{"id":668,"date":"2014-02-07T18:14:42","date_gmt":"2014-02-07T17:14:42","guid":{"rendered":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/?post_type=jetpack-portfolio&#038;p=668"},"modified":"2019-12-10T16:03:25","modified_gmt":"2019-12-10T15:03:25","slug":"preisgekroentes-lob-der-faulheit","status":"publish","type":"jetpack-portfolio","link":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/preisgekroentes-lob-der-faulheit\/","title":{"rendered":"Preisgekr\u00f6ntes Lob der Faulheit"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Ft oder Das Recht auf Faulheit &#8211; <\/strong><strong>Ein Buch von Kathrin Radke<\/strong><\/h4>\n<h5><strong>Ausgezeichnet mit dem Preis der Fakult\u00e4t Design, mit dem F\u00f6rderpreis des Bundes der Freunde der TH N\u00fcrnberg, a<\/strong><strong>uf der Longlist der Sch\u00f6nsten B\u00fccher der Stiftung Buchkunst 2015, <\/strong><strong>Gewinner des German Design Award 2016 in der Sparte Editorial.<br \/>\n<\/strong><\/h5>\n<blockquote><p>\u201cM\u00fc\u00dfiggang ist aller Laster Anfang \u2013 und aller Tugenden Kr\u00f6nung.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>Kathrin Radke als Autorin, Typografin, Grafik Designerin und Buchgestalterin &#8230;<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Das Leben ist kein Garten Eden. Tagein, tagaus, m\u00fcssen dringende Dinge, anstehende Aufgaben erledigt und Pflichten verrichtet werden. Gefangen im immer gleichen Alltagsstress kommt st\u00e4ndig ein Muss daher, selten ein Kann, kaum ein Darf. Ist die Werktagswoche um, f\u00e4llt man kopf\u00fcber in die Kissen und bleibt dort auch so lange, bis die freien Tage vor\u00fcber sind und der Wecker den Start in den Montag einl\u00e4utet. Das ist vonn\u00f6ten wie wonnevoll, denn nach M\u00fchsal hilft nur Mu\u00dfe und was gibt es Sch\u00f6neres als das faule Leben. Ja, wie sch\u00f6n ist es doch, mal so richtig auszuspannen, sich gehen zu lassen und bedingungslos abzuh\u00e4ngen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-image-full-width wp-image-681\" src=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/05\/xx-1100x733.jpg\" alt=\"xx\" width=\"840\" height=\"560\" \/><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Der Traum vom Faulsein und das Streben nach dem bequemen Leben ist alt \u2013 aber auch au\u00dferordentlich aktuell. Denn D\u00e4umchendrehen wird zur Zeit des Leistungslebens nicht gern gesehen. Stattdessen wollen und vor allem sollen alle immer mehr leisten, immer schneller, immer effizienter sein. So bleibt beim Wettlauf gegen den \u00fcbervollen Terminkalender ein wohlwollendes Nichtstun und eine eigentlich unerl\u00e4ssliche Ruhe durchweg auf der Strecke.<\/p>\n<p>Und dabei ist eine gelegentliche Gelassenheit nicht nur was f\u00fcr arbeitsscheue Dr\u00fcckeberger oder weltentr\u00fcckte Bummelanten, sondern jedermanns Sache und unentbehrlich f\u00fcr ein gl\u00fcckliches Leben. Dass es au\u00dferdem Spa\u00df machen kann, mal die H\u00e4nde in den Scho\u00df zu legen, das beweist &#8222;Ft oder Das Recht auf Faulheit&#8220; \u2013 mit einer F\u00fclle an Ideen, mit klugem Witz und leichten Humor, der alten Denkgewohnheiten gro\u00dfartige Einf\u00e4lle entgegenh\u00e4lt.