{"id":1232,"date":"2018-08-03T17:06:43","date_gmt":"2018-08-03T16:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/?post_type=jetpack-portfolio&#038;p=1232"},"modified":"2021-10-23T20:07:06","modified_gmt":"2021-10-23T19:07:06","slug":"design-und-gesellschaft-stadt-fuer-alle","status":"publish","type":"jetpack-portfolio","link":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/design-und-gesellschaft-stadt-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Design und Gesellschaft &#8211; Stadt f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<h4>Stadt f\u00fcr alle &#8211; Wenn Designer*innen gesellschaftlich aktiv werden<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1232-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/08\/Stadt-fu\u0308r-Alle.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/08\/Stadt-fu\u0308r-Alle.mp3\">https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/08\/Stadt-fu\u0308r-Alle.mp3<\/a><\/audio>\n<p>\u201eGestaltete Objekte, R\u00e4ume und Umwelten bedingen das Verhalten von Menschen &#8211;<br \/>\nund damit auch die Gesellschaft, die von diesen Menschen gebildet wird.\u201c Das sagt Friedrich von Borries, ein Designtheoretiker aus Hamburg.<\/p>\n<p>Gesellschaft hei\u00dft, so ungef\u00e4hr, eine Ansammlung von Menschen, die mehr oder weniger<br \/>\nzusammen leben und arbeiten. Und kommunizieren! Ohne das Kommunizieren funktioniert das gemeinsame Leben und Arbeiten nicht. Kommunikation hei\u00dft, dass man sich irgendwelche Zeichen macht und hofft, dass die andere Person die Zeichen versteht.<br \/>\nMeistens klappt das auch, weil wir Menschen das schon recht lange machen, und wir<br \/>\nhaben Sachen wie Erziehung, Schulbildung, Lexika und SMS erfunden. So k\u00f6nnen wir uns<br \/>\nimmer wieder zeigen, wie das mit dem Kommunizieren funktioniert. Wir reden, schreiben<br \/>\nund gestikulieren, und \u2026 wir zeichnen, bauen und gestalten Dinge, und zeigen uns dabei<br \/>\ndie ganze Zeit, dass wir irgend etwas meinen, wollen oder denken.<\/p>\n<p>So entsteht die Gesellschaft: Sie wird &#8211; kommunikativ &#8211; von uns gebildet und gestaltet. Und wir von ihr.<\/p>\n<p>Auch die Stadt ist ein gestaltetes Objekt, entwickelt von den Menschen, die in ihr wohnen.<\/p>\n<p>2018 hat der Designer Sebastian Schnellb\u00f6gl das Festival &#8222;<a href=\"https:\/\/stadtf\u00fcralle.de\/\">Stadt f\u00fcr alle<\/a>&#8220; geplant und ins Leben gerufen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAlso ich find&#8216; das ganz Klasse, vor allem, weil sich die Organisatoren mit dem ganzen Fest<br \/>\nsehr eigenst\u00e4ndig positionieren: Und weil man den Eindruck hat, dass die nicht<br \/>\nirgendwo einer gewissen Riege angeh\u00f6ren. Sondern dass das einfach Leute sind, die aktiv<br \/>\nsind und die auf Themen aufmerksam machen wollen, die Leuten M\u00f6glichkeiten bieten wollen, Aktionen zu machen. Und die auch einfach Menschen zusammenbringen wollen, so ein bisschen netzwerkartig arbeiten. Damit die, die was machen, aufeinander aufmerksam werden.&#8220; (J\u00fcrgen Kufner, Architekt und Sozialwissenschaftler aus M\u00fcnchen, arbeitet u.a. \u00fcber \u201eStrategisches Verhalten in Stadtplanungsprozessen\u201c)<\/p>\n<p>\u201e&#8230; inspiriert hat uns die Design Week in Wien, dort waren wir zusammen. Und dort setzte man sich viel damit auseinander, wie Design gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen kann. Aus diesem Impuls heraus ist dann eigentlich die Idee entstanden: Wie k\u00f6nnen wir gesellschaftlich was bewegen, als Designer? Wie k\u00f6nnen wir unsere Skills nutzen, um dort was zu bewegen? Und das Endprodukt ist dann &#8222;Stadt f\u00fcr alle&#8220;. &#8230;<\/p>\n<p>Ich hab&#8216; zwei Semester Verbale Kommunikation studiert und hab damals &#8217;ne Reportage<br \/>\ngemacht \u00fcber Fahrradverkehr in N\u00fcrnberg, zusammen mit Julian Reichel, wo wir uns<br \/>\ndamit auseinandergesetzt haben, wie unser Weg von der Ohm in die Stadt ist und wie viele<br \/>\nVerkehrsregeln wir eigentlich brechen m\u00fcssen, um halbwegs vern\u00fcnftig Fahrrad fahren zu k\u00f6nnen. Und dann haben wir versucht, das in einen gro\u00df-gesellschaftlichen Kontext zu setzen, mit Leuten zu reden, die auf der Critical Mass mitfahren, mit Leuten, die in der<br \/>\nStadtverwaltung sitzen. Und das war super spannend, da mal so &#8217;nen Einblick zu<br \/>\ngewinnen. &#8230;<\/p>\n<p>Der Hintergrund aller Teammitglieder ist nat\u00fcrlich, dass wir alle Raum- und Eventdesign studiert haben, auch wenn&#8217;s in unterschiedlichen Semestern war. Und da haben wir auch schon zusammengearbeitet, haben unterschiedliche Projekte umgesetzt, wenn auch im kleineren Rahmen. Und diese konkreten Projekte haben auf jeden Fall dazu gef\u00fchrt, dass wir alle das Gef\u00fchl hatten, wir k\u00f6nnen jetzt irgendwie dann den n\u00e4chsten Schritt gehen, mit dem, was wir gelernt haben. &#8230;<\/p>\n<p>Also aus meiner pers\u00f6nlichen Sicht ist das so gelaufen, dass ich ein Auslandssemester gemacht hab&#8216;, in Aberdeen. Und da hab ich an &#8217;nem interdisziplin\u00e4ren Projekt teilgenommen, wo Missst\u00e4nde im urbanen Raum identifiziert wurden und L\u00f6sungskonzepte daf\u00fcr entwickelt wurden. Und unser Missstand war der Leerstand, der in Aberdeen relativ gro\u00df ist. Und unsere L\u00f6sung daf\u00fcr war das Konzept einer Agentur, die Leerstand identifiziert und gemeinsam mit Leuten aus dem kulturellen Bereich Zwischennutzungskonzepte entwickelt, mit dem Ziel, langfristig den Leerstand zu beseitigen. &#8230;<\/p>\n<p>Als ich dann zur\u00fcckgekommen bin nach N\u00fcrnberg, bin ich dann ins Urban Lab gestolpert<br \/>\nsozusagen, \u00fcber Freunde. Das Urban Lab macht partizipative Stadtentwicklung, und<br \/>\nentwickelt gerade ein Gemeinschaftsgartenprojekt im Nordgarten im Z-Bau, und da hab<br \/>\nich mich dann letztes Jahr sehr engagiert, und da hab ich dann auch die Leute gefunden,<br \/>\ndie mit mir zusammen jetzt das Festival machen.\u201c (Sebastian Schnellb\u00f6gl, Designer, Projektleiter und Veranstalter (&#8222;Stadt f\u00fcr alle&#8220;))<\/p><\/blockquote>\n<p><small>Walser, Franz: Stadt f\u00fcr alle \u2013 Wenn Designer*innen gesellschaftlich aktiv werden. Ein Feature. Nach Interviews mit Sebastian Schnellb\u00f6gl, Designer, Projektleiter und Veranstalter (\u201eStadt f\u00fcr alle\u201c), und J\u00fcrgen Kufner, Architekt und Sozialwissenschaftler. Gesprochen von Lisa Neher und Felix Abel. Sommersemester 2018 v. 3. August 2018 (= \u201eTell me about that \u2026\u201c Creativity, Design and Media, Language and Writing. Verbale Kommunikation in der Praxis. Ein Podcast-Projekt; Nr. 053). \u2013 Dauer: 15:00 Min. &#8211; Quelle: https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/design-und-gesellschaft-stadt-fuer-alle\/<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadt f\u00fcr alle &#8211; Wenn Designer*innen gesellschaftlich aktiv werden https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/08\/Stadt-fu\u0308r-Alle.mp3 \u201eGestaltete Objekte, R\u00e4ume und Umwelten bedingen das Verhalten von Menschen &#8211; und damit auch die Gesellschaft, die von diesen Menschen gebildet wird.\u201c Das sagt Friedrich von Borries, ein Designtheoretiker aus Hamburg. 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