipedia: Gender-Symbol. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.wikiwand.com/de/Gender-Symbol

Wikipedia: Gilbert Baker (Künstler). US-amerikanischer Künstler und LGBT-Aktivist, Schöpfer der Regenbogenfahne. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.wikiwand.com/de/Gilbert_Baker_(K%C3%BCnstler)

Wikipedia: Handkerchief code. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.wikiwand.com/en/Handkerchief_code

Wikipedia: LGBT-Symbole. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://www.wikiwand.com/de/LGBT-Symbole

Wikipedia: Symbolischer Interaktionismus – spezielle Handlungstheorie. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Symbolischer_Interaktionismus

Wikipedia: Theorie der sozialen Identität. Sozialpsychologische Theorie. In: Wikipedia – Stand: 18. Februar 2023 – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_sozialen_Identität

Winkelhahn, Roman: LGBTQ-Marketing. Das Geschäft mit der Toleranz. Viele Unternehmen setzen auf die Macht der Regenbogenflagge. Produkte, die für Toleranz stehen und sexuelle Minderheiten ansprechen sollen, sind vor allem bei jungen Menschen beliebt. Steckt guter Wille oder Marketing dahinter? In: FAZ. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 1. November 2019 – Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/lgbtq-marketing-das-geschaeft-mit-der-toleranz-16410482.html

Anonymus: Analyse der geschlechtsspezifischen Divergenzen im Nutzungsverhalten und der Erwartungshaltung der Generation Y an Dating-Apps [… „In Zeiten der Digitalisierung hat auch die Liebe ihren Platz im Netz gefunden. Laut einer Prognose zur Anzahl der Online-Nutzer für Dating Services weltweit für die Jahre 2017 bis 2024 wird die Anzahl auf Singlebörsen im Jahr 2024 bei rund 276,9 Mio. Nutzern liegen (Statista 2020a). Beim Online Dating liegt die Entscheidung darüber wie der Nutzer sich preisgeben will bei dem Nutzer selbst. Bei einer Umfrage des Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. im Jahr 2016 zum Thema „Digital Dating“ wurde die große Auswahl und damit höhere Wahrscheinlichkeit an potenziellen Partnern als Vorteil bewertet. Mehr als die Hälfte der Befragten würden hierbei freiwillig zugeben, dass sie ihren Part­ner im Netz kennengelernt haben. Der Vizepräsident des BVDW, Achim Himmelreich, erklärte: „Das Online-Dating steht sinnbildlich für den Wandel der Lebenswelten durch die Digitalisierung.“ …]. Online-Ressource. Hochschulschrift Magisterarbeit. FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, München 2023. – Quelle: https://www.grin.com/document/1334740

Anzahl der zahlenden Abonnenten von Tinder weltweit vom 1. Quartal 2020 bis zum 1. Quartal 2023 (in 1.000). Stand: 25. Juli 2023 – Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/806485/umfrage/abonnenten-von-tinder-weltweit/

Degen, Johanna L./ Andrea Kleeberg-Niepage: Profiling the Self in Mobile Online Dating Apps. A Serial Picture Analysis. Online-Ressource. In: Human arenas v. 13. Februar 2021, S. 1 – 25. – Quelle: https://doi.org/10.1007/s42087-021-00195-1

Essig, Laurie: Love, Inc. Dating apps, the big white wedding, and chasing the happily neverafter [… “The notion of „happily ever after“ has been ingrained in many of us since childhood-meet someone, date, have the big white wedding, and enjoy your well-deserved future. But why do we buy into this idea? Is love really all we need? Author Laurie Essig invites us to flip this concept of romance on its head and see it for what it really is-an ideology that we desperately cling to as a way to cope with the fact that we believe we cannot control or affect the societal, economic, and political structures around us. From climate change to nuclear war, white nationalism to the worship of wealth and conspicuous consumption-as the future becomes seemingly less secure, Americans turn away from the public sphere and find shelter in the private. Essig argues that when we do this, we allow romance to blind us to the real work that needs to be done-building global movements that inspire a change in government policies to address economic and social inequality” …]. Oakland, California 2019.