&#8220; (Kathrin Radke &#8211; und Verlags-Text)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Buch wurde mittlerweile mehrfach ausgezeichnet, \u00fcbrigens nicht nur mit dem Preis der Fakult\u00e4t Design f\u00fcr eine herausragende Abschlussarbeit, sondern sp\u00e4ter auch mit dem Preis der Freunde der Technischen Hochschule e.V.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-image-full-width wp-image-683\" src=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/05\/ausstellung_02-1100x733.jpg\" alt=\"ausstellung_02\" width=\"840\" height=\"560\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Lesefaulheit<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Das Lesen ist kein Ponyhof\u00a0\u2013\u00a0das wissen viele und vor allem die, die lesefaul sind. Lesefaule m\u00fcssen ein Buch gar nicht erst aufschlagen. Sie wissen auch so, wie die Geschichte ausgehen wird: Am Ende findet das Buch den Weg ins Regal. Ungelesen. Denn Lesefaule lesen ungern. Da kann noch so viel Liebe in den B\u00fcchern stecken, k\u00f6nnen noch so viele K\u00e4mpfe ausgetragen und Abenteuer erlebt werden\u00a0\u2013\u00a0was ein echter Lesefauler ist, f\u00fcr den bleibt jeder Klassiker der Weltliteratur ein Buch mit sieben Siegeln. Es sei denn, das Buch wird verfilmt, was schon mal vor\u00adkom\u00admen kann, oder besser gesagt, st\u00e4ndig passiert, denn das Publikum str\u00f6mt in Scharen in die Kinos und l\u00e4sst Kinokassen heller klingeln. Es ist offensichtlich: Literatur\u00adver\u00adfilmungen haben ihren Reiz. Andere qu\u00e4len sich Seite f\u00fcr Seite durch pr\u00fcgeldicke Schm\u00f6ker, w\u00e4hrend der Lese\u00adfaule sich gem\u00fctlich mit Popcorn und Cola im Kinosessel verkriecht und sich mit einer aufs We\u00adsentliche reduzierten Version f\u00fcttern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Lesefaule Menschen finden Menschen, die nicht lese\u00adfaul sind, komisch. Dabei m\u00f6gen sie noch so tolerant sein. Dass man sich in einem Buch verlieren, die Zeit verges\u00adsen und sich erst mit m\u00fcden Augen, aber schweren Herzens von den gebundenen Seiten trennen kann\u00a0\u2013\u00a0das ist f\u00fcr Leute, die B\u00fccher meiden, nicht nachvollziehbar. Aber was unterscheidet die einen von den anderen? Menschen, die gerne lesen, sind furchtlos. Die haben kei\u00adne Angst vor dicken W\u00e4lzern, eng beschriebenen Seiten, zu langen S\u00e4tzen und unbekannten W\u00f6rtern. Die haben die B\u00fccher fest im Griff und den Dreh raus, wie man B\u00fccher am besten h\u00e4lt, ohne dass der Arm nach sieben Seiten schmerzt. Wie man die Augenm\u00fcdigkeit, die nach sp\u00e4testens zehn Minuten eintritt, \u00fcberwindet. Die k\u00f6nnen sich kon\u00adzentrie\u00adren und m\u00fcssen nicht ein und denselben Satz wieder und wieder lesen und wieder und wieder lesen und wieder und wieder lesen, weil sie zwischendurch da\u00adr\u00fc\u00adber nachdenken, dass es mal an der Zeit w\u00e4re, das Fens\u00adter zu s\u00e4ubern, den Hof aufzur\u00e4umen, den Hemds\u00e4rmel zu s\u00e4umen und vergangenen Zeiten nachzutr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Dabei ist es nicht nur die Leidenschaft f\u00fcrs Lesen, die den Leser eigenartig erscheinen l\u00e4sst. Leser sind auch deshalb seltsam, weil sie sich so sonderbare Spitznamen geben. \u00bbB\u00fccherwurm\u00ab. Wer will denn schon aus freiem