{"id":795,"date":"2016-04-17T21:36:03","date_gmt":"2016-04-17T20:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/?post_type=jetpack-portfolio&#038;p=795"},"modified":"2020-02-10T01:33:18","modified_gmt":"2020-02-10T00:33:18","slug":"lauschangriff-fuer-literatur-und-journalismus","status":"publish","type":"jetpack-portfolio","link":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/lauschangriff-fuer-literatur-und-journalismus\/","title":{"rendered":"Lauschangriff &#8211; Ideen f\u00fcr Literatur und Journalismus"},"content":{"rendered":"<h4>Themen, Szenen und Dialoge &#8211; aus der Wirklichkeit gegriffen &#8230;<\/h4>\n<div class=\"mce_motto\">\n<p><small>\u00a0<\/small><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px\">Die Welt ist ein wundersamer Ort, ein Ort erstaunlicher, befremdlicher, beeindruckender, herzerw\u00e4rmender und ekliger Begegnungen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\">Au\u00dferdem steckt sie voller Geschichten &#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 30px\">Also &#8230; einfach mal zuh\u00f6ren &#8230; schlicht: <em>wahrnehmen<\/em> &#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\">Generationen von Literaten, Heerscharen von Journalisten, Legionen von Werbetextern und die besten Drehbuchautoren waren und sind vor allem eines: aufmerksam.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\">Denn: Ohne Wahrnehmung, keine Kreativit\u00e4t &#8230; Oder: Wie handgreiflich wirkt die Inspiration durch die Wirklichkeit?<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 480px\"><small><br \/>\n\u201eAbenteuer des Alltags.<br \/>\nEin Magazin der Kultur und der Launen&#8220;<br \/>\n(Ralf Huwendiek)<\/small><\/p>\n<p style=\"padding-left: 480px\"><small>\u201eAn ordinary life examined closely reveals itself to be exquisite and complicated and exceptional, somehow managing to be both heroic and plain.&#8220;(Susan Orlean &#8211; \u201cThe Bullfighter Checks Her Makeup\u201d)<\/small><\/p>\n<p style=\"padding-left: 480px\"><small>\u201eIt&#8217;s always surprising to be reminded that while you&#8217;re watching and thinking about people, all knowing and superior, they&#8217;re watching and thinking about you, right back at you.\u201c (Terry Pratchett \u2013 \u201eA Hat Full of Sky\u201c)<\/small><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Ein paar Kapitel Menschenleben,<br \/>\nein paar Kapitel Verwunderung &#8230;<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"#Mitmenschen\">Seine Mitmenschen kennenlernen<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"#Verwirrt\">Verwirrt sein<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"#Lieben\">Lieben<\/a><\/p>\n<h4><a id=\"Mitmenschen\"><\/a>Seine Mitmenschen kennenlernen<\/h4>\n<p>Person A: \u201eIch erkenne in Wolken immer Haifische.\u201c<br \/>\nPerson B eher entt\u00e4uscht: \u201eIch erkenn&#8216; immer nur Kohlk\u00f6pfe &#8230;\u201c<\/p>\n<p>(Jennifer Bayerlein \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Frau, die etwas \u00fcber ihre Apps auf ihrem Smartphone erz\u00e4hlt:<br \/>\n\u201eKlar kann Google dich ausspionieren. Aber ich mach\u2019 ja nichts Interessantes.\u201c<\/p>\n<p>(Sophie Goergen \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Eine Frau raucht eine Zigarette an einer Bushaltestelle. Ein Mann kommt hinzu. \u201eKann ich ne Kippe haben\u201c, fragt er sie. \u201eKlar\u201c, entgegnet diese und beginnt ihm eine Zigarette zu drehen.<br \/>\nDer Mann wartet kurz. Dann sagt er: \u201eDas dauert mir zu lang hier\u201c, nimmt der Frau ihre brennende Zigarette aus dem Mund und geht.<\/p>\n<p>(Klara Sch\u00f6ll \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017\/ 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein M\u00e4dchen auf der Stra\u00dfe zu einem anderen, etwas j\u00fcngeren Kind.<br \/>\n\u201eIch hab bessere Z\u00e4hne als du, what\u2019cha gonna do?\u201c<\/p>\n<p>(Florian Resch \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Jugendlicher in Ausbildung zu einem Studierenden im ersten Semester:<br \/>\n\u201eWaaaaas? Du hast 16 Monate im Jahr Ferien?\u201c<\/p>\n<p>(Kevin Altmann &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In der Bahn von N\u00fcrnberg nach Erlangen:<br \/>\nM\u00e4dchen 1: Ey! Les mal WhatsApp!<br \/>\nM\u00e4dchen 2: Habe ich gelest.<br \/>\nFrau neben mir (ganz leise): Es hei\u00dft &#8218;Lies&#8216;! &#8211; und &#8218;gelesen&#8216;.<\/p>\n<p>(Gwendoline B\u00f6ttger &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>An einer Bahnhaltestelle &#8230; zwei Jungs, circa 14 &#8211; 15 Jahre alt:<br \/>\n,,Nur 20 Likes &#8230; \u00dcbertreib ma nicht, Alter &#8230;\u201c<br \/>\n,,23!\u201c<br \/>\n,,Warum?\u201c<br \/>\n,,Likes von M\u00e4dels z\u00e4hlen doppelt.\u201c<\/p>\n<p>(Simone Bartoschek \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017\/ 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Frau A (regt sich lautstark auf): \u201eDas kann er doch nicht machen. Warum hat er meinen Eltern erz\u00e4hlt, dass ich verlobt bin? So was macht man doch nicht. Ich wollte es ihnen zuerst erz\u00e4hlen. Das kotzt mich so an.\u201c<br \/>\nFrau B: \u201eJa, das ist echt bl\u00f6d. Das h\u00e4ttest du ihnen erz\u00e4hlen m\u00fcssen und nicht irgendein Freund von dir.\u201c<br \/>\nFrau A: \u201eJa, das ist so schei\u00dfe von ihm. Nur weil ich es in Facebook poste, muss er es ja nicht gleich meinen Eltern erz\u00e4hlen. Ich bin so sauer auf den.\u201c<br \/>\nFrau B: \u201eJa, das geht gar nicht.&#8220;<\/p>\n<p>(Elena Riebel \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter Abend, in einem Fitnessstudio. &#8211; Ein muskul\u00f6ser Mann, spricht mit einer Frau, vielleicht einer Freundin, beide sind Mitte 20. Ihr Thema ist das Bodybuilding.<br \/>\nFrau: \u201eUnd wie oft gehst du so trainieren?\u201c<br \/>\nMann: \u201eJeden Tag, wenn\u2019s geht.\u201c<br \/>\nFrau: \u201eWow!&#8220;<br \/>\nMann: \u201eJa, aber genauso wichtig ist die richtige Ern\u00e4hrung &#8230; und Proteinshakes und so.\u201c<br \/>\nFrau: \u201eNimmst du denn auch so &#8230; Stoffe und so?\u201c<br \/>\nMann: \u201eNaja, viele Bodybuilder nehmen dann Amphetamine oder Steroide. Aber dann muss man halt trotzdem noch voll hart trainieren. Ich mach sowas nicht, davon steigt dein Androgynspiegel.&#8220;<br \/>\nFrau: \u201eJa, das hab ich auch schon geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<p>(Joshua Aaron Perlbach \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017\/ 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei m\u00e4nnliche Teenager &#8230;<br \/>\n\u201eEy Digga, du hast richtig aufgepumpt seit&#8216; paar Wochen!<br \/>\nIch muss auch wieder mehr Fitness gehen!\u201c<br \/>\nDarauf sein Kumpel:<br \/>\n\u201eAlter, nein Mann, was brauchst du Fitness, du hast schon Brille.\u201c<\/p>\n<p>(Paula Eberle &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Der Platz neben mir ist frei. Eine Frau kommt mit ihrer Freundin herein, setzt sich, und stellt, weil es so eng ist, versehentlich ihre Tasche auf meinen Scho\u00df. Ich muss lachen. Da bemerkt sie es und sagt l\u00e4chelnd: \u201eOh, tut mir leid. Im Winter braucht man immer einen gr\u00f6\u00dferen Radius.\u201c<\/p>\n<p>(Paula Kanzler \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch \u00fcber Essgewohnheiten:<br \/>\n\u201eDie musste f\u00fcr den immer Kartoffelsalat dazu machen.<br \/>\nDer hat sogar zu Kartoffelsalat Kartoffelsalat gegessen.\u201c<\/p>\n<p>(Marion Hartnagel &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Letztens ein P\u00e4rchen im Supermarkt:<br \/>\n&#8222;Schatz, was m\u00f6chtest du heute essen?&#8220; &#8211; &#8222;Ich h\u00e4tte ja Sau-Bock auf Nudeln, Nudeln mit Pasta!&#8220; &#8211; &#8222;\u00c4h, Nudeln und Pasta &#8230; sind das selbe, Baby.&#8220; &#8211; &#8222;Oh, nee. Ich mein die So\u00dfe zu den Nudeln. Die im Glas da.&#8220; &#8211; &#8222;Du meinst Pesto?&#8220; &#8211; &#8222;Jaaa genau. Danke Schatz.&#8220;<\/p>\n<p>(Anni Chen \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein \u00e4lteres Paar steigt in die S-Bahn. Sie halten beide Taschen mit Pfandflaschen in der Hand. Sie tr\u00e4gt zus\u00e4tzlich Eink\u00e4ufe in einem Korb \u00fcber der Schulter.<br \/>\n\u201eSchatz\u201c, sagt sie leicht genervt, nachdem sie sich gesetzt haben, \u201edu hattest jetzt doch schon eine Wurstsemmel, den Schokoriegel und die Limo. Du bekommst den Muffin jetzt nicht mehr!\u201c<br \/>\nEr sieht sie traurig an.<\/p>\n<p>(Klara Sch\u00f6ll \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017\/ 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eNein, ich bin bi. Mag jemand die Banane haben? Von denen kann ich sterben\u201c Als beil\u00e4ufige Bemerkung in einem Gespr\u00e4ch \u00fcber gesellschaftliche Vielfalt.\u201c<\/p>\n<p>(Justine Wessel \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein Junge in der U-Bahn:<br \/>\n\u201eMeine Mutter schnarcht als w\u00fcrde sie die ganze Sahara abs\u00e4gen.\u201c<\/p>\n<p>(Anna-Lena M\u00fcller &#8211; Medienkonzeption \u2013 Sommersemester 2015)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein Junge, Kindergartenalter, und ein M\u00e4dchen im Grundschulalter \u201eunterhalten\u201c sich:<\/p>\n<p>J: \u201eReingelegt!\u201c<br \/>\nM: \u201eReingelegt ist l\u00fcgen.\u201c<br \/>\nJ: \u201eNee!\u201c<br \/>\nM: \u201eNa wohl!\u201c<br \/>\nJ: \u201eNee! Das darfst du nicht! L\u00fcgen darf man nicht sagen!\u201c<br \/>\nM: \u201eL\u00fcgen darf man sagen, aber L\u00fcgen darf man nicht machen.