Hoffman, Rachel: Dating and mating in a techno-driven world. Understanding how technology is helping and hurting relationships. Santa Barbara, California; Denver, Colorado 2018 (= Sex, love, and psychology; o.Bd.)

Schmelmer, Julian: Kurs stürzt ab, Nutzerzahlen sinken. Tinder in der Krise. – Tinder war lange Zeit der unangefochtene Marktführer im Online-Dating. Nun machen der App progressivere Konkurrenten wie Bumble und Hinge das Leben schwer. Um erfolgreich zu bleiben, will die App jünger und inklusiver werden. – In der Corona-Pandemie schien das ungezwungene Online-Dating über Tinder auch hierzulande in der breiten Öffentlichkeit angekommen zu sein. Inzwischen sehen die Zeiten für die Dating-App weniger rosig aus. Während die Konkurrenz immer beliebter wird, setzen insbesondere jungen Frauen nur noch selten auf den Marktführer Tinder. Das wirkt sich inzwischen auch auf dessen Börsenkurs aus. In: stern v. 18. Januar 2023 – Quelle: https://www.stern.de/digital/tinder-in-der-krise–kurs-stuerzt-ab–nutzerzahlen-sinken-33112594.html

Simann, Meike: Freundschaftliche Gedanken. Die emotionale Verbundenheit mit einem Menschen löst eine charakteristische Hirnaktivität aus. Freundschaft spiegelt sich in der Gehirnaktivität wieder: US-Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Hirnareale beim Gedanken an gute Freunde besonders aktiv sind. Sie befindet sich in einem Teil des Gehirns, das für persönlich relevante Informationen zuständig ist. Fremde, selbst wenn sie uns von ihrem Wesen oder ihren Interessen her sehr ähneln, rufen diese starken Reaktionen hingegen nicht hervor. Die Ergebnisse weisen den Forschern zufolge darauf hin, dass soziale Nähe wichtiger bei der Einschätzung anderer Menschen ist als geteilte Interessen. In: bild der wissenschaft online v. 13. Okktober 2010 – Quelle http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312167

Vogel, Aniela: Dates & Don’ts. An exploration of dating in modern times [… “Dates & Don’ts is an intimate exploration of relationships in modern times told through a collection of stories that will make you gasp, giggle, and growl. It follows a Swixican (Swiss-Mexican) in her early thirties as she wades through the murky waters of dating in digital times. It is an incredibly relatable, feel-good novel that touches on themes like dating rituals, gender stereotypes, self-confidence, and sexuality. If you’re looking for an uplifting, fresh, and funny take on dating told by a modern woman, this book is for you.” …]. Roman. Hamburg 2022.

Völcker, Matthias/ Sascha Landeck/ Katharina Poltze/ Melanie Schreck/ Denise Heinemeyer: Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen Tinder, Grindr und Co. als Optionen der Beziehungsinitiierung [… „Wir beschäftigen uns in diesem Aufsatz mit Phänomenen netzgängiger Beziehungsinitiierung und depostr Relevanz von Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen. Neben der skizzenhaften Aufarbeitung eines komplexen und ambivalenten Forschungsstandes stellen wir die Ergebnisse einer Interviewstudie mit Nutzer*innen solcher Apps vor. In der Auswertung des empirischen Materials, welches wir mithilfe der Grounded-Theory-Methodologie (GTM) realisierten, eröffnen wir Einblicke in technologisch vermittelte kommunikative Prozesse und arbeiten die (inter-)subjektive(n) Bedeutsamkeit(en) solcher Apps heraus.“ …]. In: Zeitschrift für qualitative Forschung. 21 (2020) 1, S. 11-12 – Quelle: https://elibrary.utb.de/doi/10.3224/zqf.v21i1.05

18. Januar 2026