Wil\u00adlen ein Wurm sein?! Winzig, glitschig und leicht zu zertreten. Oder eine \u00bbLeseratte\u00ab. Gibt es ein schlimmeres Tier als die Ratte? Wer will denn bitte in der Kanalisa\u00adtion leben, umgeben von schmierigem Schlonz, von schmutzigem Schmod\u00adder, um dort nichts anderes zu tun, als Abf\u00e4lle zu fressen und Krankheiten zu verbreiten, jeden tristen Tag aufs Neue und das ein ganzes Leben lang, bis irgendwann, und da\u00admit meine ich besser fr\u00fch als sp\u00e4t, ein Auto\u00adreifen endlich Gnade zeigt und das elende Dasein beendet.<\/p>\n<p>Aber ich schweife ab. Warum sind Lesefaule eigentlich so lesefaul? Schlie\u00dflich sind Geschichten doch eine feine Sache. Was ein normaler Mensch nicht unbedingt am eigenen Leib erfahren kann oder darf oder soll oder will, kann er in B\u00fcchern und ihren Geschichten miterleben. Dabei wird ihm nicht jedes Detail vorgekaut. Manchmal muss er auch zwischen den Zeilen lesen, seiner Phantasie die Z\u00fcgel lockern und sie in die weite Welt entfliehen lassen. Denn beim Lesen entscheidet jeder f\u00fcr sich, wie das Wo und wer dort wie auszusehen hat. Da w\u00e4ren zum Beispiel die Hauptdarsteller. Sympathisiert der Leser mit dem m\u00e4nnlichen Hauptdarsteller, hat das in der Regel ei\u00adnen positiven Effekt auf dessen \u00c4u\u00dferlichkeiten. Dann ist der Protagonist gut gebaut oder gro\u00df, aber nicht zu gro\u00df, eher so mittelgro\u00df, eben genau richtig. Auch der Ge\u00adstalt der Haare sind keine Grenzen gesetzt, von wild und wuschelig bis gepflegt oder geschniegelt, blond, grau, rot, braun, alles ist m\u00f6glich, je nach Wunsch und Wollen. Viel\u00adleicht ist die Hauptperson aber auch eine Protagonis\u00adtin, die ohne viel Aufwand zur Traumfrau wer\u00adden kann. Volle Lippen treffen auf pralle Br\u00fcste, dazu Beine bis zum Hals oder bis zu den splissfreien Haarspitzen, und auch der Rest ist ganz passabel. W\u00e4hrend die Guten also gut wegkommen und auch so aussehen, k\u00f6nnen die B\u00f6sewichte mit einfachen Mitteln entstellt werden. Mag der Leser den Schurken in der Geschichte nicht, so w\u00fcnscht er ihm kurzerhand die Pest an den Hals, ein \u00d6dem ins Auge und Herpes auf die Stirn. Anders als Fil\u00adme, die ihr Publikum mit Bildern statt Buchstaben berieseln, die ihre Geschichte vorgekaut und durchgedacht auf einem Silbertablett servieren, lassen B\u00fccher ihre Leser mitbestimmen.<\/p>\n<p>So gesehen ist Lesen ein spa\u00dfiger Zeitvertreib. Oder k\u00f6nnte es sein. Wenn man nur nicht so lesefaul w\u00e4re. Denn dann ist Lesen Arbeit. Wenn da nicht diese endlosen S\u00e4tze w\u00e4ren, mit Abertausenden von Nebens\u00e4tzen, die eh nur beschreiben, was gerade nebenher\u00a0\u2013\u00a0also w\u00e4hrend der Haupthand\u00adlung, die eigentlich f\u00fcr sich schon ausrei\u00adchen w\u00fcrde und f\u00fcr die alleine man schon genug Kon\u00adzentration braucht, um zu verstehen, was der Protagonist oder die Protagonisten gerade tun oder denken oder eben nicht tun, aber denken, dass sie es tun sollten, oder umgekehrt, tun, obwohl sie genau wissen, dass sie es nicht tun sollten, oder beides bleiben lassen, weil sie zu faul zum Tun und zum Denken sind, oder es sind doch ganz andere Gr\u00fcnde, die sie dazu bringen, etwas, das getan werden k\u00f6nnte oder sollte, bewusst zu unterlassen, und schlie\u00dflich hat man so viele Nebens\u00e4tze und Verschachtelungen gelesen, dass man schon gar nicht mehr wei\u00df, was am Anfang des Satzes stand und mit welchem Verb er enden k\u00f6nnte\u00a0\u2013\u00a0passiert.