\u201c<br \/>\nJ: \u201eNee! L\u00fcgen darf man nicht sagen!\u201c<br \/>\nM: \u201eL\u00fcgen darf man sagen, aber nicht l\u00fcgen.\u201c<br \/>\nJ (nach einer kurzen Denkpause):<br \/>\n\u201eDas hei\u00dft \u2026 bedeutet \u2026 dass ich das Mama sage \u2026 und du das aufh\u00f6ren solltest \u2026\u201c<br \/>\nM: \u201ePetze \u2026\u201c<br \/>\nJ: \u201eNee!\u201c<br \/>\nM: \u201eNa wohl \u2026\u201c<br \/>\nJ: \u201eNee?\u201c<\/p>\n<p>(Kristina Ketschik \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eIm Mai. Ich bin Zuhause, meine Fenster sind offen. Vom Innenhof her h\u00f6rt man jedes Mal einen dumpfen Ton, wenn ein Ball geschossen wird, dann die Schreie der Kinder:Das erste Kind:<br \/>\n\u201e&#8230; Mehdi, mach weiter! Mehdi, komm schon! Mehdi, du hast nicht getroffen! Mehdi, du Idiot!! Mehdi?! Mehdi, wo gehst du hin? Mehdi, komm zur\u00fcck! Mehdi, gib den Ball her. Mehdi, gib uns wenigstens den Ball! &#8211; Mehdi &#8230;!\u201c<br \/>\nStille.Dann die traurige Stimme eines zweiten Kindes:<br \/>\n\u201eMehdi hat gewonnen \u2026\u201c<\/p>\n<p>(Valeriia Onishchuk \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mutter mit ihrem kleinen Sohn am Bahnhof:<br \/>\nS: *ist aufgedreht und f\u00e4ngt an seine Mutter zu hauen*<br \/>\nM: &#8222;Hey, wenn du was von mir m\u00f6chtest, dann musst du es nur sagen.&#8220;<br \/>\nS: &#8222;Okay&#8220;<br \/>\nS: &#8222;&#8230;Mama?&#8220;<br \/>\nM: &#8222;Ja?&#8220;<br \/>\nS: &#8222;Ich will dich hauen&#8220;<\/p>\n<p>(Tobias Zauzig \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Faschingsdienstag, M\u00e4dchen 8 Jahre alt, maskiert, will beim Busfahrer eine Fahrkarte kaufen.<br \/>\nM\u00e4dchen, sch\u00fcchtern: \u201eEine Fahrkarte bitte.\u201c<br \/>\nBusfahrer, ruppig: \u201eF\u00fcr Erwachsene oder Kinder? O\u2019gschmiert bist ja a wie a Alde.\u201c<\/p>\n<p>(Jasmin\u00a0Jesberger &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Es ist Halloween, fr\u00fch am Abend. Ich steige in einen Bus, voll mit aufwendig verkleideten jungen Menschen. Es ist laut. Eine Gruppe M\u00e4dchen an einer Vierer-Sitzgruppe h\u00f6rt Musik, trinkt Wein. Eine tanzt sogar.<br \/>\nEin paar Haltestellen sp\u00e4ter steigt eine alte Frau in den Bus. Sie mustert kurz ihre Umgebung. Dann beugt sie sich zu einem der M\u00e4dchen, l\u00e4chelt und sagt: \u201eWissen Sie, fr\u00fcher war ich auch einmal Tanzprinzessin.\u201c &#8211; Dann &#8230; das Gef\u00fchl, dass die M\u00e4dchen sich \u00fcber sie lustig machen.<\/p>\n<p>(Klara Sch\u00f6ll \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017\/ 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Im Zug. Eine Frau mittleren Alters und ein junger Mann steigen gemeinsam ein und setzen sich, in nebeneinander liegende Viersitzer.<br \/>\nSie, recht euphorisch und etwas au\u00dfer Atem, w\u00e4hrend sie ihre Tasche auf den Sitz neben sich legt: \u201eJa wissen Sie, dann geben Sie mir noch 2,50 Euro. Ich hab\u2019 ja diese Mobi-Karte. Da geht das dann.\u201c<br \/>\nEr nimmt sein Handy heraus, st\u00f6pselt seine Kopfh\u00f6rer ans Handy und antwortet freundlich: \u201eJa, okay.\u201c<br \/>\nSie: \u201eJa, die kann ich Ihnen gleich zeigen. Die hab\u2019 ich hier im Gep\u00e4ck!\u201c<br \/>\nSie beginnt in ihrer Tasche zu suchen.<br \/>\nEr: \u201eJa, das glaube ich Ihnen schon.\u201c<br \/>\nSie: \u201eJa, ich kann sie Ihnen schon zeigen. Die habe ich hier einstecken!\u201c<br \/>\nEr: \u201eJa, das glaube ich Ihnen schon.\u201c<br \/>\nSie, immer noch recht euphorisch: \u201eStudieren Sie? &#8230; dass Sie das wissen?\u201c<br \/>\nEr, etwas z\u00f6gerlich: \u201eNee, ich arbeite.\u201c<br \/>\nSie, etwas fahrig, schlie\u00dft ihre Tasche und scheint zu \u00fcberlegen: \u201eArbeiten&#8230; ah ja, sch\u00f6n &#8230;\u201c<br \/>\nKurze Pause. Er tippt auf seinem Handy herum. Die Ohrst\u00f6psel bereits in der Hand.<br \/>\nSie: \u201eJa, wissen Sie, das ist immer so unterschiedlich, wie die Leute im Zug so sind. Manche sind so unfreundlich. Da wei\u00df man immer gar nicht, was man grad sagen soll.\u201c<br \/>\nSie l\u00e4chelt ihn an. Er nickt und l\u00e4chelt z\u00f6gerlich zur\u00fcck.<br \/>\nKurze Stille.<br \/>\nSie: \u201eHatten Sie denn ein gutes Weihnachtsessen?\u201c<br \/>\nEr: \u201eJa. Schon.\u201c<br \/>\nSie: \u201eBei uns gab\u00b4s einen sehr leckeren Braten mit Kl\u00f6\u00dfen. Sehr lecker! Den hat meine Schwester gekocht. Da hat die ganze Familie zusammen gegessen. Das war was Sch\u00f6nes!\u201c<br \/>\nSie l\u00e4chelt ihn an. &#8211; Er nickt und schweigt.<br \/>\nStille.<br \/>\nEr schaut aus dem Fenster. Schaut zu ihr.<br \/>\nSie blickt aus dem Fenster.<br \/>\nEr steckt sich langsam die Ohrst\u00f6psel in die Ohren.<\/p>\n<p>(Lydia Giegold \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Setting: Berlin, Friedrichshain, circa 1 Uhr nachts<br \/>\nA: (wirft Plastikbecher in die Spree)<br \/>\nB: \u201eBruder, wirf doch nix ins Wasser. Des is\u2019 unn\u00f6tig.\u201c<br \/>\nA: \u201eDigga, des is\u2019 Recycling.\u201c<\/p>\n<p>(Christoph K\u00fchn &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p><em>* * *<\/em><\/p>\n<p>Lauschangriff in der S-Bahn auf meinem Heimweg:<br \/>\nEin Junge und ein M\u00e4dchen, beide zwischen 17 und circa 20 Jahren alt, haben sich offenbar zuf\u00e4llig dort getroffen. Aus ihrem Gespr\u00e4ch geht hervor, dass die beiden vorher zusammen in einer Klasse, wenigstens auf der selben Schule waren. Sie geht wohl im Moment auf eine weiterf\u00fchrende<br \/>\nSchule, w\u00e4hrend er bereits arbeitet.<br \/>\nEr: Ich hab echt schon alles ausprobiert: Dachdecker, G\u00e4rtner, Mauerer, Maler &#8230; (Er hat noch ein, zwei Berufe genannt, aber so schnell konnte ich nicht tippen &#8230;), &#8230; sogar Metzger!<br \/>\nAber ich werde niemals Verk\u00e4ufer, hab ich mir gesagt.<br \/>\nUnd was bin ich jetzt? Verk\u00e4ufer.<br \/>\nSie: Und wieso?<br \/>\nEr (pl\u00f6tzlich etwas verlegen. Er druckst kurz herum und sagt &#8230;): &#8230; weil\u2019s der letzte Ausbildungsplatz war, der frei war, als ich mich beworben hab.\u201c<\/p>\n<p><em>(Tina Gebhardt \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>* * *<\/em><\/p>\n<p>Ein stark t\u00e4towierter Mann sitzt mit einer Frau am Tisch neben mir.<br \/>\nFrau: Wenn ich dich nicht kennen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich auch so denken \u2026<br \/>\nMann: H\u00e4. Was?<br \/>\nFrau: Wei\u00df ja niemand, dass du so nett bist.<br \/>\nMann: Wegen der Tattoos?<br \/>\nFrau: Na ja, auch. Aber vor allem, wenn du so guckst, wie du jetzt auch guckst. Das sch\u00fcchtert ein. So schreckst du alle ab, Dieter.<br \/>\nMann: Nur die, die\u2019s abschrecken soll.<\/p>\n<p>(Paula Kanzler \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch zwischen zwei Arbeitskollegen in einem Club, 4 Uhr morgens:<br \/>\n\u201eMorgen wird ein harter Tag. 7 Uhr aufstehen. Herrichten. Auto waschen und polieren. Dann zu dem Arschloch und ihm aufs Maul hauen und dann zum Essen. &#8211; Wird echt stressig.\u201c<\/p>\n<p>(Teresa H\u00f6lzl &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Neulich habe ich in einem Caf\u00e9 eine Unterhaltung zwischen einer Frau und einer Gruppe M\u00e4nner mit angeh\u00f6rt. Die Frau erz\u00e4hlte von einem Film, oder einem Buch, in dem ein gemobbtes Kind seine Peiniger in einem Landhaus einsperrt und dann zu Tode foltert.<br \/>\nSie sagte, dass es ihr Spa\u00df mache, solche Menschen leiden zu sehen &#8211; und, dass das \u201egenau ihr Ding\u201c sei. Dabei beschrieb sie die Foltermethoden sehr detailreich und mit gro\u00dfer Begeisterung &#8211; und so laut, dass ich noch im Nebenraum jedes Wort verstehen konnte.<\/p>\n<p>(Jonathan Tr\u00f6bs \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In der Mensa der TH &#8211; Offensichtlich zwei Designstudierende, ein Er und eine Sie. &#8211; Beide unterhalten sich \u00fcber ihre Arbeit an einem gemeinsamen Projekt. Sie redet sehr viel, w\u00e4hrend er sich eher selten zu Wort meldet.<br \/>\nSie: \u201eIch bin so froh, dass ich auch mit dir in \u2019ner Gruppe bin. Der X hat st\u00e4ndig was an mir auszusetzen &#8230; Mit dir kann man auch so voll gut \u00fcber Design reden. Und du kritisierst mich nicht immer!<br \/>\nEr (h\u00e4lt kurz beim Essen inne, sieht sie an und meint dann trocken): \u201eIch bin meistens einfach zu faul, mit dir zu diskutieren &#8230;\u201c<br \/>\nSie sieht ihn vollkommen irritiert an und ist das erste Mal, seit die beiden in H\u00f6rweite gekommen sind, sprachlos. Er muss \u00fcber ihren Gesichtsausdruck lachen. Sie bemerkt sein Lachen und lacht &#8211; etwas verzweifelt &#8211; mit, in der Hoffnung, dass seine Aussage ein Scherz gewesen sei.\u201c<\/p>\n<p>(Tina Gebhardt \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Kinderspielplatz \/ Vormittags<br \/>\nKind 1: Du Hurensohn!<br \/>\nKind 2: Ich war das nicht!<br \/>\nKind 1: Du L\u00fcgner! Sie soll sterben!<\/p>\n<p>(Joseph Lanzinger &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eVielleicht sollten die einfach alle mal von &#8217;ner Br\u00fccke springen.\u201c &#8211;<br \/>\n\u201eDas w\u00e4re zumindest ein L\u00f6sungsansatz.\u201c<\/p>\n<p>(Sarah Klostermeier &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ich sitze in einer Kneipe und eine befreundete Band spielt Live-Musik. Die Gruppe wurde als \u201eJazzcombo\u201c angek\u00fcndigt, doch spielen sie &#8211; entgegen der Erwartung der meisten G\u00e4ste hier &#8211; eher experimentelle Musik.<br \/>\nEine junge Frau neben mir dreht sich genervt zu ihrem Partner um. \u201eDas ist doch keine Musik mehr!