Platformer Game Jam 2026

Zehn Platformer in drei Tagen

Vom 11. bis 13. Mai 2026 gestalteten 16 Studierende des Bachelors Design einen Platformer — ein 2D-Sprungspiel à la „Super Mario“: von Plattform zu Plattform hüpfen, Münzen sammeln, Gegnern ausweichen.

Sie arbeiteten alleine oder in kleinen Teams, im Rahmen der traditionellen Projektwoche der Fakultät Design. Drei Tage später waren zehn Spiele fertig, alle frei spielbar im Browser:

d.th-nuernberg.de/spaces/pgj26

Inhaltlich war alles dabei: ein Abstieg in die griechische Unterwelt, ein Zirkusdirektor, der mit Käse bestochen werden will, ein Stromausfall in einer U-Bahn-Station, eine Schäferin auf der Suche nach ihrer Herde, eine Tauchexpedition in der Tiefsee, eine Reise durch den menschlichen Körper, hungrige Entenküken — und ein Kreisel, der sich durch ein vollgestelltes Regal kämpft.

Vom leeren Platformer-Gerüst zum fertigen Spiel

Drei Tage genügen für ein eigenes Spiel nur, wenn die Mechanik schon steht. Code, Player-Physik und TileSet kamen als fertiges Godot-Projekt mit; die Studierenden konzentrierten sich auf Level Design und Pixel Art. Game-Design-Support kam von Felix Baumgarten, Mitgründer des Nürnberger Indie-Studios Distant Meadows und seit Jahren in der hiesigen Game-Dev-Szene unterwegs — unter anderem mit dem Free Open Source Game Dev Workshop.

Drei der 16 Teilnehmenden hatten zuvor mit Godot gearbeitet — die übrigen kamen ohne Engine-Erfahrung in den Raum und gingen drei Tage später mit einem veröffentlichten Spiel wieder hinaus. Mehrere erweiterten darüber hinaus die Spielmechaniken selbst.

Am Ende wählten die Teilnehmenden, wie bei Game Jams üblich, das beste Spiel. Wegen Stimmengleichheit teilen sich zwei Platformer den ersten Platz. Alle zehn lassen sich frei spielen unter d.th-nuernberg.de/spaces/pgj26.

Was heute geht

In drei Tagen ein Spiel zu entwickeln, das sofort weltweit im Browser spielbar ist — das hat es in dieser Form vor wenigen Jahren noch nicht gegeben. Mehrere Stücke Software sind dafür im Hintergrund still und heimlich richtig gut geworden:

Godot ist eine freie Open-Source-Engine, läuft auf Mac, Windows und Linux und ist trotz Profi-Anspruch in wenigen Stunden begreifbar. Der Web-Export bündelt das fertige Spiel in einen Ordner aus HTML, WebAssembly und Asset-Datei — keine Installation, kein Store. Und Browser sind so zuverlässig geworden, dass das Ergebnis ohne Sonderbehandlung auch auf Tablet und Smartphone läuft, mit Sound und Gamepad-Support.

Eine gute Zeit, um digital zu gestalten.

Vielen Dank

an Felix Baumgarten (Distant Meadows) für Game Design und Development Support, DARK_PALETTE für das Pixel-Platformer-Template, Alpatyk für das Tilesheet und allen Menschen hinter der Godot Engine.

Interesse?

Falls Interesse an einem eigenen Platformer Game Jam / Workshop besteht: Prof. Tilman Zitzmann gibt Godot-Projekt, Anleitungen und Erfahrungsbericht gerne weiter.

15. Mai 2026