<\/p>\n<p>Es ist also nicht immer alles eitel Sonnenschein zwischen Titelblatt und Klappentext. Neben S\u00e4tzen ohne Punkt und Komma schikanieren Autoren ihre Leser zudem mit unn\u00f6tigen wie unverst\u00e4ndlichen Fremdw\u00f6rtern, die kein Mensch kennt, es sei denn, man hat ein zehn Jahre langes Linguistik-Studium hinter sich und legt Wert darauf, beim Kommunizieren mit Gespr\u00e4chspartnern, deren IQ unter 400 liegt, unverstanden zu bleiben. Wer beim Lesen a priori nur jedes zweite Wort versteht, verliert sukzessive das Amusement an dieser kontemplativen Besch\u00e4ftigung und entwickelt zudem ein leises Ressentiment ge\u00adgen\u00fcber dem Autor des Textes, der sich selbst ostentativ als malizi\u00f6ser wie jovialer Antagonist des profanen Lesers diskreditiert. Eklatant ist der Vorteil f\u00fcr den despotischen Verfasser, denn jeder noch so triviale Kokolores schafft mit einem pittoresken Terminus versehen Distink\u00adtion. Doch de facto dient eine prezi\u00f6se Diktion meist nur dazu, banale Aussagen zu kaschieren. Gleichzeitig ist dieser Duktus ein immanenter Malus, denn durch die, h\u00e4u\u00adfig barock eingesetzte, dissonante Semantik geht empirisch die Quintessenz verloren, ebenso wie die Motiva\u00adtion des Lesers diminuiert wird. Ein exuberanter Gebrauch von Fremdw\u00f6rtern ist ergo nur selten opportun. Statt\u00addessen sollte man als Autor versuchen, die gehobene Sprache zu simplifizieren und Fremdw\u00f6rter nur sporadisch einzusetzen, statt den Inhalt f\u00fcr den gemeinen Bibliomanen hermetisch abzuriegeln. Denn je mehr der Verfas\u00adser mit pathetischem und pr\u00e4tenti\u00f6sem Wortschatz seine Hybris zelebrieren m\u00f6chte, desto indignierter ist der Leser am Ende. Schlie\u00dflich resigniert er und legt das Buch final beiseite\u00a0\u2013\u00a0verst\u00e4ndlich, nach einer solch indisku\u00adtablen mentalen Diskreditierung.<\/p>\n<p>Wieso machen Autoren es ihren Lesern so schwer, ins\u00adbesondere den lesefaulen? Ist es denn wirklich so schwie\u00adrig, kurze, knappe S\u00e4tze zu schreiben? S\u00e4tze, die von der Leserschaft auch ohne dreimaliges Dr\u00fcbergehen verstanden werden? Wieso schreibt niemand ein Buch f\u00fcr Lekt\u00fcreabstinente? So kompliziert kann das doch nicht sein. Essenziell bei diesem Vorhaben ist eine lapidare Aus\u00addrucksweise. Oder besser gesagt: Wichtig ist es, Fremd\u00adw\u00f6rter zu vermeiden und lieber mal der deutschen Sprache zu vertrauen. Die kann n\u00e4mlich so einiges und ist mit einem Wortschatz, der zwischen 300 000 und 500 000 W\u00f6rtern liegt, reich genug. Aber W\u00f6rter allein ergeben noch lange keinen Text. Ein Text, wie er im Buche steht, besteht aus S\u00e4tzen. S\u00e4tze bestehen zwar wiederum aus W\u00f6rtern, aber die kommen eben nicht allein aus. Sie brauchen jemanden, der sie bei der Hand nimmt und ihnen zeigt, wo ihr Platz ist, an wen oder was sie sich anpassen sollen, ob sie sich gro\u00dfma\u00adchen oder kleinbleiben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch Punkt und Komma sind nicht