\u201c, sagt sie, woraufhin er gelassen entgegnet: \u201eNein, das ist schon Poesie.\u201c<\/p>\n<p>(Klara Sch\u00f6ll \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017\/ 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zeigt auf sein Handy, auf ein Bild: \u201eJa, das ist die Serie. Da waren wir in der Sargfabrik. Deutsche S\u00e4rge entsprechen ganz eigenen Standards. Kennst du den \u201eMorpho\u201c? Das Modell hat so naturblaue T\u00f6ne und Metallapplikationen &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>(Richard L\u00fcck &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein Paar, Mitte 40, auf dem Fahrrad:<br \/>\n\u201eDeswegen ist er ja auch nicht im K\u00e4rwaprogramm aufgelistet. Der ist ja quasi das Secret Hiring.\u201c<\/p>\n<p>(Carolin Wabra \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eEin U-Bahn Sprecher:<br \/>\n\u201eBitte alle einsteigen, die noch reinpassen. Die anderen warten bitte auf den n\u00e4chsten Zug, die n\u00e4chste U1 ist gleich da. &#8211; \u2026 Au\u00dfer sie wollen kuscheln, dann nur rein.\u201c\u201c<\/p>\n<p>(Marina Spies \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eEin Teestand am Christkindlesmarkt in N\u00fcrnberg, ein Paar Mitte 20:<br \/>\nEr: 17 Kr\u00e4uter? Das kann doch nicht schmecken.<br \/>\nSie: Du trinkst doch auch J\u00e4germeister&#8230; da sind 56 Kr\u00e4uter drin ..<br \/>\nEr: &#8230; und Schnaps.\u201c<\/p>\n<p>(Marina Spies \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In einem Hostel in Australien wird \u00fcber die vielen Deutschen gesprochen.<br \/>\nM\u00e4dchen: There are nur Germans everywhere.<\/p>\n<p>(Alena Dagner \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eBlau ist keine Farbe\u201c, ruft der Schaffner aus dem Zug. \u201eBlau ist ein Zustand!\u201c &#8211; Sehr vertrauensw\u00fcrdig denke ich mir.<\/p>\n<p>(Luka Popp \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein paar Frauen vor einer geschlossenen Bar. &#8211; Eine der Damen: \u201eWer geht denn freiwillig in die Skybar. Sind die nicht mehr ganz knusper?\u201c<\/p>\n<p>(Katharina Betz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>A zu B: Ich bring dich um! Ernsthaft. Ich mach dich kalt!<br \/>\nC : Eih, was ist denn los? Was hat B dir denn getan?<br \/>\nA, lachend: Der Depp l\u00e4sst sich nicht auf seine Nuggets einladen.<\/p>\n<p>(Julia Beigel \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Kinder sitzen in der U-Bahn:<br \/>\nKind 1 &#8211; macht Autoger\u00e4usche.<br \/>\nKind 2: \u201eMit welchem Auto f\u00e4hrst du?\u201c<br \/>\nKind 1: \u201eMit deinem.\u201c<br \/>\nKind 2 &#8211; schaut extrem w\u00fctend drein und f\u00e4ngt an zu schmollen.<\/p>\n<p>(Julia Zirkelbach \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Am Londoner Flughafen: Deutsche Touristen kommen uns entgegen.<br \/>\nPerson 1: Diese deutschen Touristen sind immer die lautesten.<br \/>\nPerson 2: Ja furchtbar! Ich will denen gar nicht begegnen.<br \/>\nPerson 1: Deswegen soll man nie in Touristenhochburgen gehen.<\/p>\n<p>(Christoph Vogt \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Nachbarinnen:<br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen eine L\u00f6sung finden!\u201c<br \/>\n-\u201eWir werden nichts in unserem Garten machen.\u201c<br \/>\n\u201eDann k\u00fcndige ich dir die Freundschaft. Gib mir meinen Schl\u00fcssel zur\u00fcck!\u201c<\/p>\n<p>(Viktoria Briesnitz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch \u00fcber anstehende Gartenarbeit<\/p>\n<p>A: \u201eDer Garten ist morgen auch noch da.\u201d<br \/>\nB: \u201eDas richtige Wetter aber nicht.\u201d<br \/>\nA: \u201eDu auch nicht.\u201d<br \/>\nB: \u201eStimmt.\u201d<\/p>\n<p>(Lorenzo Dell&#8217;Annunziata \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ist halt ne Kreuzfahrt. \u2013 Muss man mal gemacht haben. \u2013 Ist halt gigantisch \u2026 mit dem Ablegen &#8230; mit dem Video, das ich dir geschickt hab. \u2013 Abwechslung am Seetag und Auspannen \u2013 Argh heftig mit dem Kotzen.<\/p>\n<p>(Maria Demme \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mann 1: \u201eDer Mensch besteht doch zu 70 Prozent aus Wasser, oder?\u201c<br \/>\nFrau: \u201eDenk mal schon &#8230;\u201c<br \/>\nMann 2: \u201eNa ja so 40 Liter Wasser.\u201c<br \/>\nMann 3: \u201eH\u00e4, ich dachte 90 Prozent?\u201c<br \/>\nFrau: \u201eDann w\u00e4rst du ne Gurke.\u201c<\/p>\n<p>(Johanna Kaiser \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>A: \u201eDarf ich dir die Tulpe hier auf den Arm malen?\u201c<br \/>\nB: \u201eJa klar, tulp\u2019 dich aus!<\/p>\n<p>(Marie Kiesewetter \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Im Zug&#8230;M\u00e4dchen (betrunken): Wie geht es euch?<br \/>\nSchaffner (korpulent): Ich bin allein.<\/p>\n<p>(Christin Nasto \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Bei diesem Lauschangriff wei\u00df ich leider nicht mehr jedes Wort, weil: ich hatte weder Handy noch Notizheft dabei. Aber ich hab versucht, alles so gut wie m\u00f6glich zu rekonstruieren.<br \/>\nIch war mit meinem Freund in einem griechischen Restaurant essen, da setze sich pl\u00f6tzlich ein Almann mit seinem Date neben uns. Mir sind sofort seine stilechten Almann-Sandalen und sein krebsroter bzw. an manchen Ecken auch k\u00e4sewei\u00dfer Teint aufgefallen. Ich wusste, hier habe ich es mit einem waschechten Almann zu tun. Als seine Ete Petete-Meeresfruchtplatte kam und er ein Fanta dazu trank, verst\u00e4rkte sich dieser Eindruck noch.<br \/>\nDer Abend setzte sich fort und der Mann versuchte sein Date mit seinem Halbwissen \u00fcber Physik zu beeindrucken: \u201eSchwarze Materie, verstehst du, da haben Satelliten ihre Laufbahn ge\u00e4ndert und keiner wusste warum, dann haben sie geforscht und rausgefunden, dass da was ist, was sie nicht verstehen. Die Gravitation hat sich ge\u00e4ndert.\u201c \u201e Das verstehe ich nicht\u201c, gab die braungebrannte Dame zur\u00fcck. Der Allman startete einen erneuten Erkl\u00e4rungsversuch, der jedoch nur mit dem selben Ergebnis endete.<br \/>\nAlso fing er an, \u00fcber Genetik zu reden: \u201eWei\u00dft du, Gene &#8230; die sind von Geburt an fest in einem drin. Manche Leute werden einfach zu Kriminellen geboren. Man hat festgestellt, dass in bestimmten Regionen mit einem bestimmten Genpool die Menschen viel krimineller sind.\u201c Doch die Frau widersprach: \u201eAlso, das glaube ich nicht. Das hat ja sehr viel mit dem Umfeld und der Erziehung und den Erfahrungen zu tun, wie ein Mensch wird.\u201c \u201e Doch, doch, das ist fest vorgeschrieben, wie man ist. Es ist in den Genen!\u201c Als der Almann bemerkt, dass er das ganze Gespr\u00e4ch gerade gegen die Wand f\u00e4hrt, sagte er: \u201eAlso, naja, das ist eben ein kontroverses Thema. Und ich bin ja auch kein Experte, sondern Maschinenbauer.\u201c<br \/>\nIch und mein Freund fingen an zu lachen und ich musste mir w\u00e4hrend der ganzen Zeit verkneifen, ihm zu widersprechen, weil ich keinen Stress anfangen wollte, ich wollte lieber meinen K\u00e4se genie\u00dfen.<\/p>\n<p>(Katja Redlingsh\u00f6fer\u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Kleinkinder gehen mit einer erwachsenen Frau, wahrscheinlich ihrer Mutter, \u00fcber einen gepflasterten Platz, vorbei an einem gro\u00dfen Brunnen mit mehreren Metallskulpturen von Monstern und Menschen.Das j\u00fcngere der Kinder zeigt auf die Skulpturen und fragt: \u201eWer bist du da?\u201c<br \/>\nWorauf das andere Kind antwortet: \u201eIch bin die riesige Echse.\u201c<\/p>\n<p>(Vera Roggenhofer \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein paar Frauen vor einer geschlossenen Bar. &#8211; Eine der Damen: \u201eWer geht denn freiwillig in die Skybar. Sind die nicht mehr ganz knusper?\u201c<\/p>\n<p>(Katharina Betz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>A zu B: Ich bring dich um! Ernsthaft. Ich mach dich kalt!C: Eih, was ist denn los? Was hat B dir denn getan?<\/p>\n<p>A, <em>lachend<\/em>: Der Depp l\u00e4sst sich nicht auf seine Nuggets einladen.<\/p>\n<p>(Julia Beigel \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Kinder sitzen in der U-Bahn:Kind 1 &#8211; macht Autoger\u00e4usche.Kind 2: \u201eMit welchem Auto f\u00e4hrst du?\u201cKind 1: \u201eMit deinem.\u201cKind 2 &#8211; schaut extrem w\u00fctend drein und f\u00e4ngt an zu schmollen.<\/p>\n<p>(Julia Zirkelbach \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Am Londoner Flughafen: Deutsche Touristen kommen uns entgegen.Person 1: Diese deutschen Touristen sind immer die lautesten.Person 2: Ja furchtbar! Ich will denen gar nicht begegnen.Person 1: Deswegen soll man nie in Touristenhochburgen gehen.<\/p>\n<p>(Christoph Vogt \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Nachbarinnen:\u201eWir m\u00fcssen eine L\u00f6sung finden!\u201c-\u201eWir werden nichts in unserem Garten machen.\u201c\u201eDann k\u00fcndige ich dir die Freundschaft. Gib mir meinen Schl\u00fcssel zur\u00fcck!\u201c<\/p>\n<p>(Viktoria Briesnitz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch \u00fcber anstehende Gartenarbeit<\/p>\n<p>A: \u201eDer Garten ist morgen auch noch da.\u201d<\/p>\n<p>B: \u201eDas richtige Wetter aber nicht.\u201d<\/p>\n<p>A: \u201eDu auch nicht.\u201d<\/p>\n<p>B: \u201eStimmt.\u201d<\/p>\n<p>(Lorenzo Dell&#8217;Annunziata \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ist halt ne Kreuzfahrt. \u2013 Muss man mal gemacht haben. \u2013 Ist halt gigantisch \u2026 mit dem Ablegen &#8230; mit dem Video, das ich dir geschickt hab. \u2013 Abwechslung am Seetag und Auspannen \u2013 Argh heftig mit dem Kotzen.