{"id":1617,"date":"2020-02-09T23:00:25","date_gmt":"2020-02-09T22:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/?post_type=jetpack-portfolio&#038;p=1617"},"modified":"2021-10-23T20:29:10","modified_gmt":"2021-10-23T19:29:10","slug":"das-elend-mit-der-musik-sprache-gefuehle-und-melodien-am-beispiel-trauriger-songs","status":"publish","type":"jetpack-portfolio","link":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/das-elend-mit-der-musik-sprache-gefuehle-und-melodien-am-beispiel-trauriger-songs\/","title":{"rendered":"Das Elend mit der Musik. Sprache, Gef\u00fchle und Melodien \u2013 am Beispiel trauriger Songs"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Das Elend mit der Musik. Sprache, Gef\u00fchle und Melodien \u2013 am Beispiel trauriger Songs<br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1617-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/02\/Das-Elend-mit-der-Musik.-Audiofeature_.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/02\/Das-Elend-mit-der-Musik.-Audiofeature_.mp3\">https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/02\/Das-Elend-mit-der-Musik.-Audiofeature_.mp3<\/a><\/audio>\n<p>Musik ist allgegenw\u00e4rtig, sie rieselt morgens aus dem Radio, pocht im Bus aus unseren Kopfh\u00f6rern und dr\u00f6hnt nachts aus den schwarzen Boxen im Club.<br \/>\nSie kann leise sein, sie kann laut sein. Sie kann uns aufheitern, sie kann uns zum Tanzen bringen, aber sie macht uns auch w\u00fctend, l\u00e4sst uns weinen, uns schreien, und kann mit einer Textzeile unseren ganzen Schmerz in Worte fassen.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fchlte ich mich elend, weil ich Popmusik h\u00f6rte, oder h\u00f6rte ich Popmusik, weil ich mich elend f\u00fchlte?\u201c Ein Zitat aus dem bekannten Pop-Roman von Nick Hornby \u201eHigh Fidelity\u201c. Die wichtigste Figur des Buches fragt sich, wie denn unsere Gef\u00fchle mit Musik zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMusik kann man ja nicht sehen und nicht anfassen. Das findet auf einer anderen Ebene statt als Kunst, als Literatur. Es ist viel weniger im Erleben an etwas haptisches gekoppelt. Man hatte das Gef\u00fchl man taucht da in eine Welt ab, die man eigentlich nicht direkt sehen kann. Aber man hat irgendwas gesehen und hat irgendwas empfunden und das fand ich so eine unfassbare Erfahrung, wenn ich das richtig erinnere. Das hat mich total begeistert.\u201d (Hendrik Otremba, Schriftsteller und S\u00e4nger der Post-Punk Band \u201eMesser\u201c)<\/p>\n<p>\u201eEs ist sicherlich so der Antrieb, durch dem ich funktioniere. Das habe ich schon festgestellt. Wenn ich extrem gl\u00fccklich bin, dann habe ich nicht das Bed\u00fcrfnis, kreativ zu sein. Also es ist nicht so eine Traurigkeit. Das f\u00e4nde ich auch problematisch, weil das ja auch irgendwie bedeuten w\u00fcrde, dass ich daf\u00fcr Sorge tragen m\u00fcsste, dass mein Leben traurig ist, dass ich funktionieren kann.\u201c (Fabian Altst\u00f6tter, K\u00fcnstler und Musiker)<\/p>\n<p>\u201eDeshalb w\u00fcrde ich sagen, vielleicht ist f\u00fcr mein Schaffen auch das irgendwie notwendig dass da was kommt. Was ja irgendwie auch eine traurige Erkenntnis ist. Ich als K\u00fcnstler kann das machen, was ich mache weil alles so beschissen ist &#8211; um es mal so stumpf zu formulieren.\u201d (Hendrik Otremba, Schriftsteller und S\u00e4nger der Post-Punk Band \u201eMesser\u201c)<\/p>\n<p>\u201eMan kann sich klar als Komponist als Komponistin Gedanken machen sozusagen, wie das ankommen soll. Das klappt dann vielleicht auch teilweise, aber ein gro\u00dfer Bereich ist dann noch in der Person oder in der Situation verhaftet.\u201c (Dr. Matts K\u00fcssner, Musikpsychologe)<\/p>\n<p>\u201eAlso was damals so ganz gro\u00df war, waren so die fr\u00fchen ABBA oder Sweet oder so. Da hab ich keine kritische Distanz zu. Das ist so als ob mir jemand ganz viel Marzipan in den Mund steckt, wenn das kommt.\u201c (Prof. Dr. Moritz Ba\u00dfler, Literaturwissenschaftler und Mitherausgeber der Zeitschrift POP.Kultur und Kritik)<\/p>\n<p>\u201eUnd ich denke daran, kann man so sch\u00f6n festmachen und so schmerzhaft festmachen, aber auch so fr\u00f6hlich festmachen, wie toll es ist dass es so was gibt wie Songtexte oder Gedichte. Weil ich das Gef\u00fchl hab keine Therapie, also nichts anderes, k\u00f6nnte sozusagen diese Form der Auseinandersetzung irgendwie hervorbringen, die so unsagbar intensiv ist und so was Sch\u00f6nes hervorbringt, wie dieser Songtext zum Beispiel.\u201c (Hendrik Otremba, Schriftsteller und S\u00e4nger der Post-Punk Band \u201eMesser\u201c)<\/p><\/blockquote>\n<p><small>Carlucci, Aurora\/ Fllonza Durguti\/ Carolin Wabra: Das Elend mit der Musik. Gef\u00fchle und Melodien \u2013 am Beispiel trauriger Songs. Ein Audio-Feature. Nach Interviews mit Fabian Altst\u00f6tter, K\u00fcnstler und Musiker, Moritz Ba\u00dfler, Professor f\u00fcr Neue Deutsche Literatur an der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t in M\u00fcnster und Mitherausgeber der Zeitschrift POP. Kultur und Kritik, Matts K\u00fcssner, Musikpsychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl f\u00fcr Transkulturelle Musikwissenschaft der Humboldt Universit\u00e4t Berlin und Hendrik Otremba, Schriftsteller, Dozent f\u00fcr Kreatives Schreiben und S\u00e4nger der Post-Punk-Band \u201eMesser\u201c. Gesprochen von Julia Stillkerich und Fabian Scherzer. Wintersemester 2019\/ 2020 v. 9. Februar 2020 (= \u201eTell me about that \u2026\u201c Creativity, Design and Media, Language and Writing. Verbale Kommunikation in der Praxis. Ein Podcast-Projekt; Nr. 062). \u2013 Dauer: 15:00 Min. &#8211; Quelle: https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/das-elend-mit-der-musik-sprache-gefuehle-und-melodien-am-beispiel-trauriger-songs\/<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Elend mit der Musik. Sprache, Gef\u00fchle und Melodien \u2013 am Beispiel trauriger Songs &nbsp; https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/02\/Das-Elend-mit-der-Musik.-Audiofeature_.mp3 Musik ist allgegenw\u00e4rtig, sie rieselt morgens aus dem Radio, pocht im Bus aus unseren Kopfh\u00f6rern und dr\u00f6hnt nachts aus den schwarzen Boxen im Club. Sie kann leise sein, sie kann laut sein. 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