zu verachten. Oder w\u00e4\u00adren es \u2026 besonders in langatmigen und wortreichen S\u00e4tzen in denen man viel zu sagen hat und deshalb l\u00e4nger braucht um auf den Punkt zu kommen S\u00e4tze ohne Satzzei\u00ad\u00adchen sind immer beschwerlich und nur selten verst\u00e4ndlich vor allem wenn sie durch Einsch\u00fcbe Relativs\u00e4tze und anderen Schnickschnack in die L\u00e4nge gezo\u00adgen werden. Punkt. Interpunktion\u00a0\u2013\u00a0kann helfen, muss, aber, nicht, denn manchmal ist der korrekte Ein. Satz. schwerer: als man denkt und, man zerbricht sich; den Kopf\u00a0\u2013\u00a0da\u00adr\u00fcber! Ob Punkt oder Komma, Bindestrich oder nicht.<\/p>\n<p>Wer sich selbst beim Setzen von Kommata und Ausrufezeichen nur schwer z\u00fcgeln kann, verzichtet am besten auf ausgedehnte Wortgebilde. Besser als alle langen S\u00e4tze sind eh kurze. Wer braucht schon Nebens\u00e4tze? Hauptsache, es gibt Haupts\u00e4tze. Alles andere ist nebens\u00e4chlich.<\/p>\n<p>Vielleicht brauchen die Lesefaulen unter uns gar nicht viel, vielleicht motivieren sie bereits kleine Erfolge wie das Umbl\u00e4ttern einer Seite. Da ist es dann: das gro\u00dfartige Ge\u00adf\u00fchl, etwas geschafft zu haben, vorangekommen zu sein und statt der zigtausend Seiten nur noch zigtausendminuseine vor sich zu haben. Umbl\u00e4ttern gleicht einer Belohnung, und w\u00e4hrend man nach dem letzten Wort die Sei\u00adte ergreift, selbige zwischen den Fingern h\u00e4lt, bl\u00e4ttert, und am Ende zufrieden \u00fcber den Falz in der Mitte streicht, kann man sich innerlich durchaus auf die Schulter klopfen. Je \u00f6f\u00adter und schneller man belohnt wird, desto spa\u00dfiger ist das Lesen. Darum greifen Lesefaule gerne zu B\u00fcchern mit vielen Abs\u00e4tzen.<br \/>\nEin Absatz<\/p>\n<p>hier.<\/p>\n<p>Oder da.<\/p>\n<p>Und schon hat man ein Viertel der Seite ohne viel Qual und mit nur wenig M\u00fche gelesen.<\/p>\n<p>Apropos Seiten: Je weniger Seiten, desto d\u00fcnner das Buch, desto besser ist es f\u00fcr lesefaule Leser geeignet. Einer\u00adseits ist die Angst vor dem Beginnen geringer. Andererseits haben Lesefaule die zum Halten der B\u00fccher n\u00f6tigen Muskeln nur bedingt aufgebaut und m\u00fcssen deshalb, wohl oder \u00fcbel, erstmal klein anfangen. Aber keine Sorge, der stete Tropfen h\u00f6hlt den Stein und \u00dcbung macht den Meister, und wer es trotzdem nicht erwarten kann, endlich Gewichtiges zu lesen, der kann das Ganze auch mit regelm\u00e4\u00dfigen Besuchen im Fitnessstudio beschleunigen.<\/p>\n<p>Was am Ende bleibt, ist die Erkenntnis, dass Lesen gute wie schlechte Seiten hat. Und damit ist diese viel zu lange Darstellung der Lesefaulheit endlich beendet. Viel zu lang? Macht ja nix. Wird ja ohnehin keiner lesen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und noch ein wenig mehr zu diesem Projekt via &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><small>Radke,\u00a0Kathrin: Ft oder Das Recht auf Faulheit. Mannheim 2015. =&gt; <a href=\"http:\/\/kunstanstifter.de\/buecher\/ft-oder-das-recht-auf-faulheit\/\">Kunstanstifter-Verlag, Mannheim<\/a><\/small><\/p>\n<p><small>Winterausstellung &#8211; Absolventen WS 2013\/ 2014 &#8211; Februar 2014 &#8211; http:\/\/www.winterausstellung.de\/kathrin-radke\/<\/small><\/p>\n<p><small>Oder auf der Website