<\/p>\n<p>(Maria Demme \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mann 1: \u201eDer Mensch besteht doch zu 70 Prozent aus Wasser, oder?\u201cFrau: \u201eDenk mal schon &#8230;\u201cMann 2: \u201eNa ja so 40 Liter Wasser.\u201cMann 3: \u201eH\u00e4, ich dachte 90 Prozent?\u201cFrau: \u201eDann w\u00e4rst du ne Gurke.\u201c<\/p>\n<p>(Johanna Kaiser \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>A: \u201eDarf ich dir die Tulpe hier auf den Arm malen?\u201cB: \u201eJa klar, tulp\u2019 dich aus!<\/p>\n<p>(Marie Kiesewetter \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Im Zug&#8230;M\u00e4dchen (betrunken): Wie geht es euch?Schaffner (korpulent): Ich bin allein.<\/p>\n<p>(Christin Nasto \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Bei diesem Lauschangriff wei\u00df ich leider nicht mehr jedes Wort, weil: ich hatte weder Handy noch Notizheft dabei. Aber ich hab versucht, alles so gut wie m\u00f6glich zu rekonstruieren.Ich war mit meinem Freund in einem griechischen Restaurant essen, da setze sich pl\u00f6tzlich ein Almann mit seinem Date neben uns. Mir sind sofort seine stilechten Almann-Sandalen und sein krebsroter bzw. an manchen Ecken auch k\u00e4sewei\u00dfer Teint aufgefallen. Ich wusste, hier habe ich es mit einem waschechten Almann zu tun. Als seine Ete Petete-Meeresfruchtplatte kam und er ein Fanta dazu trank, verst\u00e4rkte sich dieser Eindruck noch.Der Abend setzte sich fort und der Mann versuchte sein Date mit seinem Halbwissen \u00fcber Physik zu beeindrucken: \u201eSchwarze Materie, verstehst du, da haben Satelliten ihre Laufbahn ge\u00e4ndert und keiner wusste warum, dann haben sie geforscht und rausgefunden, dass da was ist, was sie nicht verstehen. Die Gravitation hat sich ge\u00e4ndert.\u201c \u201e Das verstehe ich nicht\u201c, gab die braungebrannte Dame zur\u00fcck. Der Allman startete einen erneuten Erkl\u00e4rungsversuch, der jedoch nur mit dem selben Ergebnis endete.Also fing er an, \u00fcber Genetik zu reden: \u201eWei\u00dft du, Gene &#8230; die sind von Geburt an fest in einem drin. Manche Leute werden einfach zu Kriminellen geboren. Man hat festgestellt, dass in bestimmten Regionen mit einem bestimmten Genpool die Menschen viel krimineller sind.\u201c Doch die Frau widersprach: \u201eAlso, das glaube ich nicht. Das hat ja sehr viel mit dem Umfeld und der Erziehung und den Erfahrungen zu tun, wie ein Mensch wird.\u201c \u201e Doch, doch, das ist fest vorgeschrieben, wie man ist. Es ist in den Genen!\u201c Als der Almann bemerkt, dass er das ganze Gespr\u00e4ch gerade gegen die Wand f\u00e4hrt, sagte er: \u201eAlso, naja, das ist eben ein kontroverses Thema. Und ich bin ja auch kein Experte, sondern Maschinenbauer.\u201cIch und mein Freund fingen an zu lachen und ich musste mir w\u00e4hrend der ganzen Zeit verkneifen, ihm zu widersprechen, weil ich keinen Stress anfangen wollte, ich wollte lieber meinen K\u00e4se genie\u00dfen.<\/p>\n<p>(Katja Redlingsh\u00f6fer\u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Kleinkinder gehen mit einer erwachsenen Frau, wahrscheinlich ihrer Mutter, \u00fcber einen gepflasterten Platz, vorbei an einem gro\u00dfen Brunnen mit mehreren Metallskulpturen von Monstern und Menschen.Das j\u00fcngere der Kinder zeigt auf die Skulpturen und fragt: \u201eWer bist du da?\u201cWorauf das andere Kind antwortet: \u201eIch bin die riesige Echse.\u201c<\/p>\n<p>(Vera Roggenhofer \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Im Intercity der \u00d6BB auf der Fahrt von Linz nach Graz wurde ich Zeuge einer vermeintlichen Kindesentf\u00fchrung, der sich zwei Reisende am Sitzplatz gegenu\u00fcber noch einmal erinnerten:<\/p>\n<p>\u201cWir sitzen in da S\u00fcdsteiermoak beim Heirign, also Heirign hast\u2019s jo ned; Burschenschank. Kummt a junges P\u00e4rchen, also jung is a relativ, also a junge Familie &#8211; und des Kind wuit am Sp\u00fcplotz und daun sog i so: \u2018jo, gebt\u2019s ma s\u2019 mit!\u2019 Wei unsre Klane wuit hoit a.<br \/>\nSie is a Kraunknschwesta in Steyr, oba geb\u00fcrtig in Gro\u00dframing.<br \/>\nUnd daun samma nu laung g\u2019sessn und hom quatscht.\u201d<\/p>\n<p>Die erz\u00e4hlende Person soll sich in der S\u00fcdsteiermark in einem Weinlokal verk\u00f6stigen haben lassen, als ein anderes Paar mit Kind das Lokal betrat. Da die Tochter der erz\u00e4hlenden Person zu diesem Zeitpunkt einen Spielplatz besuchen wollte, bot diese dem Paar an, deren Kind ebenfalls zu beaufsichtigen. Im Laufe des Gespr\u00e4chs soll es sich herausgestellt haben, dass es sich bei der Mutter des Kindes um eine geb\u00fcrtige Ober\u00f6sterreicherin handelte, welche gegenw\u00e4rtig in einer anderen Ortschaft als der ihrer Geburt ihren Beruf aus\u00fcbe. Die besagten Personen sollen dann noch einen langen Abend im Weinlokal verbracht haben.<\/p>\n<p>(Georg Zechner &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Am Bahnhof in Langenzenn<br \/>\n(Maxim ist \u00fcbrigens eine Shishabar in F\u00fcrth. &#8211; Und Wilhermsdorf ein Dorf, zwei Stationen in die andere Richtung)<br \/>\nPerson 1: Ey Bro, komm man, du musst mit ins Maxim, Bro.<br \/>\nPerson 2: Bro, ich weis nich, bin voll fertig, Bro.<br \/>\nPerson 1: Broo, komm schon Bro, das wird die Nacht deines Lebens, Bro!<br \/>\nPerson 2: Man broo, ich glaub nich, dass ich das heute noch packe, Brooo.<br \/>\nPerson 1: Broo, ich sag dir mal was, Bro, Wilhermsdorf ist wie Golfen. Aber Maxim &#8230; &#8211; Maxim ist wie Football, Brooo! (HAHAHA)\u201c<\/p>\n<p>(Marc Stauch &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ich sitze im Bus auf dem Weg zu meinen Eltern. Diesen Bus musste ich acht Jahre lang praktisch t\u00e4glich besteigen, um zur Schule zu kommen. Mir ist die Strecke, die wir abfahren und das Gef\u00fchl, das dabei pl\u00f6tzlich in mir hochkommt, so vertraut und gleichzeitig f\u00fchlt es sich irgendwie surreal an. Ich bin zwar noch ich, aber nicht mehr die, die ich damals noch war.<br \/>\nAn der n\u00e4chsten Haltestelle steigt ein junger Vater mit seiner Tochter ein. Ich sch\u00e4tze sie auf etwa 5 Jahre. Aber ich bin im Sch\u00e4tzen leider grottenschlecht. Also: Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<br \/>\nDie beiden setzen sich nebeneinander, hinten in den Bus, auf eine Sitzreihe. Ich sitze schr\u00e4g gegen\u00fcber. Die Kopfh\u00f6rer alibim\u00e4\u00dfig in den Ohren, damit mich blo\u00df keiner anspricht. Allerdings sind sie leider schon lange kaputt.<br \/>\nIch beobachte die beiden mir schr\u00e4g gegen\u00fcber und schnappe \u00fcber die Busger\u00e4usche hinweg einen Fetzen des Gespr\u00e4chs zwischen Vater und Tochter auf.<br \/>\n\u201eIm Kindergarten schlafen die M\u00e4dchen fei immer viiiel fr\u00fcher ein wie die Jungs\u201c. Bericht der Tochter.<br \/>\n\u201eWirklich? Warum denkst du, ist das so?\u201c Frage des Vaters.<br \/>\n\u201eWeil wir den ganzen Tag lang unser Gehirn ben\u00fctzen. Das macht m\u00fcde.\u201c N\u00fcchterne Feststellung der Tochter.<br \/>\nIch muss grinsen und stehe auf. Hier muss ich aussteigen.<\/p>\n<p>(Clara Birkmann &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<hr \/>\n<h4 style=\"padding-left: 30px\"><a id=\"Verwirrt\"><\/a>Verwirrt sein<\/h4>\n<p>M1: Ich finde irgendwie das riecht komisch<br \/>\nM2: Die Cola?<br \/>\nM1: Nein, Gras.<\/p>\n<p>(Anna Sofia Geissler \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>U-Bahn-Station &#8211; Eine Durchsage:<br \/>\n\u201eUnser Zug ist kein Adventskalender, man darf alle T\u00fcren \u00f6ffnen.\u201c<\/p>\n<p>(Andreas Ihlefeldt \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Studierende (ein M\u00e4dchen und ein Junge) unterhalten sich in der Bahn, die bereits 30 Minuten Versp\u00e4tung hat und in der die Heizung ausgefallen ist.<br \/>\nDas Gespr\u00e4ch kommt von der Bahn zur U-Bahn &#8230;<br \/>\nM\u00e4dchen: \u201eManchmal werden die U-Bahnen auch einfach langsamer &#8230;\u201c<br \/>\nJunge: \u201eJa wenn die anderen U-Bahnen Verz\u00f6gerungen haben, m\u00fcssen die langsamer werden und &#8230;\u201c<br \/>\nM\u00e4dchen (unterbricht den Jungen): Nee, das machen die aus reiner Bosheit.\u201c<\/p>\n<p>(Barbara K\u00fchner \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4chsfetzen in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone:\u201e\u2026 die Unterschicht, die Mittelschicht und die Sp\u00e4tschicht \u2026\u201d<\/p>\n<p>(Geena Kade \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein kleiner Junge und eine Frau, die wahrscheinlich seine Mutter ist, gehen am Christkindlesmarkt vorbei und reden miteinander:<br \/>\nKind: Schau mal, da ist ein Karton auf dem Dach.<br \/>\nFrau: (lacht) Das ist ein Kamin, Schatzi.<br \/>\nKind: Was?<br \/>\nFrau: Aber &#8230; hast schon recht. &#8230;. Sieht aus wie ein Karton.<\/p>\n<p>(G\u00fclen B\u00fcsra Bayrak \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mutter und Kind (circa 3 &#8211; 4 Jahre alt) im Naturkundemuseum Berlin.<br \/>\nDas Kind betrachtet eine Vitrine mit ausgestopften Papageien.<br \/>\nKind: Mama, warum bewegen die sich gar nicht?<br \/>\nMutter: Wei\u00dft du wenn Tiere schon ganz alt sind und ein sch\u00f6nes langes Leben hatten, sterben sie und &#8230;<br \/>\nDoch das Kind unterbricht seine Mutter: Die sind tot?<br \/>\nDie Augen des Kindes beginnen sich mit Tr\u00e4nen zu f\u00fcllen.<br \/>\nMutter: Die Tiere waren schon alt und sie waren &#8230;<br \/>\nDas Kind dreht sich um und starrt zur\u00fcck in die R\u00e4ume hinter sich, alle gef\u00fcllt mit Hunderten von ausgestopften Tieren.