{"id":1041,"date":"2018-02-20T22:59:20","date_gmt":"2018-02-20T21:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/?post_type=jetpack-portfolio&#038;p=1041"},"modified":"2021-10-23T19:44:45","modified_gmt":"2021-10-23T18:44:45","slug":"wenn-worte-filme-werden","status":"publish","type":"jetpack-portfolio","link":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/wenn-worte-filme-werden\/","title":{"rendered":"Wenn Worte Filme werden"},"content":{"rendered":"<h4>Wenn Worte Filme werden. Wie Autorenfilmer zu dem werden, was sie sind<\/h4>\n<div class=\"entry-content\">\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1041-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/02\/Wenn-Worte-Filme-werden.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/02\/Wenn-Worte-Filme-werden.mp3\">https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/02\/Wenn-Worte-Filme-werden.mp3<\/a><\/audio>\n<p>Autorenfilmer: Das sind Filmemacher, die bei einer Produktion das Drehbuch schreiben und Regie f\u00fchren. Aber was f\u00fcr Menschen sind das? Was haben sie als Person gemeinsam? Wie gehen sie an das Schreiben heran? Und: Wie stark wird ihre Arbeit von Produzenten oder Schauspielern beeinflusst? &#8211; Vier deutsche Autorenfilmer erz\u00e4hlen &#8230;<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0\u201eIch hab\u2018s auch schon so gemacht, dass ich bei der Suche nach Namen in Adressb\u00fcchern und Telefonb\u00fcchern Zufalls-Namen gew\u00e4hlt habe, und habe mir dann zu den Namen einen Charakter ausgedacht, der zu dem Namen passt. Aber der Name ist rein zuf\u00e4llig. Also Zufall ist ein hoch interessantes Inspirationsmittel.<br \/>\nDas bleibt nicht beim Zufall und hinterher ist es auch nicht mehr zuf\u00e4llig, weil man nimmt den Zufall nur zum Ansto\u00df. Man kann Zuf\u00e4lle auch provozieren, z.B. wenn Sie nicht mehr wissen, wie es weitergeht, dann k\u00f6nnen Sie zehn verschiedene L\u00f6sungen machen und Sie w\u00fcrfeln, welche Sie davon nehmen. Und dann m\u00fcssen Sie sich mit dem Ergebnis, dem Zufalls-Ergebnis, herumschlagen, und da kommen die guten Ideen, denn die L\u00f6sungen, die Ihnen dann einfallen, sind L\u00f6sungen, die kommen aus Ihrer tieferen Fantasie. Die Fantasie, die arbeitet nicht freiwillig, die muss auf eine Notlage reagieren und in diese Notlage bringt man sich durch Zuf\u00e4lle.\u201c (Edgar Reitz, Filmregisseur, Filmproduzent, Autor, Hochschullehrer, Professor)<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, ob man an einer Filmhochschule war, macht, glaube ich, keinen gro\u00dfen Unterschied. Ich habe es auch ohne Filmschule geschafft. Es gibt super Leute von Filmhochschulen. Aber es gibt auch Leute, die an Filmhochschulen waren, die ich nicht so gut finde. Also, ich glaube, das ist einfach nur ein anderer Weg.<br \/>\nWas grunds\u00e4tzlich Ihre Frage anbelangt, mit den Studenten &#8230;, so glaube ich, das ist bisschen ein Problem unseres ge\u00e4nderten Schulsystems &#8211; auch mit den zw\u00f6lf Jahren Abitur. Ich finde die Leute sind einfach viel zu jung und zu unerfahren. Also wenn jemand mit 21 ein fertiges Studium hat, ist er einfach noch nicht reif. Und das merkt man. Der wei\u00df vielleicht viel. Aber im praktischen Alltag haben die dann dann Angst, im B\u00fcro den Telefonh\u00f6rer abzunehmen.\u201c (Chistian Z\u00fcbert, Drehbuchautor und Filmregisseur)<\/p>\n<p>\u201eDas Anstrengendste daran, finde ich tats\u00e4chlich das K\u00fcrzen. Weil es einem doch halt immer wieder passiert; man verliebt sich in jeden einzelnen Satz, auch wenn man sich vorher gesagt hat, ja, das ist jetzt erst mal nur so. Und da finde ich es zum Beispiel wahnsinnig hilfreich, zu mehreren zu schreiben. Da muss man sich nat\u00fcrlich auch erst mal so ein bisschen \u00fcberwinden, quasi in den Szenen des anderen dann so &#8218;rum zu fuhrwerken und dem wieder Sachen rauszuschmei\u00dfen und die S\u00e4tze von dem umzustellen. Aber letztendlich ist es &#8217;ne ganz gute Arbeit. Weil man einfach rigoroser mit dem Material von jemand anderem umgeht, als man mit seinem eigenen umgehen kann. Dann kommt man, glaube ich, schneller zum Ziel. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich, dass man sich gegenseitig vertrauen muss, &#8230; die Autoren untereinander.