der Autorin &#8211; http:\/\/kathrinradke.de\/ &#8211; dort u.a. http:\/\/kathrinradke.de\/Ft-oder-Das-Recht-auf-Faulheit &#8211; http:\/\/kathrinradke.de\/uber-die-lesefaulheit &#8211; http:\/\/kathrinradke.de\/erfolge-von-faulen-tee &#8211; http:\/\/kathrinradke.de\/erfolge-von-faulen-diogenes<br \/>\n<\/small><\/p>\n<p><small>Schwyzer, Andrea: Spiele mit Worten und Design. Ft oder Das Recht auf Faulheit von Kathrin\u00a0Radke. &#8211; Sonntag. Der Tag, an dem wir heruml\u00fcmmeln, abh\u00e4ngen, ausspannen und nichts tun sollten. Es ist der Tag, an dem wir uns das &#8222;Recht auf Faulheit&#8220; herausnehmen d\u00fcrfen. Das Wochenende nach dem 1. Mai ist 2015 sogar etwas l\u00e4nger, mit dem &#8222;Tag der Arbeit&#8220; &#8211; an dem viele nicht arbeiten m\u00fcssen. Im Sprengel Museum Hannover hat eine Ausstellung ge\u00f6ffnet mit dem sch\u00f6nen Titel: &#8222;Auszeit. Vom Faulenzen und Nichtstun&#8220;. Das machen wir heute auch: Mit dem gleichnamigen B\u00fcchlein von Kathrin Radke. Konsequenterweise d\u00fcrfte dieser Beitrag nur etwa f\u00fcnf Sekunden lang sein: &#8222;Kathrin Radke zelebriert Faulheit f\u00fcr Fortgeschrittene. Feinf\u00fchlig, Fantasievoll, &#8218;Faulbelhaft!'&#8220; Und Schluss. In: NDR kultur v. 28. April 2015 &#8211; Quelle: http:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/tipps\/Bildschoenes-Buch-Ft-oder-Das-Recht-auf-Faulheit,rechtauffaulheit102.html<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-image-full-width wp-image-672\" src=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/05\/00-1100x733.png\" alt=\"00\" width=\"840\" height=\"560\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ft oder Das Recht auf Faulheit &#8211; Ein Buch von Kathrin Radke Ausgezeichnet mit dem Preis der Fakult\u00e4t Design, mit dem F\u00f6rderpreis des Bundes der Freunde der TH N\u00fcrnberg, auf der Longlist der Sch\u00f6nsten B\u00fccher der Stiftung Buchkunst 2015, Gewinner des German Design Award 2016 in der Sparte Editorial. \u201cM\u00fc\u00dfiggang ist aller Laster Anfang \u2013&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":672,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"jetpack-portfolio-type":[51,35],"jetpack-portfolio-tag":[],"class_list":["post-668","jetpack-portfolio","type-jetpack-portfolio","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","jetpack-portfolio-type-bachelorarbeit","jetpack-portfolio-type-wintersemester-2013-2014","empty-entry-meta","portfolio-entry"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio\/668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio"}],"about":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/jetpack-portfolio"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=668"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio\/668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1558,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio\/668\/revisions\/1558"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/media\/672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"jetpack-portfolio-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio-type?post=668"},{"taxonomy":"jetpack-portfolio-tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio-tag?post=668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}