<br \/>\nKind: DIE SIND ALLE TOT?<br \/>\nDas Kind beginnt laut zu weinen.<\/p>\n<p>(Nick Henke \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Im Supermarkt belauscht:<br \/>\nKind: \u201eMeine Hose zwickt.\u201c<br \/>\nVater: \u201eWelche, die Unterhose oder die Jeans?\u201c<br \/>\nKind: \u201eMeine Hose zwickt.\u201c<br \/>\nVater: \u201eWelche, die Unterhose oder die Jeans?\u201c<br \/>\n(Dieser Dialog wird etwa f\u00fcnf Mal wiederholt. Bis &#8230;)<br \/>\nKind: \u201eMeine Jeans zwickt.\u201c<br \/>\nVater: \u201eDann hast du sie zu weit hoch gezogen.\u201c<\/p>\n<p>(Janka Hofmann \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eIn meiner Ausbildung zur Floristin: Die eine Frau, die st\u00e4ndig nach Hosen gefragt hat. Anfangs dachte ich noch, sie meint Rosen. War aber nicht so. Diese Lady kam in den Blumenladen, um nach Hosen zu fragen.\u201c<\/p>\n<p>(Dilara Kersten \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In einem Aufenthaltsraum AUF AEG: Sch\u00fcler lernen f\u00fcr eine Kurzarbeit oder \u00e4hnliches. Ein M\u00e4dchen hat ein Buch in der Hand und liest.<br \/>\nM\u00e4dchen 1: \u201eIch kann Euch jetzt sagen, dass die Durchschnittstemperatur in Guadeloupe 25 Grad betr\u00e4gt.\u201c<br \/>\nM\u00e4dchen 2 (klingt gelangweilt): \u201eDas &#8211; ist &#8211; sch\u00f6n.\u201c<br \/>\nM\u00e4dchen 1: \u201eDie Zeitverschiebung betr\u00e4gt im Sommer sechs Stunden und im Winter f\u00fcnf.\u201c<br \/>\nJunge 1 (klingt leicht sp\u00f6ttisch): \u201eKommt drauf an, in welche Richtung man fliegt.\u201c<br \/>\nM\u00e4dchen 1: \u201eAha.\u201c<br \/>\nJunge 1: \u201eDas Buch ist schei\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>(Natascha Weber \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>A: &#8222;Man kann jetzt ja auch Beeren von den Str\u00e4uchern pfl\u00fccken.&#8220;<br \/>\nB: &#8222;Echt? Geil. Und was kriegt man dann?&#8220;<br \/>\nA: &#8222;&#8230; Beeren?&#8220;<br \/>\nB: &#8222;Das h\u00e4tte ich mir eigentlich denken k\u00f6nnen &#8230;&#8220;<br \/>\nA (lacht hysterisch)<br \/>\nB: &#8222;Das gef\u00e4llt dir jetzt, oder? Das werd&#8216; ich mir noch ewig anh\u00f6ren d\u00fcrfen &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>(Christoph Schimpel &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Kunde: \u201eEntschuldigen Sie, dieses rote Gew\u00fcrzpulver da, wie hei\u00dft das genau?\u201c<br \/>\nVerk\u00e4ufer: \u201eDas ist scharf.\u201c<\/p>\n<p>(Eva Frauendorfer &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2015\/ 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eIch hab auch so ein Smartyphone! Ich wei\u00df aber nicht, wie man ihn benutzt. Da braucht man Internet, oder?\u201c<\/p>\n<p>(Katrin Mader \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2014\/ 2015)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Frauen unterhalten sich in der Regionalbahn \u00fcber ihre Ehem\u00e4nner.<br \/>\nSchlie\u00dflich beschreibt eine Frau einen Shoppingtag in der Innenstadt von N\u00fcrnberg und kommt auf ein Erlebnis in einem schicken Modehaus zu sprechen. &#8211;<br \/>\nIhr Mann war schon den ganzen Tag ziemlich still und hatte sich mehrmals von ihr und ihren T\u00f6chtern getrennt, um zu essen. Nachdem die drei dann ihren Ehemann beziehungsweise Vater mehrmals wieder aufgesp\u00fcrt hatten und sich wegen der Suchaktionen alles verz\u00f6gert hatte, gab es von der Dame ein Donnerwetter und er entschied sich nun, doch bei Ihnen zu bleiben, w\u00e4hrend sie die restlichen Weihnachtseink\u00e4ufe erledigten.<br \/>\nDann waren die T\u00f6chter in der Umkleide und die Mutter wartete vor der Kabine, als ihr Mann total begeistert auf sie zusteuert kam und dabei laut verk\u00fcndete, er sei die Security. Nach wenigen Sekunden wurde der Frau klar, wieso er sich so \u00fcber seinen Witz freute, Nur einen Blick auf sein Shirt brauchte es, um zu begreifen, was los war. Er hatte einen Aufkleber gefunden. Auf dem Aufkleber stand tats\u00e4chlich \u201eSecurity\u201c. Total entsetzt versuchte die Frau ihrem Mann zu verdeutlichen, wozu dieser Aufkleber, den er auf dem Boden gefunden hatte, eigentlich diente, n\u00e4mlich als Schutz und Warnung bei der Anprobe von Badeanz\u00fcgen und Unterw\u00e4sche. Verstanden hat er das anscheinend nicht, denn er lief durch den Laden und quatschte st\u00e4ndig Leute an und erz\u00e4hlte ihnen seinen Witz. W\u00e4hrend seine Frau so tat, als w\u00fcrde sie ihn nicht kennen. Denn ihr waren die Blicke peinlich, die ihr Mann &#8211; vor allem von den Besucherinnen des Ladens &#8211; erntete. Es waren \u00fcberwiegend angewiderte. Als die T\u00f6chter schlie\u00dflich fertig waren und sich des peinlichen Verhaltens ihres Vaters bewusst geworden waren, versuchte eine den Aufkleber von seinem Shirt abzuziehen. Der Aufkleber ging ab. Der Schriftzug aber blieb auf dem Textil zur\u00fcck.<\/p>\n<p>(Katy-Ann Federman \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch \u00fcber Silvester &#8211; zwischen einem Deutschen (Person A) und zwei franz\u00f6sischen Mitarbeitern (den Personen B und C) &#8230;<br \/>\nA: \u201dI\u2019ve watched the new years firework in Frankfurt directly at the Main. It was very impressive and beautiful!\u201d<br \/>\nB: \u201dYeah, the firework in Germany is beautiful, &#8211; especially the private firework, which you don\u2019t see in France because it\u2019s forbidden.\u201d<br \/>\nC: \u201dBut we have burning cars instead!\u201d<br \/>\nAlle lachen.<br \/>\nB: \u201cBut this year not so many cars have burned.\u201d<br \/>\nA: \u201cHow much was it?\u201d<br \/>\nPerson B checkt das mit Hilfe seines Smartphones<br \/>\nB: \u201c625 cars have burned on new years eve. Even more than last year but still not so many as a few years ago.\u201d<br \/>\nC: \u201cWow, I haven\u2019t expected this!\u201d<br \/>\nAlle lachen.<br \/>\nIch bin irritiert.<\/p>\n<p>(Katrin Wycisk &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Eine Frau l\u00e4uft die Stra\u00dfe entlang und auf mich zu. Dann bleibt sie pl\u00f6tzlich stehen und macht ein schockiertes Gesicht.<br \/>\n\u201eSchei\u00dfe! &#8230; Nein, FUCK!\u201c<br \/>\nSie schaut mich an und fragt:<br \/>\n\u201eHeute ist Freitag, oder?\u201c<br \/>\nUnd ich: \u201eJaa &#8230;?\u201c<br \/>\nDann rennt sie los und flucht vor sich hin.<\/p>\n<p>(Anthea Schuler \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2015)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein Mann im Altenheim begr\u00fc\u00dft meine Mutter und erkl\u00e4rt ihr danach ganz aufgeregt, dass er unbedingt den Fluss &#8211; an der hinteren Seite des Seniorenheims &#8211; \u00fcberqueren muss. Er geht mit meiner Mutter ans Fenster und zeigt ihr noch aufgeregter sein rotes Auto, das auf der anderen Seite des Flusses steht. &#8211; Leider steht dort kein rotes Auto. &#8211; Er erkl\u00e4rt ihr weiter, dass er sich beeilen muss, denn er muss in den Kampf ziehen. Er hat nicht mehr viel Zeit. Sie werden gleich einmarschieren. Und er muss jetzt seinem Vaterland zur Seite stehen.<\/p>\n<p>(Melissa Hieke \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Schauplatz W\u00f6hrder See, an einem anderen Tag.<br \/>\nOffenbar verwirrter Obdachloser (mit leicht aggressiver Stimme):<br \/>\n\u201eIch hatte mal eine CD-Sammlung. Ich hatte so viele CDs &#8230;\u201c<\/p>\n<p>(Jessica Bauer &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2015)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eEin \u00e4lterer Mann und sein Enkel unterhalten sich im Bus. &#8211; Der Mann spricht \u00fcber die Weihnachtsdekorationen vor seinem Haus. Er spricht dar\u00fcber, dass welche fehlen. Er ist \u00fcberzeugt davon, dass sein Nachbar neidisch ist und deshalb welche gestohlen hat. Er beginnt leidenschaftlich \u00fcber \u201everd\u00e4chtige Nachtwanderungen\u201c zu sprechen. Danach erkl\u00e4rt er, dass sein Nachbar kein \u201eWarnhund\u201c-Schild an sein Tor h\u00e4ngen solle, weil er ja gar keinen Hund habe. Sein Enkel sagt ihm, dass er glaube, dass die Weihnachtsdekorationen wohl eher wegen des starken Windes verschwunden seien.\u201c<\/p>\n<p>(Maria-Carolina Alexeiciuc \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eRegional Express von Hersbruck nach N\u00fcrnberg, irgendwann nach 22.00 Uhr. Vier junge Erwachsene (ca. 17-25) sitzen in einem Vierer. Ich sitze alleine ein paar Pl\u00e4tze weiter. Der Rest des Wagens ist leer.<br \/>\nEin M\u00e4dchen erz\u00e4hlt eine Geschichte, die wird jedoch bald zur Nebensache. Denn ihr f\u00e4llt ein Wort nicht ein, das f\u00fcr ihre Erz\u00e4hlung anscheinend absolut essentiell ist. Gemeinsam versucht die Gruppe das Wort zu finden. Ich sitze f\u00fcr mich, denke aber ebenfalls angestrengt dar\u00fcber nach.<br \/>\nNach zehn Minuten Fahrt, schon fast in N\u00fcrnberg angekommen, wei\u00df ich Folgendes: Es hat etwas mit Z\u00fcgen zu tun und das Objekt erscheint h\u00e4ufiger, wenn man in die N\u00e4he von Bahnh\u00f6fen kommt. Es ist keine Stromleitung \u00fcber den Gleisen und auch keine Signalleuchte. Was ist es dann? Als der Zug in N\u00fcrnberg einf\u00e4hrt und ich immer unruhiger werde, f\u00e4llt ihr das Wort dann doch noch ein: \u201eWeiche!\u201c<br \/>\nAls ich aussteige, bin ich fast ein bisschen entt\u00e4uscht.\u201c<\/p>\n<p>(Maximilian Oschmann \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eM\u00e4dchen um die 20 sitzt alleine in einem Vierersitz in der Stra\u00dfenbahn und telefoniert. Dann beugt sie sich \u00fcber den Gang und zupft eine fremde Frau Mitte 40 am \u00c4rmel: \u201eHey Sie, sitzt da jemand neben mir!?