Umgeben von Seeluft und Möwen, liegt das Häuschen in der Altstadt am Bodensee. Oben im Dachgeschoss befindet sich eine Ferienwohnung. Betrat man das Haus und trat in den Flur, wirkte der Raum sehr kahl und steril, nicht so einladend wie man Gäste gerne begrüßt. So kam die Frage auf, wie man das Ganze verschönern könnte. Da der Flur gleichzeitig ein Fluchtweg, bei Bränden o.Ä. ist, darf dort nichts abgestellt werden oder weit von den Wänden herausstehen. Daraus entstand die Idee für eine flache Wandskulptur.
Aus dem friedlichen Rauschen der Wellen und fließenden Bewegungen des Windes, wurde die sanfte, abgerundete Form der Skulptur. Natürliche Farben vom sandigen Stein; dem warmen Sand unter den Füßen; sie beeinflussten die Farbwahl und auch die Materialauswahl - Beton.
Aber wie kam es zur Tischdecke? Nachhaltigkeit und Recycling inspirierten einfach mal alles durchzuwühlen was so da ist, so fanden sich ein paar alte Tischdecken von Oma, die selbst lange in dem Haus gelebt hat. So ist ein geschichtlicher Teil in der Skulptur verewigt. Und Stoff lässt sich sehr gut in Beton tunken und im nassen Zustand in eine fließende Form drapieren. Wenn man Stoff reißt, entstehen auf experimentelle Weise sehr schöne, unsaubere Kanten. Außerdem gab es noch Reste von Alu-Fliegengitter gefunden, das man super biegen kann und somit eine Unterkonsturktion für die Stoff-Beton-Lagen erzeugen. Nach einem Trip in den Baumarkt, um Gießbeton zu kaufen; waren alle Materialien am Start.