\u201c (Boris Kunz, Drehbuchautor und Regisseur)<\/p>\n<p>\u201eWenn man Gl\u00fcck hat, ist bei so einer Schreibsession ein guter Gedanke dabei &#8218;rumgekommen &#8211; und sehr viel Schrott. Ich hab\u2018 das Gef\u00fchl, dass das so bei mir funktioniert, dass ich immer viel Schrott produziere und schlechte Ideen. Und dann denke ich: &#8222;Ah, das ist gut!&#8220; Und dann gucke ich, wie man das verbinden kann. Ich versuch&#8216; dann diesen Denkprozess zu verschriftlichen. Und das geht so, dass ich mich hinsetze und denke &#8222;Wenn das so w\u00e4re, k\u00f6nnte das so und so sein&#8220; und irgendwie, im Laufe der m\u00fchseligen Wochen, sch\u00e4lt sich dann etwas heraus. Dann nehme ich mir vor: &#8222;Okay, jetzt hab ich ein Gef\u00fchl, welche Elemente vorkommen&#8220;. Und dann ist es unterschiedlich: Ich versuche die Karteikarten so anzuordnen, dass sie Sinn ergeben, in der Abfolge. Das klappt auch nicht so ohne weiteres. Aber man hat ein materielles Verh\u00e4ltnis dazu: Man kann gucken &#8230; &#8222;Aha, hier fehlt was, da fehlt was&#8220; . Und dann ergibt sich eine Struktur &#8211; und wenn die da ist, schaff ich es meistens, zu sagen: &#8222;Ich versuche jetzt ein Expos\u00e9 zu schreiben&#8220; &#8211; und das kann ich dann meistens.\u201c (Julian Radlmaier, Drehbuchautor und Filmregisseur)<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p><small>Gavrilovi\u0107, Boris\/ Sarah Guber\/ Zo\u00eb Jungmann\/ Lasse van Schoor: Wenn Worte Filme werden. Wie Autorenfilmer zu dem werden, was sie sind. Nach Interviews mit Edgar Reitz, Filmregisseur, Filmproduzent, Autor und Hochschullehrer; Christian Z\u00fcbert, Drehbuchautor und Filmregisseur; Boris Kunz, Drehbuchautor und Regisseur und Julian Radlmaier, Drehbuchautor und Filmregisseur. Gesprochen von Ralf Legat. Wintersemester 2017\/ 2018 v. 20. Februar 2018 (= \u201eTell me about that \u2026\u201c Creativity, Design and Media, Language and Writing. Verbale Kommunikation in der Praxis. Ein Podcast-Projekt; Nr. 045). \u2013 Dauer: 15:00 Min. [&#8230; Unter Verwendung rechtefreier Sounds und Musik \u2013 \u201eJazz_Sax1.wav\u201c \u2013 www.freesound.org\/people\/pc2752\/ \u2013 Akkordeon in der Stadt \u2013 \u201eaccordion street musician 121205_01.wav\u201c \u2013 www.freesound.org\/people\/klankbeeld\/ \u2013 und http:\/\/www.purple-planet.com &#8230;] \u2013 Quelle: https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/portfolio\/wenn-worte-filme-werden\/<\/small><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"wpadminbar\" class=\"no-grav\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Worte Filme werden. Wie Autorenfilmer zu dem werden, was sie sind https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2018\/02\/Wenn-Worte-Filme-werden.mp3 Autorenfilmer: Das sind Filmemacher, die bei einer Produktion das Drehbuch schreiben und Regie f\u00fchren. Aber was f\u00fcr Menschen sind das? Was haben sie als Person gemeinsam? Wie gehen sie an das Schreiben heran? Und: Wie stark wird ihre Arbeit von Produzenten oder&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"jetpack-portfolio-type":[24,9,23,66],"jetpack-portfolio-tag":[],"class_list":["post-1041","jetpack-portfolio","type-jetpack-portfolio","status-publish","format-standard","hentry","jetpack-portfolio-type-3-semester-angewandtes-design","jetpack-portfolio-type-features","jetpack-portfolio-type-verbale-kommunikation-in-der-praxis","jetpack-portfolio-type-wintersemester-2017-2018","empty-entry-meta","portfolio-entry"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio\/1041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio"}],"about":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/jetpack-portfolio"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1041"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio\/1041\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2164,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio\/1041\/revisions\/2164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"jetpack-portfolio-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio-type?post=1041"},{"taxonomy":"jetpack-portfolio-tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/d.th-nuernberg.de\/vk\/wp-json\/wp\/v2\/jetpack-portfolio-tag?post=1041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}