\u201c<br \/>\nFrau, irritiert: \u201eNein.\u201c<br \/>\nM\u00e4dchen laut ins Telefon: \u201eSiehst du da ist keiner neben mir!\u201c\u201c<\/p>\n<p>(Monika Baum \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Aus Russland stammender Lehrer im Zeichenunterricht:<br \/>\nZeichnen Sie Leute ab. Wenn Sie haben Geschwister oder Gebr\u00fcder.<br \/>\n(Alena Dagner \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)Person A erz\u00e4hlt einen Witz.<br \/>\nA: Ein Rudel Gurken l\u00e4uft durch den Wald. Was l\u00e4uft hinterher?<br \/>\nB: Jaja, den kenn ich schon: Rudel sind keine Gurkentiere.<\/p>\n<p>(Alena Dagner \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eEin Paar sitzt mir in der U-Bahn gegen\u00fcber und unterh\u00e4lt sich \u00fcber Banalit\u00e4ten. Aus dem Nichts ert\u00f6nt eine leise, aber gut h\u00f6rbare, mechanische Stimme und sagt \u201eSei gegr\u00fc\u00dft, Erdling!\u201c. Die einstweilige Verwirrung wich dann schnell Lachen, als sich herausstellte, dass die Stimme dem iPhone des Mannes entwichen war und zu Siri geh\u00f6rte.\u201c<\/p>\n<p>(Hanna Schr\u00f6der \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Eine \u00e4ltere Frau mit zwei Kindern, ihren Enkeln oder Neffen, in einer Londoner U-Bahn.Frau (<em>in ernstem Tonfall<\/em>): \u201eNow, I\u00b4m gonna give you a hint as to where we\u00b4re going. I\u00b4m gonna get my pants wet and I won\u2019t even care.\u201cJunge (<em>aufgeregt<\/em>): \u201eAre we going swimming?\u201cFrau: \u201eNo.\u201c<\/p>\n<p>(Joana Bess \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Person 1: Hey, lass mal von dem Baum da dr\u00fcben etwas Rinde abmachen. Ich hab geh\u00f6rt, dass man aus der Rinde Aspirin gewinnt.Person 2: Aspirin ist aus Baumrinde? Und was f\u00fcr B\u00e4ume?Person 1: Aus Trauerweiden, so weit ich das geh\u00f6rt habe.Person 3: Das ist ne Birke.Person 1: Okay, I\u2019m fucking retarded. Ich dachte nur: \u201eH\u00e4ngende Bl\u00e4tter\u201c passt, muss ne Weide sein.\u201d<\/p>\n<p>(Kevin Bogner \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mutter und ein kleines M\u00e4dchen im Zug. Dem M\u00e4dchen ist langweiligM\u00e4dchen: Komm wir spielen Drau\u00dfen-Sachen-Z\u00e4hlen. Ich sehe &#8230; ein gelbes Auto!Frau: Okay &#8211; \u2026 schau, da ist noch eins!M\u00e4dchen (<em>frustriert)<\/em>: Okay, z\u00e4hlen wir was anderes \u2013wie &#8230;. Gem\u00fcse!Frau: Und was noch?M\u00e4dchen: \u2026 Oh, da sind nur Schafe. &#8211; Dann sind Schafe jetzt Gem\u00fcse!\u201c<\/p>\n<p>(Maria Demme \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch von M\u00e4nnern \u00fcber Mitarbeiter in ihrem IT-B\u00fcro, nachdem Bier, Brezeln, Senf und Bockw\u00fcrste auf einem Viererplatz im Zug platziert wurden.A: Mit wem bist du denn jetzt eigentlich im B\u00fcro?B: Mit dem anderen, dem Komischen.C: Dem Dani?B: Ja und dann dem J\u00fcngeren, der jetzt eine Gehaltserh\u00f6hung bekommt.C: Dem Andi?B: Ja genau, aber der arbeitet nichts, der ist nur da, schaut Serien und geht dann wieder. Der tut einfach nichts.A: Und was macht der Luki?B: Das ist auf jeden Fall der Chef.A: Und was macht der?B: \u00c4hm &#8230; ich wei\u00df nicht.<\/p>\n<p>(Maximilian Schwarz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>U-Bahn. Zwei junge M\u00e4nner.<\/p>\n<p>A: Was gibt\u2019s Neues bei dir?<\/p>\n<p>B: Ich habe vor, nach Kanada oder Australien auszuwandern!A: Warum ausgerechnet dorthin?<\/p>\n<p>B: Hast du irgendwann etwas Schlechtes \u00fcber Kanada oder Australien geh\u00f6rt?Stille, ca. 5 Sekunden<\/p>\n<p>A: Eigentlich nicht. Hast recht \u2026<\/p>\n<p>(Christina Eckhardt \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Eine Unterhaltung von zwei betrunkenen Bayern auf einem Fest &#8230;Typ 1: \u201eDes is scho schei\u00dfe, wenn ma imma so fui sauft\u201cTyp 2: \u201eJa scho, geh? Vor allem, wenn ma davor nix gscheids isst.\u201cTyp 1: \u201eOh ja, I hob ja heid a no nix gessn.\u201cTyp 2: \u201eWissen dam ma \u2019s ja.\u201c- <em>Kurze Pause<\/em> -Typ 1: \u201eProst!\u201c<\/p>\n<p>(Franz Fellner \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Junge M\u00e4nner, circa 20 Jahre alt &#8230;Typ A: \u201eGibt es eigentlich vegane Kondome?\u201cTyp B: \u201eJa, vegane Einhorn-Kondome, die waren voll teuer.\u201cTyp A: \u201eDas ist mir alles zu bl\u00f6d. Denken diese Veganer eigentlich, dass die sonst aus Darm w\u00e4ren?\u201cTyp B: \u201eHmmm &#8230;\u201cTyp A: \u201eIrgendwann gibt es noch vegane Veganer.\u201cTyp B: \u201eH\u00f6h\u00f6, Alter.\u201c<\/p>\n<p>(Maaike Kroth \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mutter ruft Bruder: \u201eBist du daheeeeeim?\u201cBruder: \u201eNeeeeeeein\u201cMutter: \u201eAlles klaaaar!\u201c<\/p>\n<p>(Maximilian Neumeyer \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Geh\u00f6rt beim Einkaufen in der Obst und Gem\u00fcse-Ecke eines Supermarktes:Eine Familie, bestehend aus Vater, Mutter und 3 Kindern, diskutiertet relativ laut \u00fcber die Anschaffung einer Wassermelone. Mutter ist offenbar dagegen. Sie m\u00f6chte sie nicht erwerben und begr\u00fcndet das mit den Aussagen wie \u201eDie isst ja eh keiner ganz auf\u201c\/ \u201eKein Platz mehr im K\u00fchlschrank\u201c\/ \u201eWer soll die denn tragen.\u201c\/ \u201eSo eine Melone l\u00e4sst sich nicht gut teilen.\u201c etc. etc.Die \u00e4lteste Tochter, vom Typ \u201eFrisch-eingeschult-aber-wei\u00df-schon-alles-besser\u201c, meint energisch: \u201eDu hast gesagt, Deutschland ist eine Demokratie. Und in der Demokratie entscheidet die Mehrheit! Also entscheide ich &#8230; und sie &#8230;\u201c Dabei deutet sie auf ihre j\u00fcngere Schwester \u2013 \u201e&#8230; und er &#8230;\u201c \u2013 zeigt auf ihren kleinen Bruder, dessen Arme gerade von der genannten Schwester zustimmend in die H\u00f6he gerissen werden \u2013 \u201e&#8230; dass wir eine Melone kaufen! Weil &#8230; das ist demokratisch!\u201c Die Mutter dreht sich m\u00fcde zu ihrem Ehemann und bittet ihn kl\u00e4glich \u201eNun sag doch auch mal was \u2026\u201c Der Vater aber be\u00e4ugt die Situation, \u00fcberlegt kurz und sagt dann: \u201eGut, ich bin die Schweiz. Ich bin neutral. Mich geht das nix an und ich krieg Melone.\u201c<\/p>\n<p>(Xenia Streck \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eZwei Jungen im Grundschulalter unterhalten sich in der U-Bahn. &#8211; Nachdem sie sich dar\u00fcber ausgetauscht haben, welche Geschenke sie sich zu Weihnachten gew\u00fcnscht haben, entsteht folgender Dialog:<br \/>\nJunge A: Und glaubst du eigentlich an den Weihnachtsmann?<br \/>\nJunge B: Ja.<br \/>\nJunge A: Meine Mama auch, aber ich wei\u00df, dass es den in echt gar nicht gibt.\u201c<\/p>\n<p>(Nadja Uschold &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein offensichtlich intoxikierter junger Kerl, so um die 19 Jahre alt, setzt sich zu zwei Passanten und bittet sie um etwas Geld.<br \/>\nJunge: \u201eEy habt ihr vielleicht \u2019nen Euro, f\u00fcr Bier oder so?\u201c<br \/>\nPassant: \u201eNee, haben nix.\u201c<br \/>\nJunge: \u201eKomm schon. Bitte!\u201c<br \/>\n(macht eine komische Bewegung)<br \/>\nPassant: \u201eNa gut. Hier.\u201c (Ber\u00fchrt bei der \u00dcbergabe des Geldes aus Versehen die Hand des Jungen)<br \/>\nJunge: \u201c Schei\u00dfe, jetzt hab ich Fingerspuren an der Hand!\u201c (wischt pl\u00f6tzlich seine Hand an der Hose des Passanten ab)<br \/>\nPassant: \u201eGeht\u2019s noch?\u201c<br \/>\nJunge daraufhin: \u201eSorry, ey. \u2013 Ey. Wo kann man Bier kaufen? &#8230; Am HBF? Da will ich nicht hin!\u201c<br \/>\nPassant: \u201eWieso denn?\u201c<br \/>\nJunge: \u201eDa wartet \u2019n Kollege auf mich, der mir aufs Maul hauen will.\u201c<br \/>\n(Pause)<br \/>\nJunge daraufhin: \u201eEy, habt ihr \u2019n Knife? Wisst ihr, wo ich eins kaufen kann? Ich will den so richtig fertig machen! Habt ihr kein Knife?\u201c<br \/>\nPassant: \u201eLass das mal lieber sein. Das ist ne ganz dumme Idee.\u201c<br \/>\nJunge (schon ein wenig unsicher): \u201eWirklich? Ich will den aber so richtig fertig machen, ey!\u201c<br \/>\nPassant: \u201eJA, WIRKLICH!\u201c<br \/>\nJunge (noch verunsicherter): \u201eWirklich wirklich? So, ne dumme Idee? Okay &#8230;\u201c<br \/>\n(Pause)<br \/>\nJunge daraufhin: \u201eOKAY, dann kauf ich mir kein Knife. Hab aber \u2019ne andere Frage &#8230;\u201c<br \/>\nPassant: \u201eJaaa &#8230; ?\u201c<br \/>\nJunge: \u201eWo kann ich mir \u2019nen richtig fetten D\u00f6nner kaufen? Haha.\u201c<br \/>\nPassant (lachend): \u201eSowas will ich h\u00f6ren von dir! Gute Sache! Aus der U-Bahn raus und dann nach links die Treppen hoch. Dort an der Hauptstra\u00dfe, da ist ein super D\u00f6nerladen!\u201c<br \/>\nJunge: \u201eAlles klar. &#8211; Haut rein!\u201c<\/p>\n<p>(Ozan Biraker &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201ePassierte Tomaten!\u201c<br \/>\n&#8230; das schrie jemand, vielleicht ein j\u00fcngerer Mann, in einer fast singenden Weise, abends im Wald. Ich sa\u00df am Waldrand und war verwirrt.<\/p>\n<p>(Geneva Sp\u00e4th- Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Samstagnachmittag in einer Bar. &#8211; Ein etwa 18-J\u00e4hriger, offensichtlich betrunkener Gast liegt mit dem Kopf auf dem Tresen und wird von der Bedienung angesprochen.<br \/>\nBedienung: \u201eWillst du noch ein Bier?\u201c<br \/>\nGast: \u201eWer? Ich?\u201c<br \/>\nBedienung: \u201eJa, du.\u201c<br \/>\nGast: \u201eIch wei\u00df nicht. Soll ich?\u201c<br \/>\nBedienung: \u201eWei\u00df ich doch nicht. Willst du jetzt noch eins?\u201c<br \/>\nGast: \u201eEntscheide du.\u201c<br \/>\nBedienung: \u201eNa dann wohl nicht.\u201c<br \/>\nGast: \u201eWillst du kein Geld verdienen? Das ist aber gar nicht kundenfreundlich\u201c<br \/>\nBedienung: \u201eWenn du selber nicht wei\u00dft, ob du noch was trinken sollst oder nicht, solltest du es wohl besser lassen.\u201c<br \/>\nGast: \u201eJa, willst du kein Geld verdienen?\u201c<br \/>\nBedienung: \u201eTu ich so oder so.\u201c<br \/>\nGast: \u201eAber soll ich jetzt noch was trinken?\u201c<br \/>\nBedienung: \u201eVielleicht solltest du heimgehen.\u201c<br \/>\nGast: \u201eNee, ich treff mich noch mit nem Kumpel &#8211; zum Saufen.\u201c<br \/>\n(Alina Sauer &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ich habe vor kurzem bei einem E-Sport Turnier an der Fakult\u00e4t Informatik der TH N\u00fcrnberg teilgenommen. Und w\u00e4hrend ich &#8211; in dem viel zu kleinem Turnierraum &#8211; auf meine n\u00e4chste Runde wartete, konnte ich neben mir folgendes Gespr\u00e4ch mit anh\u00f6ren.<br \/>\nS 1: Wen hast du jetzt?<br \/>\nS 2: Den Cloud Main im Lowerbraket.<br \/>\nS 1: Ah, gegen den durfte ich auch schon. Der ist eigentlich ganz solide.<br \/>\nS 2: Ja, ich werd\u2019 wohl DK picken oder Joshi.<br \/>\nS 1: Boah, du Assi! Hast den Sieg wohl hart n\u00f6tig.<br \/>\nS 2: Klar, will ja auf meine Nemesis treffen.<br \/>\nS 1: Ach so? Ich verliere also? Nix da. &#8211; Wir treffen uns h\u00f6chstens im Kingfinale.<br \/>\nS 2: Mein ich ja.<br \/>\nS 1: Ach so, sorry. Dann lass aufw\u00e4rmen.<br \/>\nS 2: Ok, Slot 1 m\u00fcsst&#8216; gleich frei sein.<br \/>\nAbgesehen davon, dass sich die beiden Spieler anfangs \u00fcber mich, ihren n\u00e4chsten Gegner, unterhielten, fand ich die Vermischung von Jugendsprache, Gamer-Slang und Spiel-Fachwissen ziemlich am\u00fcsant.<br \/>\nDa ich dieser Sprachkombination ebenfalls m\u00e4chtig bin, gebe ich hier noch eine kurze \u00dcbersetzung bei:<br \/>\nS 1: Gegen welchen Spieler musst du denn als n\u00e4chstes antreten?<br \/>\nS 2: Gegen den, der nur die Spielfigur Cloud benutzt. Und unsere Runde findet im unteren Bereich des Turnierbaums statt.<br \/>\nS 1: Ach so, gegen diesen Spieler bin ich auch schon einmal angetreten. Seine (Spiel-)leistung war solide.<br \/>\nS 2: Ich werde vermutlich die Figur Donkey Kong ausw\u00e4hlen oder vielleicht auch die Figur Joshi. Denn das w\u00e4re in diesem Fall taktisch am sinnvollsten.<br \/>\nS 1: Du bist aber gemein. M\u00f6chtest du wirklich so sehr gewinnen, dass du diese, ja allgemein verrufene Strategie anwenden willst?<br \/>\nS 2: Nat\u00fcrlich, ich m\u00f6chte ja, im weiteren Turnierverlauf gegen dich, meinen Erzrivalen antreten.<br \/>\nS 1: Ach so, du denkst also, dass ich verliere? So dass wir uns dann (den Turnierregeln entsprechend) gleich gegen\u00fcber stehen. Aber nein, ich werde nicht verlieren. &#8211; Du solltest einfach so gut spielen, dass wir uns dann im Finale (der beiden Turnierb\u00e4ume) bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen.<br \/>\nS 2: Genau. So habe ich das auch gemeint.<br \/>\nS 1: Ach so, tut mir leid. Dann sollten wir uns jetzt schon mal aufw\u00e4rmen.<br \/>\nS 2: In Ordnung, die Spielkonsole 1 sollte gleich frei sein.<\/p>\n<p>(Valentin Christmann &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Studierende unterhalten sich im Aufenthaltsraum der Fakult\u00e4t Design. Eine Studierende mit Nachdruck zu einem Kommilitonen: \u201eDie Imker werden durch einen gezielten Angriff alle get\u00f6tet.\u201c<\/p>\n<p>(Carina Eirich &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In einer kleinen Pause in WG 303 summe ich das Thema von Jurassic Park. \u2013 Eine Mit-Studierende nebenbei: \u201eIst das Bach?\u201c<\/p>\n<p>(Carina Eirich &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Ein Mann im Anzug spricht energisch in sein Telefon.<br \/>\nAls er an mir vorbei braust, entf\u00e4hrt ihm ein erz\u00fcrntes:<br \/>\n\u201eUnd daf\u00fcr habe ich die Eiche hundert Meter weit getragen!\u201c<\/p>\n<p>(Carina Eirich &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<hr \/>\n<h4><a id=\"Lieben\"><\/a>Lieben<\/h4>\n<p>Szene in einem Starbucks. Eine Frau wartet auf ihren Kaffee. Dann wird sie pl\u00f6tzlich von einem Mitarbeiter mit Kaffeebohnen beworfen.<br \/>\nDie Frau sieht den Mann an.<br \/>\nMann: \u201eNa, wie geht\u2019s denn so?\u201c<br \/>\nFrau (irritiert): \u201eHaben Sie mich eben mit Kaffeebohnen beworfen?\u201c<br \/>\nMann: \u201eJa, du bist mir halt aufgefallen &#8230;\u201c<\/p>\n<p>(Sabine H\u00e4nel \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p><em>* * *<\/em><\/p>\n<p>In der Filliale eines Kaffee-Konzern: eine Gruppe von vier Freunden sitzt zusammen, zwei Jungen und zwei M\u00e4dchen<\/p>\n<p>J 1: Leute, wie merkt man, ob ein M\u00e4dchen was von einem will?<\/p>\n<p>M 1 legt ihren Kopf auf die Schulter von J 1<\/p>\n<p>M 1: Zum Beispiel, wenn sie ihren Kopf auf seine Schulter legt.<\/p>\n<p>J 1 (hat nicht gecheckt wie M 1 das meint): Ah, also so wie du jetzt gerade, im Prinzip?<\/p>\n<p>M 1 (nimmt genervt ihren Kopf von seiner Schulter und verdreht die Augen): JA.<\/p>\n<p>J 2 und M 2 fangen leise zu lachen an<\/p>\n<p>J 1 schaut J 2 und M 2 verwirrt an<\/p>\n<p>J 1 (es langsam realisierend): AHHHH &#8230;<\/p>\n<p>(Elias H\u00fcppauff &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2019\/ 2020)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Beide stehen beim Rauchen vor einer Bar. Dann: der missgl\u00fcckte Versuch des jungen Mannes, die junge Frau kennenzulernen. Der Mann war leider schon schwer angetrunken, weswegen die Konversation doch eher ungl\u00fccklich verlief &#8230;<br \/>\nJunger Mann: \u201eIrgendwoher kennen wir uns doch?\u201c<br \/>\nJunge Frau: \u201eJa? &#8211; Du kommst mir gar nicht bekannt vor &#8230;\u201c<br \/>\nJunger Mann: \u201eDoch, du warst doch in Passau &#8230; auf der Gewerbefachschule, oder?\u201c<br \/>\nJunge Frau: \u201eNee, in Weiden &#8230;\u201c<br \/>\nJunger Mann: \u201eStimmt ja, Weiden. Da war ich auf der Realschule.\u201c<br \/>\nJunge Frau: \u201eAch.\u201c<br \/>\nJunger Mann: \u201eJa sicher. Jetzt wei\u00df ich\u2019s: Wir kennen uns vom Italienischkurs.\u201c<br \/>\nJunge Frau: \u201eIch hatte nie Italienisch. Ich war immer im Spanischkurs.\u201c<br \/>\nJunger Mann: \u201eStimmt. Genau, aus dem Spanischkurs in der Realschule in Weiden.\u201c<br \/>\nJunge Frau: \u201eDie Weidener Realschule hatte gar keinen Spanischkurs. Den hab ich erst in Schwandorf gemacht. Dorthin habe ich dann gewechselt, weil die Weidener Realschule kein Spanisch angeboten hat.\u201c<br \/>\nJunger Mann: \u201eDie Schwandorfer Realschule hat einen Spanischkurs? Meine Schwester war da im Italienischkurs.\u201c<br \/>\nJunge Frau: \u201eIch hatte nie Italienisch.\u201c<br \/>\nJunger Mann: \u201eAh. Na, dann kannst du meine Schwester ja gar nicht kennen.\u201c<\/p>\n<p><em>(Simon Haseneder \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Situation: Er (sagen wir 16), Sie (sagen wir 15).<br \/>\nEr muss den n\u00e4chsten Bus nehmen, der gerade ankommt.<br \/>\nEr: &#8222;Schatz, eyh ich muss los jetzt.&#8220;<br \/>\nSie: &#8222;Aber, eyh Dennis, verabschied&#8216; dich gef\u00e4lligst ordentlich von mir!&#8220;<br \/>\nEr: &#8222;Ja, okay. Ich liebe dich &#8230;&#8220; (steigt in den Bus).<\/p>\n<p>(Willi Jeschar &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2015)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>M1: Der wollte nur ein Date, weil ich einen Fr\u00fchst\u00fccksgutschein von Ikea habe.<br \/>\nM2: Und warst du dann mit ihm fr\u00fchst\u00fccken?<br \/>\nM1: Ne, der ist voll die Snitch und will nur Food.<\/p>\n<p>(Anna Sofia Geissler &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>N\u00fcrnberger Innenstadt, zwei Frauen, Anfang 40, unterhalten sich:<br \/>\n\u201eErst kam seine erste Frau, dann kam ich; dann kam wieder seine erste Frau, dann kam nochmal ich. &#8211; Keine Ahnung, wen er jetzt hat &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>(Matthias Sch\u00f6llhorn &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Zwei Jungen im Bus<br \/>\n&#8222;Ich hasse diese Bitch! &#8211; Die glaubt nicht an Allah!&#8220;<br \/>\n&#8222;Bestimmt &#8217;ne Deutsche.&#8220;<br \/>\n&#8222;Neee &#8230; &#8217;ne Schw\u00e4bin.&#8220;<\/p>\n<p>(Lucas\u00a0Beitzel &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2016\/ 2017)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Eines Abends, eher eines Nachts lief ich durch die Altstadt nach Hause. Da sah ich zwei junge M\u00e4nner die auch irgendwohin liefen und sich dabei etwas lauter unterhielten.<br \/>\nGerade erkl\u00e4rte der eine dem anderen:<br \/>\n&#8222;Du, es ist wichtig, dass die Frau auch was im Kopf hat. Nicht nur ein h\u00fcbsches Gesicht, und so &#8230;&#8220;<br \/>\nDann fasste der andere den ersten an der Schulter &#8211; und meinte:<br \/>\n&#8222;Alter &#8230; Du fickst mein Herz!&#8220;<br \/>\nDas letzte was ich von den beiden h\u00f6rte, waren Laute gegenseitiger Best\u00e4tigung: &#8222;Ja, Mann!&#8220; &#8222;Voll!&#8220; usw.<\/p>\n<p>(Simona Leyzerovich &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2013\/ 2014)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mann unterh\u00e4lt sich in der Stra\u00dfenbahn: \u201eMit meinen Kindern versteh&#8216; ich mich ganz gut; rein gesch\u00e4ftlich nat\u00fcrlich.\u201c<\/p>\n<p>(Marion Hartnagel &#8211; Orientierungsstufe &#8211; Sommersemester 2016)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>INNEN &#8211; U3 &#8211; N\u00dcRNBERG &#8211; ABEND<br \/>\nZwei \u00e4ltere M\u00e4nner, der eine gegen Ende 30, Glatze, manischer Blick, der andere circa Mitte 40, etwas untersetzt, b\u00e4rtig, herzlich wirkend, unterhalten sich in der U-Bahn stehend &#8230;<br \/>\nB\u00c4RTIGER MANN<br \/>\n\u201eAch, ich vermiss&#8216; meine Oma schon. War immer die einzige, die mir zugeh\u00f6rt hat. Hat sich immer alles angeh\u00f6rt, was ich zu sagen hatte und hat mir gut zugeredet.&#8220;<br \/>\nGLATZK\u00d6PFIGER MANN<br \/>\n\u201eAh ja, bei mir war das \u00e4hnlich. Hab&#8216; meine Oma auch gemocht.&#8220;<br \/>\nDer Glatzk\u00f6pfige macht aus keinem ersichtlichen Grund einen Ausfallschritt zur Seite und klatscht in die H\u00e4nde.<br \/>\nGLATZK\u00d6PFIGER MANN<br \/>\n\u201eVor allem, als sie ihr Haus verkauft hat, um meine Schulden zu bezahlen!&#8220;<br \/>\nEr lacht.<br \/>\nDer B\u00e4rtige sieht in bedr\u00f6ppelt an, stimmt dann aber zaghaft und schlie\u00dflich glucksend in das Gel\u00e4chter ein.<br \/>\nB\u00c4RTIGER MANN<br \/>\n\u201eHehe. Ja, Omas sind schon toll &#8230;\u201c<\/p>\n<p>(Antonia Hahn \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2017 \/2018)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eIch bin beim Einkaufen und erlebe eine Frau mit ihrem kleinen Sohn.<br \/>\nDer Junge sitzt im Wagen und kommentiert jeden Artikel, den seine Mutter hineinlegt.<br \/>\nDie Mutter ist sehr in ihren Einkauf vertieft und antwortet dem Jungen nur beil\u00e4ufig und gedankenverloren.<br \/>\nSchlie\u00dflich legt sie eine Klob\u00fcrste in den Wagen. Der Kleine schnappt sich die B\u00fcrste. Er umarmt sie und schmiegt seinen Kopf an die Borsten. Dann sagt er total ehrlich: \u201eMama, ich hab die Klob\u00fcrste soooo lieb!\u201c Und seine Mutter antwortet &#8211; mit etwas anderem besch\u00e4ftigt, aber ganz ruhig: \u201eNein mein Schatz, eine Klob\u00fcrste kann man nicht lieb haben\u201c.\u201c<\/p>\n<p>(Katharina Bernhard &#8211; Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2015)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>In einer Bar. Person am Nachbartisch steht auf und will sich auf den Heimweg machen. Dann sagt er noch: \u201eIch geb\u2019 dir \u2018n Update, wenn ich meine Hose ausgezogen hab.\u201c<\/p>\n<p>(Alena Dagner \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Geschlechterrollen &#8211; im Duty-Free-Shop am N\u00fcrnberger Flughafen (bei meinem derzeitigen Nebenjob):<br \/>\n\u201eEin Ehepaar mittleren Alters, gut gekleidet, schlendert durch die Parfumabteilung f\u00fcr Damen, ohne mich zu bemerken.<br \/>\nEhemann: spr\u00fcht sich zwei Spr\u00fcher Damenparfum \u201eDavidoff Cool Water \u2013 Woman\u201c auf den Unterarm.<br \/>\nDie Ehefrau entsetzt: \u201eDu kannst doch nicht einfach ein Damenparfum benutzen!\u201c<br \/>\nEhemann: \u201eWarum nicht, wenn mir der Duft gef\u00e4llt?\u201c<br \/>\nEhefrau emp\u00f6rt: \u201eAber dann riechst du ja nach Frauenparfum!\u201c<br \/>\nEhemann: Nimmt provokativ grinsend eine Packung des Parfums aus dem Regal: \u201eWei\u00df doch keiner.\u201c Dreht sich um, sieht, dass ich hinter Ihnen stehe.<br \/>\nStellt das Parfum schweigend wieder ins Regal. Und geht mit gesenktem Kopf an mir vorbei.<br \/>\nDie Ehefrau grinst mich beim Hinausgehen triumphierend an.\u201c<\/p>\n<p>(Leonie Liebenberg \u2013 Orientierungsstufe &#8211; Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>\u201eIn meiner Arbeit, in einem gem\u00fctlichen, kleinen Caf\u00e9 komme ich nicht umhin, neben dem Mahlen der Kaffeebohnen, dem Sprudeln der sich erhitzenden Milch, auch den Gespr\u00e4chen so mancher G\u00e4ste zu lauschen. So begab es sich an einem Nachmittag, dass unweit der Theke, an der ich Kaffee zubereite, ein junges Paar sa\u00df und sich unterhielt. Es schien mir, als w\u00e4re es das erste Treffen zwischen den beiden. Die Bedeutungstiefe dieser Unterhaltung l\u00e4sst mich bis heute nicht los.<br \/>\nSie: \u201eWei\u00dft du, ich bin nicht so wie die ganzen anderen. Ich bin so &#8230; ich selbst halt.\u201c<br \/>\nEr: \u201eJa ich wei\u00df genau, was du meinst. Ich bin genauso.\u201c\u201c<\/p>\n<p>(Theresa Roth \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Wintersemester 2018\/ 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Junge Frau zu ihrer Freundin:<br \/>\n\u201eEs stresst mich voll. Ich will keinen 31-j\u00e4hrigen zu mir Nachhause einladen. Soll er doch nach Berlin und Spa\u00df haben. Was will der denn hier in N\u00fcrnberg?\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eNa dich \u2026\u201c<\/p>\n<p>(Viktoria Briesnitz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Betrunkener Kellner:\u201eDas w\u00fcrd\u2019 ich nie machen! Ich geb\u2019 dir mal nen Tipp: Heirate niemals einen Mann. Wenn er dich liebt, dann brauchst du keinen Ring.Wenn nicht, musst du am Ende noch die Scheidung zahlen!\u201c<\/p>\n<p>(Viktoria Briesnitz \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch eines circa 16 &#8211; 18 j\u00e4hrigen P\u00e4rchens in der Stra\u00dfenbahn.&#8220;&#8230; bei mir is net alles grammatisch richtig, aber wenigstens bin ich net so h\u00e4sslich.&#8220;<\/p>\n<p>(Julia Forstner \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Mann (<em>etwas eingesch\u00fcchtert<\/em>): \u201eNaja, ich hab nur die Augen zugemacht und du meintest sofort, ich soll nicht so tun, als w\u00fcrde ich schlafen &#8230;\u201cFrau (<em>aufgeregt<\/em>): \u201eJa weil uns das beide was anging!\u201cMann: \u201eJa aber, Schatz, ich &#8230;\u201cFrau: \u201eIch find das jetzt schon dumm von dir. Ehrlich!\u201c<\/p>\n<p>(Johanna Kaiser \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Im Zug von N\u00fcrnberg nach W\u00fcrzburg sitze ich auf einem Platz eines 4er-Sitzes. Mir gegen\u00fcber sitzt eine Frau, Anfang 30, und liest ein Buch. Ein junger Mann, Anfang 20, setzt sich neben die Frau. In seiner Hand h\u00e4lt er eine offene Flasche Wein. Er spricht sie an und sie unterhalten sich eine Weile; ich bekomme den Anfang des Gespr\u00e4chs nicht mit, da ich Musik h\u00f6re. In einer Pause zwischen zwei Songs weckt das Gespr\u00e4ch mein Interesse. Ich pausiere meine Musik.Er: Ich wei\u00df nicht, ob ich an Gott glaube oder nicht. Manchmal geht das gar nicht, da ist das Leben so schei\u00dfe, da glaubt man an gar nichts. Aber ich wei\u00df irgendwie trotzdem, dass Gott existiert. Ich mein, das ist ja so, oder?Sie (sehr freundlich): Vielleicht sollten Sie dar\u00fcber mal mit einem Pfarrer sprechen, der kennt sich da bestimmt gut aus und kann Ihnen helfen.Er: Ja, stimmt. Aber mit dir kann ich da ja auch dr\u00fcber reden. Das ist gerade super sch\u00f6n. Mit dir kann ich echt gut \u00fcber alles reden.Sie: Das freut mich!Er: Ich versuche schon, ein besserer Mensch zu sein. Also keinen zu diskriminieren und so. Weil das ist schon wichtig und ich will ja auch nicht diskriminiert werden.Sie: Ja, das stimmt, das ist eine gute Einstellung.Er: Das ist gerade ein echt sch\u00f6nes Gespr\u00e4ch. Hast du Lust, dich mal mit mir zu treffen? Du kannst mir ja deine Nummer geben.Sie: Nein, danke. Ich denke lieber nicht.Er: Wieso denn? Wir k\u00f6nnten uns doch einfach nur treffen und ein bisschen reden.Sie: Ich glaube, da h\u00e4tte mein Mann etwas dagegen.Er: Ach so. Du bist verheiratet.Sie: Ja, genau, und ich habe zwei Kinder.Er: Okay, aber dein Mann muss das ja nicht wissen, wenn wir uns treffen.Sie: Ich l\u00fcge meinen Mann nicht an, ich habe wirklich kein Interesse, mich mit Ihnen zu treffen.Er: Na gut, aber wir k\u00f6nnen uns ja jetzt noch unterhalten, bis ich aussteige.Sie: Okay, nat\u00fcrlich.Er: Oder ich gebe dir mal meine Nummer, dann kannst du mich anrufen, wenn du es dir anders \u00fcberlegst.Sie: Ich m\u00f6chte wirklich keinen Kontakt mit Ihnen haben. Tut mir leid.<\/p>\n<p>(Viola Neuhauser \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Bei meinem Nebenjob als Kellnerin in einem Biergarten: Ein junges Paar, um die 25 Jahre alt, sitzt sich abends auf der Terrasse gegen\u00fcber.Sie: \u201eBitte ein Schnitzel mit Bratkarto\u2026\u201cEr (<em>unterbricht sie<\/em>): \u201eUnd meine Freundin isst einen Clubsalat, Danke\u201cSp\u00e4ter &#8230;Sie: \u201eSchatz, willst du auch noch ein kleines Eis zum Nachtisch?\u201cEr: \u201eNee danke, aber bist du sicher, dass du noch eins willst?\u201cSie: \u201eNaja, nein vielleicht doch nicht\u201cSie: \u201eGlaubst du, die haben hier Kuchen?\u201cEr: \u201eNee, glaub nicht, aber das w\u00e4r doch eh too much\u201cSie: \u201eNa gut, ich werde mir einfach noch einen Latte bestellen\u201cEr: \u201eFrag, ob sie auch S\u00fc\u00dfstoff statt Zucker haben!\u201c<\/p>\n<p>(Noelle Redel \u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Unterhaltung eines P\u00e4rchens im Urlaub, am Strand. Der Mann versucht gerade, ein Kreuzwortr\u00e4tsel zu l\u00f6sen:Mann: \u201eHey, wei\u00dft du ein anderes Wort f\u00fcr Sternschnuppe?\u201cFrau: \u201eHm\u2026ich hab noch nie eine Sternschnuppe gesehn.\u201c- monologiert dar\u00fcber warum sie noch nie eine Sternschnuppe gesehen hat.Mann: \u201eAber wei\u00dft du ein anderes Wort daf\u00fcr?\u201cFrau (pl\u00f6tzlich wieder genervt): \u201eWie soll ich denn ein anderes Wort daf\u00fcr kennen, wenn ich noch nie eine gesehen habe?!\u201c<\/p>\n<p>(Sophia Weinberger\u2013 Orientierungsstufe \u2013 Sommersemester 2019)<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Themen, Szenen und Dialoge &#8211; aus der Wirklichkeit gegriffen &#8230; \u00a0 Die Welt ist ein wundersamer Ort, ein Ort erstaunlicher, befremdlicher, beeindruckender, herzerw\u00e4rmender und ekliger Begegnungen. 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